Strongman Games 2025: „Transfrau“ Jammie Booker besiegt zunächst Andrea Thompson und wird als „Stärkste Frau der Welt“ gefeiert – nur um Stunden später den Titel wieder zu verlieren. Grund: Booker ist ein Mann und durfte nie in der Frauenkategorie starten.
Kinga Czechowska aus Polen wird bei den Strongman Games zur „Stärksten Frau der Welt“ gekürt. Sie siegt mit 25 Punkten Vorsprung vor der Amerikanerin Gabby Wardlaw, hebt 150 Kilogramm im Frame-Deadlift, zieht einen Fünf-Tonnen-Truck in 28,4 Sekunden und bewältigt die 100-Kilogramm-Atlas-Steine schneller als jede frühere Titelträgerin. Ein überlegener Auftritt – doch schon während der Live-Übertragung melden sich Tausende Zuschauer: Der ausgeprägte Adamsapfel, die tiefe Stimme und die extrem breiten Schultern passen nicht zu einer biologischen Frau.
Kinga Czechowska hieß bis 2023 Avril Czechowski, war als Mann im polnischen Amateur-Kraftsport aktiv und ließ anschließend amtlich Namen und Geschlecht ändern. Für die Teilnahme an den Strongman Games reichte der neue Pass-Eintrag „weiblich“. Weder ein Nachweis der weiblichen Pubertät noch ein Chromosomentest oder ein langfristiger Testosteron-Verlauf wurden verlangt. Die Veranstalter setzten ausschließlich auf Selbstidentifikation.
Genau das ist das Problem. Männer, die die männliche Pubertät durchlaufen haben, besitzen ein größeres Herz- und Lungenvolumen, breitere Schultern, längere Hebel, eine höhere Dichte schneller Muskelfasern und etwa 30 bis 50 Prozent mehr Oberkörperkraft als Frauen. Studien zeigen, dass selbst jahrelange Hormonunterdrückung diese Vorteile nur um fünf bis zwölf Prozent reduziert – der Rest bleibt ein Leben lang erhalten. In reinen Kraftsportdisziplinen bedeutet das einen bleibenden Vorsprung von zwanzig bis vierzig Prozent, oft mehr.
Weltverbände wie World Athletics und World Aquatics haben diese Erkenntnisse bereits umgesetzt und lassen seit 2023 beziehungsweise 2024 nur noch Athletinnen zu, die von Geburt an weiblich sind und die komplette weibliche Pubertät durchlaufen haben. Viele nationale Powerlifting- und Kampfsportverbände verlangen inzwischen Chromosomentests oder zumindest den Nachweis, dass keine männliche Pubertät stattfand. Die Strongman Games gehörten bislang nicht dazu – mit dem bekannten Ergebnis.
Gabby Wardlaw brachte es nach dem Wettkampf auf den Punkt: „Ich habe nicht gegen eine Frau verloren.“ Mehrere große Sponsoren zogen sich zurück, die Organisatoren kündigten für 2026 endlich Vorab-Tests an. Doch solange keine klare Grenze an der biologischen Pubertät gezogen wird, bleibt die Tür für ähnliche Fälle offen. Der Frauensport wird dann nicht inklusiver, sondern schrittweise abgeschafft – und jahrelanges Training echter Athletinnen verliert seinen Sinn.
Die offiziellen Strongman Games haben nun bekannt gegeben, dass sie die rechtmäßige Weltmeisterin Andrea Thompson ehren und die von einem männlichen Teilnehmer bei den Strongman-Weltmeisterschaften der Frauen gestohlenen Plätze an die weiblichen Teilnehmerinnen zurückgeben werden.
(SB)






















