Angesichts der Friedensbemühungen für die Ukraine hat Italiens stellvertretender Ministerpräsident Matteo Salvini Deutschland und Frankreich Kriegstreiberei unterstellt. „Man hat den Eindruck, dass einige in Paris und Berlin interne Probleme haben und den Krieg fortsetzen wollen“.
Der Plan von US-Präsident Donald Trump sei „bemerkenswert und ehrgeizig, auch wenn manche ihn verspotten“, so Matteo Salvini, Italiens stellvertretender Ministerpräsident Italilens. „Ich hoffe, dass sich niemand dazwischenstellt.“ Die EU habe dies mit ihrem „Gegenplan“ aber bereits getan, so Salvini weiter. Deutschland und Frankreich unterstellt der Lega-Politiker indes Kriegstreiberei: „Man hat den Eindruck, dass einige in Paris und Berlin interne Probleme haben und den Krieg fortsetzen wollen“, erklärte der rechtskonservative Politiker im Interview mit der Zeitung La Repubblica. Als mögliches Motiv fügte er hinzu: „Vielleicht, um Waffen zu verkaufen.“
Ähnliche Vorwürfe hatte er bereits im vergangenen Jahr geäußert. Im Mai sagte er: „Italien lehnt den Krieg ab, das sagt unsere Verfassung. Das sollen Macron und Scholz, Frankreich und Deutschland gut im Gedächtnis behalten, die auch in diesen Stunden, wie allzu oft geschieht, vorgeben, im Namen aller Europäer zu entscheiden, was in Bezug auf den Krieg zu tun und nicht zu tun ist“. Er bezeichnete die Positionen von Macron und dem deutschen Kanzler Scholz als „Wahnsinn“ und warnte, dass deren Politik „die Türen zur Tragödie eines Weltkriegs öffnet“ .
In Richtung Paris erklärte Salvini: „Ich will nicht, dass Italiens Söhne zum Sterben und Kämpfen in die Ukraine geschickt werden. Ich will nicht, dass italienische Waffen in Russland bombardieren und töten. Italien befindet sich mit niemandem im Krieg. Macron, wollen Sie einen Krieg beginnen?“
Nachdem sich Macron Anfang des Jahres für die Entsendung von Truppen in die Ukraine zum Kampf gegen Russland ausgesprochen hatte, erklärte Salvini öffentlich: „Setz dir einen Helm auf, zieh eine Weste an, schnapp dir ein Gewehr und geh in die Ukraine.“ Nachdem die französischen Regierung dies als „inakzeptable Äußerungen“ brandmarkte und die italienische Botschafterin einberufen wurde, hält dies Salvini auch jetzt nicht davon ab, wie bereits in der Vergangenheit geschehen, Macron einen „Heuchler“ und „Kriegshetzer“ zu nennen.
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