Die Bundesregierung wird bei ihrem Plan, ab dem kommenden Jahr alle 18-Jährigen zu mustern, unwillkürliche Bekanntschaft mit der Realität und einem verstörenden Befund den neuen deutschen Normals machen: Denn schon heute ist jeder sechste 2008 – dem ersten relevanten Erfassungsjahr – geborene deutsche Mann im Besitz einer weiteren Staatsangehörigkeit – wobei der “deutsche” Pass natürlich vielfach als letzter erworben wurde oder nicht die Nationalität der Eltern widerspiegelt. Somit gilt die ethnische, kulturelle und soziale Verwurzelung und Identitätsprägung bei einer nicht exakt zu beziffernden, aber doch erheblich anzusetzenden Zahl von Rekruten nicht Deutschland und damit auch nicht dem Land, das sie mit der Waffe verteidigen sollen. Selbst seit vier Generationen lebende junge Türken, Angehörige der größten migrationsstämmigen Bevölkerungsgruppe bekennen offen, dass sie sich mit dem Herzen als Türken und nicht Deutsche fühlen – was bei Erdogan-Besuchen hierzulande ebenso deutlich wird wie bei türkischen Fußballnationalspielen (und auch ganz offen so geäußert wird).
Bedenken dieser Art werden von der Politik natürlich totgeschwiegen und zum “rechten Narrativ” abgewertet, obwohl die Fakten alarmierend sind – und damit auch der Loyalitätskonflikt der künftigen “Staatsbürger in Uniform” ganz offensichtlich: So hält laut einer Studie vom letzten Jahr fast die Hälfte (45,8 Prozent) aller jungen Muslime in Deutschland einen islamischen Gottesstaat wie das Kalifat für die “beste Staatsform”. Die inzwischen an keinerlei Integrationsbereitschaft (mittlerweile nicht einmal mehr basale Sprachfähigkeit) geknüpfte massenhafte Einbürgerung, die immer mehr an Fahrt aufnimmt, sorgt dafür, dass in diesem Land eine potentiell kampfbreite Untergrundarmee heranreift – ausgeblendet von einem linksgrünen Milieu träumender Multikulti-Narren, die diese Entwicklung noch fördern und fortgesetzt die innere Sicherheit verraten. Dass nun ungeprüft jedem, dem der deutsche Pass hinterhergeworfen wurde und weiterhin wird, oder der dank eines hochgradig fragwürdigen Doppel- und Mehrfachstaatsbürgerrechts die Staatsbürgerschaft als eine von mehreren “à la carte” aufweist, der Weg in die Streitkräfte eröffnet wird, könnte sich dereinst als katastrophaler Leichtsinn erweisen.
Sicherheitsrisiken und Loyalitätskonflikte
Zum Stichtag 15. Mai 2022 lebten in Deutschland 340.859 Männer mit deutschem Pass, die 2008 geboren wurde. Davon verfügten 56.693 noch über mindestens eine weitere Staatsangehörigkeit. Konkret waren es 14.463 Türken, 4.141 Polen, 3.857 Italiener und 3.691 Russen, gefolgt von Serben, Marokkanern und Kasachen. Diese Zahlen sind inzwischen jedoch schon wieder überholt. Denn durch die Gesetze der Ampel-Regierung wurde eine beispiellose Einbürgerungsorgie ermöglicht, die es auch ermöglicht, mehrere Staatsangehörigkeiten zu haben. Inzwischen dürften Syrer, Afghanen und andere Angehörige muslimischer Länder ganz oben auf der Liste der Personen mit mehreren Pässen sein. Zumindest wird es in wenigen Jahren so sein. Der Bremer Rechtswissenschaftler Ferdinand Weber erwartet, dass in problematischen Fällen Männer nach der Musterung nicht zum Dienst bei der Bundeswehr herangezogen werden. Allerdings zeige dies, „dass die unbegrenzte Hinnahme von Mehrstaatigkeit neue Bürokratie nach sich zieht, weil sich mögliche Konfliktlagen multiplizieren können“. Dies betreffe sowohl Sicherheitsrisiken für die Bundesrepublik als auch mögliche Loyalitätskonflikte durch Einsätze im zweiten Heimatstaat für Betroffene.
Das neue Wehrdienstgesetz legt fest, dass bei Männern und Frauen, die aufgrund freiwilliger Verpflichtung erstmalig in ein Wehrdienstverhältnis berufen werden sollen, „vor Beginn des Wehrdienstverhältnisses eine unterstützte Verfassungstreueprüfung durchzuführen ist“. Über die Frage, ob eine mehrstaatliche Person Gewähr dafür bietet, jederzeit für die freiheitlich demokratische Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes einzutreten, entscheide die für die Ernennung oder Heranziehung zuständige Stelle, teilte eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums mit. Diese Stelle wird aber höchstens einschreiten, wenn den Wehrpflichtigen Verbindungen zu Salafisten oder ähnlichen Gruppen nachgewiesen werden können.
Wem wird hier “gedient“?
Auch die grundsätzlich problematische Haltung von Muslimen zu Juden, Christen, Homosexuellen et cetera kann gar nicht angesprochen geschweige denn problematisiert werden, ohne sich dadurch den Vorwurf der Diskriminierung oder des „antimuslimischen Rassismus“ zuzuziehen. Menschen, die sich größtenteils nicht aus Identifikation mit Deutschland haben einbürgern lassen, sondern vor allem, um einer Abschiebung in ihre Herkunftsländer zu entziehen und die Vorteile der deutschen Staatsangehörigkeit zu nutzen, werden nun plötzlich zum Wehrdienst herangezogen, womit sie nicht gerechnet haben und was die allermeisten auch kaum freiwillig tun werden. All dies sind keine wilde Spekulation, sondern gesunder Menschenverstand, auf die Gefahr hinzuweisen, dass hier nicht wenige die Chance erkennen dürften, sich an der Waffe ausbilden zu lassen, um sie irgendwann gegen das Land, dem sie “dienen”, zu richten, oder um die dort erworbenen Fähigkeiten für eventuellen terroristische Aktivitäten zu nutzen.
Der deutschen Politik fliegen nun auch hier ihre eigenen Lügen um die Ohren. Denn der Doppelpass wird seit Jahren absurderweise als Königsweg zu einer gelingenden Integration verkauft, obwohl er sie in Wahrheit verhindert. Nun kommen plötzlich mehr als berechtigte Zweifel, ob die Rekruten ein Land verteidigen würden, das ihnen bestenfalls gleichgültig ist und dessen Werte und Kultur sie schlimmstenfalls hassen. Die Antwort ist natürlich: Im Zweifel nein. Damit zeichnet sich ein weiteres Debakel der wahnwitzigen Migrationspolitik ab – denn als Folge dieser Erosion des Eigenen, des Heimatgefühls, der eigenen Identität und Nation sehen zusätzlich auch die die meisten Noch-„Biodeutschen“ längst nicht mehr ein, warum sie für ein Land, dessen Politkaste sie nur noch ausplündert, das sie bespitzelt, bevormundet und fortgesetzt beleidigt, ihren eigenen Kopf oder den ihrer Kinder riskieren sollten. Am Ende ist kaum noch jemand übrig, der sich nicht auf die eine oder andere Weise von Deutschland entfremdet hat – und weder erkennt noch einsehen,, was daran noch verteidigungswert sein sollte. (DM)






















