Screenshot
[html5_ad]

Berlin-Trend: CDU verliert, AfD gewinnt – Koalition ohne Mehrheit – Erschreckend hohe Werte für die Linke

f3032e053b8e4ab480e3cc898db41304

Die aktuelle Umfrage von Infratest dimap für rbb zeigt: Weitere Gewinne für die AfD aber auch erschreckend hohe Werte für die ehemalige Mauermörderpartei, für die Sozialisten der Linken. 

Die aktuelle Umfrage von Infratest dimap für rbb und „Berliner Abendschau“ (13.–17. November 2025, 1.185 Befragte) zeigt spürbare Verschiebungen im Berliner Parteiengefüge. Die regierende CDU von Wegner fällt um drei Prozentpunkte auf 22 Prozent und markiert damit den niedrigsten Wert seit der letzten Abgeordnetenhauswahl 2023. Die SPD bleibt bei 13 Prozent stabil, verliert aber im Vergleich zu früheren Jahren weiter an Boden.

Deutlicher Gewinner ist die AfD: Sie legt drei Punkte zu und erreicht 16 Prozent – der höchste Wert in einer Berliner Umfrage seit langer Zeit. Die Linke hält sich bei erschreckenden 19 Prozent, die Grünen immer noch bei 16 Prozent. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) kommt auf 4 Prozent, die FDP scheidet mit 3 Prozent (–2) erneut an der Fünf-Prozent-Hürde aus.

Die Umfragewerte im Überblick:

  • CDU: 22 Prozent (minus 3 Punkte)
  • Linke: 19 Prozent (unverändert)
  • AfD: 16 Prozent (plus 3)
  • Grüne: 16 Prozent (plus 1)
  • SPD: 13 Prozent (minus 1)
  • BSW: 4 Prozent
  • Sonstige: 10 Prozent

Aktuelle Regierungskoalition aus CDU und SPD würde nur noch 35 Prozent erreichen und damit keine Mehrheit mehr haben. Rechnerisch möglich wären stattdessen Rot-Grün-Rot (SPD + Grüne + Linke = 48 Prozent) oder theoretisch eine Koalition aus CDU, Grünen und Linken. Eine Zusammenarbeit mit der AfD wird von allen anderen Parteien weiterhin ausgeschlossen.

Bei der Sonntagsfrage nach der wichtigsten Problemlage nennen die Befragten weiterhin Wohnen und Mieten (34 Prozent), gefolgt von Armut/soziale Ungleichheit (26 Prozent) und Verkehr (22 Prozent). Migration und Integration liegen mit 18 Prozent auf Platz vier, haben aber gegenüber früheren Umfragen leicht an Bedeutung verloren.

Die Zufriedenheit mit der Landesregierung sinkt weiter ab: Nur 34 Prozent sind zufrieden oder sehr zufrieden, 64 Prozent weniger oder gar nicht zufrieden. Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) kommt auf 41 Prozent Zufriedenheit (–4 seit Juni), Franziska Giffey (SPD) auf 36 Prozent.

Die nächste Abgeordnetenhauswahl findet planmäßig im September 2026 statt. Bis dahin dürften die Themen Wohnungsnot, Verkehrspolitik und innere Sicherheit die Debatte weiter bestimmen.

In den sozialen Medien scheint man diesen Trend zu begrüßen:

„Super. Berlin geht es noch viel zu gut. Soll doch die Linke regieren in Berlin. Dann bleiben die Touris weg, Söder soll den Finanzausgleich deutlich runterfahren- und schwupp sieht’s in Berlin wieder original wie DDR aus. Grau. Pleite. Arm. Und 0,0 sexy. Macht mal voran.“

„Hm – ich würde sagen, das liegt hauptsächlich am Berliner Stadtbild.“

„Die Linken mit 19%? Tja, ihr Berliner das habt ihr euch verdient und ich gönne euch das auch. Berlin wird demnächst dann zum Failstate! Aber freut euch doch, ihr geht zumindest unter mit vielen neu gepflanzten Bäumen und könnt dann im Schrebergarten euch selbst versorgen mit dem Lastenfahrrad und angeblich gesunden Tofu aus Südamerika. Die Ökobilanz gleicht ihr ja dann mit den vielen neuen Grün aus!“

(SB)

image_printGerne ausdrucken

Themen