Darf sich seine exzellente Startposition für 2026 nicht nur unsinnige Querelen innerhalb seines Landesverbandes gefährden lassen: Sachsen-Anhalts AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund (ScreenshotFacebook)
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Ist AfD-Siegmund in eine billige Falle gelaufen?

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Die mutmaßlich vom Dritten Reich besessenen linken Journalisten können es einfach nicht lassen. Immer dann, wenn ihnen ein AfD-Politiker vor das Mikro läuft, muss rumgehitlert werden.

Das ist zwar logisch, weil den Gegnern der AfD nun mal nichts anderes mehr einfällt, um den Sieg-eszug der Partei noch aufzuhalten.

Es wird aber auch immer lächerlicher.

Jan A. Karon klärt auf:

Guten Morgen vom »Frühstücksfernsehen« sehr geehrter Herr @GordonRepinski, guten Morgen @politico.

Ich will es kurz machen: Sie haben sich mit Ihrer gestrigen Berichterstattung über AfD-Politiker Ulrich Siegmund blamiert. In ihrem ach-so-kritischen Interview sagt Siegmund nämlich, die Jahre 1933 bis 1945 seien »ein Tiefpunkt unserer Geschichte«, der auch »so historisch gelehrt werden muss«. Als Sie dann unterbrechen und fragen, ob dies das schlimmste Menschheitsverbrechen sei, erwidert Siegmund: »Das maße ich mir nicht an zu bewerten, weil ich die gesamte Menschheit nicht aufarbeiten kann und man aus allen Verbrechen dieser Menschheit lernen muss, genauso aus diesem, wie aus vielen anderen auch.« Dies ist eine diskutable, aber völlig legitime Aussage angesichts von Todeszahlen von Stalin, Mao, Kommunismus-Geschichte, Dschingis Khan und etlichen anderen historischen Schreckenskapiteln.

Aber auch hier sagt Siegmund, dass man aus dem NS-Regime lernen müsse. Im Anschluss daran zieht Siegmund eine Parallele zur aktuellen politischen Lage, wonach Verbotsgelüste der umfragestärksten Partei ein totalitärer Moment seien, was lustigerweise im Gespräch von Ihnen gänzlich ignoriert wird – und auch im Artikel keine Erwähnung findet. Die entscheidenden Sätze zum Holocaust werden in Ihrem Artikel aber einfach unterschlagen und BEWUSST nicht zitiert, was nicht nur Clickbait ist, weil es einen Spitzenkandidaten auf Landesebene wie einen Holocaustleugner klingen lässt, sondern auch verleumdend, weil relevante entlastende Passagen ganz bewusst außen vor gelassen werden. Am Ende bleibt ein Interviewsegment, in dem Sie acht Minuten lang mit Suggestivfragen framen möchten, auf Grundlage von »Alles für Deutschland«-Zitaten und Begriffen wie »ethnischer Säuberung« etwas konstruieren wollen, was schlicht nicht wahr ist, – und schlussendlich Ihren Gesprächspartner in einem Artikel ganz bewusst missverständlich zitieren. Geht gar nicht, sorry.“

„Nicole Hoechst bringt es wieder einmal auf den Punkt und entlarvt die linken Journalisten als berechenbare Papageien:

Ulrich Siegmund wird gerade öffentlich zerrissen – und das nicht wegen irgendeiner faktisch falschen Aussage, sondern weil er sich weigert, ein politisch vorgeschriebenes Ritual mitzusprechen. Die verkürzte Empörungsfassung lautet: „Ob der Holocaust das schlimmste Menschheitsverbrechen war, das mag ich mir nicht anmaßen zu bewerten.“

Die vollständigen Zitate Siegmunds aus dem Gespräch zum Thema 1933-194 lauteten: 

„Das ist, denke ich mal, bekannt, dass das über die ganze AfD hinweg gleichsam als Tiefpunkt unserer Geschichte natürlich betrachtet werden muss, der auch in dem historischen Kontext so gelehrt werden muss.”

Und dann auf die Frage, ob der Holocaust das schlimmste Menschheitsverbrechen war: Das maße ich mir nicht an zu bewerten, weil ich die gesamte Menschheit nicht aufarbeiten kann und aus allen Verbrechen dieser Menschheit natürlich lernen muss, genauso wie aus dieser, wie aus vielen anderen auch. Und gerade in aktueller politischer Lage wäre es gut, wenn wir daraus lernen würden, und das auch mal umsetzen und nicht immer nur erzählen würden.”

