Paul Ronzheimer ist ein fraglos begabter Kriegsreporter und scheut keine Konflikte oder Gefahrenlagen. Das zeichnet ihn aus. Dass er im links-grün medialen Establishment so wohlgelitten ist und kürzlich sogar einen “Bambi” einheimsen dürfte, ist jedoch vor allem dem Umstand geschuldet, dass er sich immer schön bedeckt, immer schön politisch korrekt hält, nie aneckt und brav die Distanz zu AfD, “Schwurbler-Medien” und bösen Rechtspopulisten akribisch wahrt. Insofern war es für ihn fast schon eine heiklere Mission als Frontberichterstattungen aus dem Donbas oder aus Gaza, dass er für seine jüngste Reportage „Ronzheimer – Wie geht’s, Deutschland?“ für Sat.1 am Samstag in Gießen mit einem Kamerateam unterwegs war – um dort vor und auch in der Messehalle vom Gründungsparteitag der AfD-Jugendorganisation ”Generation Deutschland“ und auch von den ach so friedlichen, vorgeblich “zivilgesellschaftlichen” Protesten gegen selbige zu berichten.
Seine insofern anzunehmende wohlwollende Voreingenommenheit zugunsten der dort zehntausendfacher “antifaschistischen” Briganten und seine Tätigkeit für einen politisch unverdächtigen, auch bei Linken akzeptierten Privatsender konnte “Ronzi” jedoch nicht vor Anfeindungen jener bewahren, mit denen er ansonsten so ostentativ seine Ablehnung der AfD teilt: Für die ist er nämlich ebenfalls ein Rechtsextremer, wie er erfahren musste. Dies vermutlich, weil Ronzeimer im Hauptberuf stellvertretender Chefreporter bei “Bild” ist und von dümmlicher Antifanten wohl reflexartig der Achse Reichelt-Schuler zugerechnet wird, die beide inzwischen beim unter Linken verhassten Portal „Nius” wirken.
Ronzis Gejammer in Gendersprache
Bestürzt berichtete Ronzeimer auf Twitter anschließend von seinen Erlebnissen in Gießen (bezeichnenderweise in gendergerechter Sprache, was zeigt, dass er auch weiterhin ja nicht “missverstanden” werden will): “Bei einer Demonstration an der Adenauerbrücke führten wir gegen 11.30 Uhr zunächst Interviews mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Proteste. Nach kurzer Zeit wurden wir jedoch von immer mehr Menschen erkannt und angefeindet. Über Lautsprecher wurde schließlich von einer Bühne aus verkündet, dass Paul Ronzheimer vor Ort sei und Interviews führe. Die Demonstrierenden wurden daraufhin von einem Sprecher aufgefordert, „Lärm“ gegen uns zu machen. In der Folge sammelten sich immer mehr Menschen um unser Team und mich; zeitweise bildeten sie einen regelrechten Kessel.”
Interessant, dass Ronzeimer diese – für AfD-Politiker und kritische Medienvertreter leider nicht ungewohnten – Erfahrungen nun ebenfalls machen musste, obwohl er sich doch selbst dem Lager der “Guten” zurechnet. Die Krawallmacher skandierten „Hau ab!“, „Nazis raus!“ und „Es gibt kein Recht auf Nazi-Propaganda“ in seine Richtung, wie er fassungslos registrierte. Schlimmer noch: “Nachdem wir das Zentrum der Proteste an der Adenauerbrücke verlassen hatten, folgten uns mehrere hundert Demonstrierende weiterhin die Straße entlang, skandierten Parolen und wurden zunehmend aggressiver.
Erst aus Schaden klug – oder doch nicht?
“Ronzi” weiter: “Mehrere Polizistinnen und Polizisten mussten unser Team schützen und forderten uns aufgrund der eskalierenden Sicherheitslage auf, die Dreharbeiten abzubrechen. Andernfalls würden sie uns einen Platzverweis erteilen müssen. Die Beamten brachten uns schließlich auf ein abgeschlossenes Gelände der Stadtwerke Gießen, damit uns die Demonstrierenden nicht weiter verfolgen konnten. Dort mussten wir mehr als eine Stunde bleiben, bevor wir unsere Dreharbeiten in der Stadt und in der Messehalle fortsetzen konnten.”
Anscheinend müssen die Haltungshelden dieser Republik immer erst am eigenen Leib erfahren, was es heißt, grundlos attackiert und angefeindet zu werden für die auch nur vermeintlich falsche Meinung oder Lagerherkunft – bis sie sich dann auf einmal genau so anhören wie die, die sie sonst selbst das ganze Jahr naserümpfend in die rechte Schmuddelecke stellen: “Das, was mein Team und ich in Gießen bei den Protesten gegen die AfD-Jugendorganisation erlebt haben, war eine massive Einschränkung der Pressefreiheit – und völlig inakzeptabel. Die Beleidigungen und Aggressionen haben uns zutiefst erschüttert.” Hätte sich Ronzeimer schon einmal früher mit Erlebnisberichten jener Journalisten und Meinungsführer beschäftigt, die solche Erfahrungen seit langem machen müssen, hätte er seinen Auftritt beim “Bambi” nutzen können, um auf solche Missstände und die reale Bedrohung der Pressefreiheit aufmerksam machen zu können. Die Sympathien derer nämlich, die ihn feiern und mit Preisen behängen, gelten genau dem linksfaschistischen Milieu, dessen wahre Fratze er nun selbst einmal in Gießen kennenlernen durfte. (TPL)






















