Hat Merz etwa Angst vor Nius?
Man fragt sich ja immer, wie so ein Bundeskanzler solche merkwürdigen Entscheidungen treffen kann, ohne rot zu werden. Entscheidungen, die den arbeitenden Bürgern immer weiter belasten. Außerdem ist es für viele unverständlich, warum ein Bundeskanzler so gerne durch die Weltgeschichte fliegt, während das Land für das er eigentlich. zuständig ist, unter seiner Fuchtel in Schutt und Asche gelegt wird.
Einige behaupten, so etwas macht man nur, wenn man von Bösartigkeit gepeinigt ist, andere wiederum behaupten, dass der Bundeskanzler gar nicht anders kann, weil er überhaupt nicht weiß, was in „seinem“ Land eigentlich abgeht.
An der zweiten These könnte etwas dran sein. Ein Bundeskanzler ist so abgeschirmt, dass die Realität keine Chance hat, ihn zu erreichen. Schlechte Nachrichten dringen nicht zu ihm vor, dafür sorgt seine Mannschaft, die ihn von morgens bis abends einmauert. Den Rest erledigen die Berater und die Untergebenen, die ihm – sicherlich auch zum Selbstzweck – von allem Übeln, die die Untertanen plagen – vom Halse schaffen und ihm ein schönes Leben oben im Himmel der Macht bereiten wollen.
So ist es auch nicht wunderlich, dass er sich nur mit ihm zugeneigten Journalisten umgibt, die ihm jedes nette Wort vom Mund ablesen können, seine Botschaften unreflektiert und selbstverständlich völlig unkritisch unter das Volk jubeln – und höchstens mal im Schongang ein paar pseudokritische Fragen stellen, wenn er sich im ÖRR mal wieder als Heilsbringer präsentieren darf.
Dieses Verhalten kann man bei jedem Oberhaupt beobachten, nicht nur bei Friedrich Merz, aber bei ihm ist das ganz besonders deutlich. Eines der wenigen kritischen Medien in Deutschland, nius.de, hat dieses kanzlerische Verhalten zu spüren bekommen:
„Bis heute konnte die Behörde „aus Platzgründen“ dem Wunsch unserer Redaktion, den Bundeskanzler bei Terminen zu begleiten, nicht nachkommen.“
„Volkes Zorn“ bricht sich bei so einem arroganten Verhalten natürlich die Bahn:
Dieses Verhalten ist wohl eher erbärmlich und nichts anderes als Angst vor dem Volk. Man will nur wohlgesonnene Presse – am besten nur den Staatsfunk – um sich haben – wie damals in der DDR.
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Fliegt bitte nicht im Kanzler-Flieger mit. So haltet ihr den notwendigen Abstand zur Regierung. Mitgenommen werden nämlich nur Hofberichterstatter.
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Tja, “unsere Demokratie” lässt nur staatlich zertifizierte Stiefellecker als Pressebegleiter zu.
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Es ist nur Platz für Hofberichtserstatter und nicht für Journalisten die zeigen wie es wirklich läuft. Wahrheit und Realität, sind nichts, womit die Regierenden umgehen können, und mit Kritik schon mal gar nicht. Merz u Konsorten stehen über den Dingen, da stört ihr nur.
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Man sollte es dabei belassen. Denn nicht umsonst heißt es ja: An ihren Taten solltet ihr sie erkennen – und nicht an ihren Worten.
Und die „Taten“, die Friedrich Merz jeden Tat verbricht, zeigt uns der Alltag in diesem Land.