Zuvor war ein Falschzitat kursiert, demnach Siegmunds Antwort diese gewesen sei: „Ob der Holocaust das schlimmste Menschheitsverbrechen war, das mag ich mir nicht anmaßen zu bewerten. Es gab so viele grauenhafte Verbrechen in der Geschichte – denken Sie an den Stalinismus, den Maoismus oder den Völkermord an den Armeniern. Ich verurteile den Holocaust uneingeschränkt, aber eine Rangliste unter Gräueln zu erstellen, steht mir nicht zu.“

Diese Aussage stammt jedoch nicht von Siegmund – doch auch seine tatsächliche Äußerung stellt natürlich überhaupt keine Relativierung dar. „Höchst schreibt: Wer Fakten nennt, relativiert nicht – er beschreibt Realität. Die Wahrheit ist: Siegmund wird nicht angegriffen, weil er falsch liegt. Er wird angegriffen, weil er nicht über das hingehaltene Stöckchen springt. Weil er nicht die erwartete Formel aufsagt. Weil er sich der politischen Ritualsprache verweigert.“ UND WEIL ER GUTE CHANCEN HAT, NÄCHSTES JAHR IN SACHSEN-ANHALT MINISTERPRÄSIDENT ZU WERDEN. Und genau das ist der wahre Skandal: In Deutschland genügt inzwischen schon die Weigerung, eine vorgeschriebene Floskel zu sprechen, um öffentlich an den Pranger gestellt zu werden.

Julian Reichelt geht etwas weiter:

„Das Adjektiv „schlimm“ ist etwas unzureichend, um Völkermorde zu kategorisieren und zu ranken, was ohnehin eine seltsame Leidenschaft ist. Insofern war die Frage des Journalisten so dumm wie die Antwort des Politikers unterkomplex war.

Darüber hinaus wäre es sinnvoll, alle Kraft darauf zu verwenden, nicht immer nur die ermordeten Juden der Vergangenheit zu schützen und zu retten (weil das leider aussichtslos ist), sondern die lebenden Juden der Gegenwart. Vor dieser Aufgabe versagen seit Jahren und besonders seit dem 7. Oktober alle regierenden Parteien monumental. Sie lassen den Islamismus marschieren, finanzieren ihn von Göttingen bis Gaza, von Regensburg bis Ramallah, von Köln bis Kabul mit Milliarden an deutschem Steuergeld und haben betrieben und zugelassen, dass „Nie wieder!“ von den Linken zu einer Parole für unkontrollierte, illegale, islamistische, antisemitische Massenmigration werden konnte.

Merz hat vor dem islamistischen Mob auf der Straße gekuscht und Israel die Waffenhilfe versagt, CDU-Politiker sind mit der Antifa „gegen rechts“ und für die islamistische Masseneinwanderung marschiert, unsere Grenzen sind weiterhin weit geöffnet, Ministerpräsidenten wie Hendrik Wüst („Nazi-Partei!“) und Kai Wegner („Kein Platz für Antisemitismus!‘) reißen das Maul auf, während sie tatenlos dabei zusehen, wie ihre Städte für Juden unbewohnbar werden.

Wie lange wollen wir uns noch in Selbstgefälligkeit suhlen, weil wir besonders entschlossene Worte für die Vergangenheit finden, wie lange wollen wir noch realpolitisch gänzlich nutzlose Bekenntnisse verlangen, während die deutschen Städte sich zunehmend in die unwirtliche, antisemitische Hölle des Islamismus verwandeln? Für die Gefahr, in der sich Juden in Deutschland heute befinden, ist die CDU verantwortlich.“

Rüdiger Lucassen mit abschließenden Worten:

Die Frage an Siegmund zum Holocaust ist keine Frage im eigentlichen Sinn. Es ist die Aufforderung zum Bekenntnis im Sinne der „reinen Lehre“ des aktuellen Zeitgeists. „Sag‘ uns die richtigen Worte, weiche nicht ab. Wenn Du es tust, richten wir über Dich und verzerren Deine ungenügende Antwort zum Frevel.“ Es ist keine Frage, es ist der Versuch der Machtausübung. Und das kommt ans Ende. Unser zukünftiger Ministerpräsident Siegmund hat genau richtig reagiert.

Mag sein, dass die Linken mit dieser peinlichen Nummer kurzfristig ein paar Punkte machen, aber bis zur nächsten Landtagswahlen vergeht noch einige Zeit.

Zeit für Siegmund, sich auf solche Fangfragen noch mal vorzubereiten (in dem Wissen, dass nur „passende“ Passagen veröffentlicht oder entsprechend zusammengeschnitten werden (noch haben wir ja keinen Trump)

Aber auch der Gegner wird sich noch die eine oder andere Schweinerei einfallen lassen. Also: Vorsicht Falle!

 

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