Nein, sowas aber auch! Putins Spionagesatelliten überfliegen auch Deutschland – Russen-Psychose bei Grünen und WDR
Nein, sowas aber auch: Das Investigativressort des WDR hat die Öffentlichkeit über ein vermeintlich spektakuläres Ergebnis seiner Recherchen informiert – nämlich, dass russische Spionagesatelliten „jeden Tag“ mehrmals das Gebiet der Bundesrepublik überfliegen würden. Dies gehe aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion hervor, die WDR, NDR und „Süddeutscher Zeitung“ vorliege. Laut Regierung komme es „täglich zu einer zweistelligen Anzahl von Überflügen“. Da es seit 2020 mehr russische Aufklärungssatelliten gebe, habe sich „auch die Anzahl der Überflüge über Deutschland entsprechend erhöht“. In den vergangenen fünf Jahren habe es zudem „mehrere Fälle von Störungen europäischer und deutscher Satelliten“ gegeben. Sämtliche Mainstream-Medien vermelden dies, als handele es sich um eine sensationelle Erkenntnis. „Putin beobachtet Deutschland aus dem All“, phantasierte etwa die „Frankfurter Rundschau“ – und man fragt sich, ob die Russen-Psychose noch verrückter werden kann. Denn Wladimir Putin dürfte jedoch auch ohne Satelliten bestens darüber informiert sein, was in Deutschland vorgeht – obwohl man mittlerweile wahrscheinlich sogar aus dem Weltall sehen kann, welche Zustände hierzulande herrschen.
Ein größeres Bullshit-Bingo als die permanente Hysterie mitsamt Umdeutung banaler Phänomene lässt sich nicht mehr denken. Es gibt weltweit im Orbit bis zu 500, womöglich sogar mehr militärische Spionagesatelliten, bei insgesamt rund 12.000 funktionsfähigen Satelliten insgesamt; da bei der Überzahl der zivil genutzten technischen Trabanten die Nutzung nicht immer bekannt ist, könnte die reale Zahl viel höher liegen. Da die meisten Satelliten nicht Geo stationär sind, sondern im niederen Orbit kreisen, umlaufen sie die Erde bis zu 18 mal am Tag, im Durchschnitt etwa 12-15 mal. Das bedeutet insgesamt 150.000 Überflüge von Satelliten an jedem Tag, entsprechend hoch ist der auf Deutschland rechnerisch entfallende Anteil. Es ist also das Trivialste der Welt, dass auch russische Satelliten Deutschland überfliegen, ebenso wie NATO-Satelliten (in weit größerer Zahl) Russland. Und daraus wird nun propagandistisch eine Bedrohung gezimmert: Die Grünen lassen sich von der Regierung bestätigen, dass russische Satelliten auch bundesdeutsches Gebiet überfliegen, und das auch noch täglich – als ob amerikanische, chinesische und andere Satelliten nicht dasselbe tun würden. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass ein Land noch über die technischen Kapazitäten verfügt, um solche Satelliten herzustellen, sie ins All zu schießen und noch genug Selbsterhaltungstrieb besitzt, um sich Informationen über andere, potentiell feindliche Länder zu verschaffen. In allen drei Bereichen kann Deutschland nicht mehr mithalten, weshalb man sich verständlicherweise wundert, dass es so etwas gibt.
Fortsetzung der Drohnen-Panikmache im All
Das Ganze riecht wieder einmal nach einer konzertierten Aktion, um die Russenangst zu schüren, und mutet an wie eine Fortsetzung der Drohnenpanik in Deutschland, die in den letzten Monaten ohne geringste Beweise einer russischen Beteiligung verbreitet wurde, aber nunmehr in Weltraumdimensionen. Selbst auf ganz Europa bezogen war die Drohnennummer ein riesiger Schwindel: Eine Überprüfung der 61 angeblichen Sichtungen ergab nur drei Fälle, in denen es sich tatsächlich um russische Drohnen handelte – nämlich in Polen, Rumänien und Moldawien, alles Länder, die an die Ukraine grenzen. Ansonsten erwies sich etwa eine vermeintliche Riesendrohne über dem Brüsseler Flughafen als Polizeihubschrauber. Auch andere Sichtungen in Belgien konnten auf Hubschrauber oder sich nähernde Frachtflugzeuge zurückgeführt werden. In Dänemark zeigte eine Rekonstruktion durch einen Fernsehsender, dass viele der angeblichen Drohnensichtungen rund um den Flughafen Kopenhagen tatsächlich regulärer Flugverkehr waren. In Norwegen und Schweden konnten Polizei und Luftfahrtbehörden ebenfalls keine Drohnen bestätigen, obwohl man sogar die Flughäfen von Oslo und Göteborg vorübergehend geschlossen hatte. Anderswo waren private Hobbydrohnen die „Übeltäter“: Trotzdem wurde in Deutschland, Belgien oder Dänemark sofort das Märchen von einer massiven russischen Drohnenoffensive gestreut. Nichts davon hat sich als wahr erwiesen. Offiziell korrigiert wurden diese haltlosen Behauptungen natürlich nicht.
Nun also die Satellitenpanik. Die Russen-Hetze wird ständig neu angefacht, um das Feindbild zu erhalten, dass die europäischen Eliten brauchen, um von ihrem eigenen Totalversagen abzulenken. Deshalb wollen sie auch den Ukraine-Krieg um jeden Preis verlängern. Alles Gerede um Satelliten und Drohnen dient einzig und allein diesem Zweck – und die Mainstream-Journaille spielt dieses verlogene Spiel abermals bereitwillig mit, anstatt ihrer Pflicht nachzukommen, die Öffentlichkeit über diese Lügen aufzuklären. (TPL)