Während unser Gerade-mal-so-Kanzler Merz am Montag alle Spekulationen über eine Minderheitsregierung strikt zurückwies, machte Bernd Baumann in der WELT-Sendung „Meinungsfreiheit“ klar, dass die AfD bereit wäre, eine solche Regierung zu unterstützen.
Baumann betont, dass die Union längst viele Forderungen der AfD übernommen habe – und dass eine Zusammenarbeit auf dieser Basis konservative Politik endlich handlungsfähig machen könnte.In der WELT-Sendung „Meinungsfreiheit“ hat der AfD-Politiker Bernd Baumann ein klares und zukunftsorientiertes Angebot gemacht: Die AfD sei bereit, eine CDU-geführte Minderheitsregierung zu unterstützen. Damit öffnet die AfD der Union eine Möglichkeit, endlich politische Inhalte umzusetzen, die beide teilen.
Baumann macht deutlich, dass die CDU mit AfD-Unterstützung ihre eigenen Wahlversprechen realisieren könnte. Viele Forderungen, die Friedrich Merz im Wahlkampf vorgebracht habe – vor allem in der Migrationspolitik – seien stets und lange vor der Union bereits Kernpunkte der AfD gewesen. Deshalb sieht Baumann eine inhaltliche Nähe, die jetzt pragmatisch genutzt werden könne: „Das wäre ein Befreiungsschlag im Sinne der Wahlversprechen der CDU. Das wäre eine Befreiung für die CDU und eine Befreiung für Deutschland.“ Und, so Baumann: „Also stimmen wir dem auch zu. Das wäre sofort eine andere Republik“.
Für die AfD geht es dabei nicht um Machtgehabe oder Ministerposten. Vielmehr signalisiert sie staatsmännische Verantwortung: Sie kann Mehrheiten ermöglichen, ohne selbst Teil einer klassischen Koalition zu sein. Das ist strategische Unterstützung, die konservative Politik handlungsfähig macht.
So sehe ich das❗ Bernd Baumann bei WELT TV pic.twitter.com/qF5sw0EB5a
— Dr. Bernd Baumann (@DrBerndBaumann) November 18, 2025
Gleichzeitig kritisiert Baumann die starre Brandmauer der Union. Für ihn ist die Verweigerung, mit der AfD zu kooperieren, kein Ausdruck inhaltlicher Differenzen, sondern ein ideologisches Dogma, das blockiert, was auf dem Papier längst gemeinsame Politik sein könnte. Aus AfD-Sicht ist das eine verpasste Chance: eine Minderheitsregierung könnte stabile Mehrheiten schaffen, während die starre Abgrenzung der Union nur Stillstand erzeugt.
Mit seinem Angebot zeigt Baumann, dass die AfD mehr will als Protest: Sie will gestalten. Die AfD bietet eine Brücke an – keine Kapitulation, sondern eine echte Möglichkeit zur konservativen Zusammenarbeit. Gleichzeitig bleibt sie unabhängig, behält kritische Distanz und stellt sicher, dass konservative Inhalte konsequent vertreten werden.
Kurz gesagt: Die AfD öffnet der Union die Tür zu handlungsfähiger Regierungspolitik – die Entscheidung der CDU, diese Chance zu nutzen, bleibt ihr überlassen. Die Brandmauer hingegen bleibt ein Symbol für ideologische Engstirnigkeit und verpasstes Potenzial auf Kosten der deutschen Bevölkerung.
In der Welt-Kommentarspalte heißt es:
„Baumann hat recht“
„Im Wahlkampf war die CDU eine konservative Volkspartei die so getan hat, als würde sie endlich auf die Wähler hören. Nach der Wahl ist die wieder zur links-grünen Partei geworden, die sie unter Merkel geworden ist.“
„Herrn Baumann ist nichts hinzu zu fügen. Merz hat sich ohne Grund von der links-rot-grünen Meinungshoheit (kurz: Mainstream) in die Enge treiben lassen. Deren Horror-Stories über „NSDAP 2.0“, linken Lügengeschichten (correctiv-Erfindungen zur „Wannseekonferenz 2.0″, Umgang mit Corona), grüner Klima-Hysterie ist Merz voll auf den Leim gegangen. Schlimmer noch: Er hat sich von Links-Rot-Grün auf den Thron hieven lassen. Dazu noch mit dem abgewählten Vorgängerparlament das GG geändert, um nun noch größere Schuldenberge noch weiter streuen zu können. Mit unserem !!! Geld läßt sich’s leichter spendieren, gelle? Nun steht Merz kurz vor dem Schach-Matt. Die Bauern der Juso’s und die Türme der Genossen haben König Friedrich so in die Enge getrieben, dass eigentlich Neuwahlen unumgänglich sind. Wer mit links-roten Ideologen ins Bett geht muß sich nicht wundern, wenn’s dann juckt.“
(SB)























