Bundeswehr-Gedenkstätte Wald der Erinnerung bei Potsdam (Foto:Imago)
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Von AfD in Bundeswehr-Gedenkstätte niedergelegter Kranz zum Volkstrauertag landet auf dem Müll

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Ob es sich um einen weiteren Beleg für den Sittenverfall und die die durchweg asoziale Trauerkultur im Land der “Superdemokraten” handelt oder um vorauseilenden Gehorsam von Bundeswehrmitgliedern, ist unklar – jedenfalls handelt es sich um einen veritablen Skandal: Ein von der AfD im “Wald der Erinnerung“ des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr bei Potsdam am Sonntag aus Anlass des Volkstrauertages niedergelegter Trauerkranz wurde von Unbekannten auf den Müll geworfen. Der vom AfD-Kreisverband Potsdam-Mittelmark gestiftete und abgelegte würdevolle Kranz an dem Gedenkort nahe des Schwielowsee war gesternin einem Müllcontainer gefunden worden.

Besonders brisant: Auf dem Gelände hat grundsätzlich nur Personal der Bundeswehr oder angemeldete Besuchergruppen Zutritt. Dies schränkt die Zahl der in Frage kommenden Täter ein und legt den dingenden Verdacht nahe, dass Angehörige der Truppe oder Mitarbeiter der Erinnerungsstätte den Kranz weggeworfen haben.

Umgehende Klärung gefordert

Der Landesvorsitzende der AfD Brandenburg, René Springer, kommentierte den ungeheuerlichen Vorgang wie folgt: „Der Fall ist deshalb brisant, weil keine Zivilisten ohne Anmeldung und Begleitung auf das Gelände gelangen können. Jeder Besuch ist höchstoffiziell und wird protokolliert. Dementsprechend ist davon auszugehen, dass Bundeswehrangehörige den Vorfall mitbekommen haben oder im schlimmsten Fall sogar selbst die Übeltäter sind.” Er hoffe sehr, so Springer, dass er mit seiner Vermutung bzw. Befürchtung danebenliege; jedenfalls forderte er eine umgehende Klärung des Vorfalls seitens des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr.

Diese sollte sich eigentlich von selbst verstehen – denn ein solch vandalischer und pietätloser Umgang mit Trauerbekundungen bei einem überparteilichen Feiertag aller Deutschen (ganz abgesehen, dass die AfD ein Viertel aller Westdeutschen und über ein Drittel aller Ostdeutschen politisch repräsentiert) zeugt von einer alarmierenden Verrohung, die vor allem bei der Bundeswehr hochgradig bedenklich ist. (TPL)

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