Das berüchtigte Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) hat wieder mal eine deftige Klatsche kassiert und weiteren Rückschlag für sein vermeintliches Renommee einstecken müssen: Das bedeutende Magazin „Nature“ zog nun die PIK-Studie „The economic commitment of climate change“ zurück, weil diese dermaßen grotesk war, dass ungewöhnlich viele Wissenschaftler dagegen aufbegehrten. Darin wimmelte es vom üblichen apokalyptischen Geschwätz: Um nicht weniger als 38 Billionen (!) Dollar würden die Folgen des Klimawandels die globale Wirtschaftsleistung bis zum Jahr 2049 mindern, wenn man auch nur von einem mittelschlimmen Verlauf der Erderwärmung ausgehe, wurde in dem bereits im April 2024 erschienen Machwerk behauptet. Das sei sechsmal mehr, als die Maßnahmen kosten würden, mit denen sich die Erderwärmung auf plus zwei Grad Celsius begrenzen ließe.
„Selbst wenn der CO2-Ausstoß ab heute drastisch gesenkt werden sollte, ist die Weltwirtschaft aufgrund des Klimawandels bereits zu einem Einkommensverlust von 19 Prozent bis 2050 verurteilt“, hieß es weiter. Die Mainstream-Journaille hatte diesen blühenden Unsinn natürlich begierig aufgegriffen, die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), die Weltbank, die US-Regierung von Joe Biden, das Network for Greening the Financial System (NGFS, ein Zusammenschluss von Zentralbanken und Regierungsbehörden für den Klimaschutz, deren Szenarien von Regierungen, Unternehmen und der Europäischen Zentralbank verwendet werden) übernahmen die Ergebnisse der Studie für ihre Berechnungen künftiger Kosten des Klimawandels ungeprüft.
Papier hätte nie veröffentlicht werden dürfen
Dabei hätte das Papier gar nicht veröffentlicht werden dürfen, da es bereits im Vorfeld massive Kritik von Fachleuten gab. „Ich habe große Bedenken hinsichtlich der Unsicherheit und Gültigkeit des empirischen Modells, das sie erstellt und für die Prognosen verwendet haben. Es könnte für diese Studie hilfreich sein, nicht den oft übertriebenen Darstellungen in der Literatur zu folgen“, schrieb ein Wissenschaftler. Ein anderer kritisierte: „Leider muss ich Sie darauf aufmerksam machen, dass die statistische Methodik, auf die sich die Forschungsarbeit mit dem Titel stützt, keinerlei wissenschaftliche Grundlage hat“. Trotz dieser vernichtenden publizistischen Peer-Review übernahm „Nature“ den Text ohne jeden kritischen Hinweis. Selbst die Kritik, die nach der Veröffentlichung geäußert wurde, unterschlug man einfach.
Erst Anfang November 2024, also siebe Monate nach der Veröffentlichung, wurde zaghaft auf den anhaltenden Widerspruch hingewiesen; im August 2025 erschien dann unter der Onlineversion des Aufsatzes der Hinweis eines Teams um den Umweltökonomen Tom Bearpark, dass fehlerhafte Daten aus der Wirtschaftsstatistik von Usbekistan die Ergebnisse “nennenswert verzerren” würden und das Rechenmodell der Potsdamer Autoren anfällig für Fehlschlüsse sei. Kurz darauf wies der Münchner Klimaforscher Christof Schötz unter anderem darauf hin, die Autoren hätten Unsicherheiten unterschätzt.
Viel zu spät die Reißleine gezogen
Nun, nach anderthalb Jahren, wurde endlich die Reißleine gezogen: Am gestrigen Mittwoch zog das PIK die Studie endlich komplett zurück, sie ist seitdem nicht mehr abrufbar. Zwischenzeitlich hatten sich die pseudowissenschaftlichen Potsdamer Klimavoodoo-Jünger um Schadensbegrenzung bemüht – und zwar auf die bei der Klimalobby übliche Weise, nämlich, indem man die absurden Zahlen und Prognosen, mit denen man ständig um sich wirft, geringfügig abmilderte, ohne am grundsätzlichen Alarmismus etwas zurückzunehmen. So sollte die globale Wirtschaftsleistung infolge des Klimawandels nun nicht mehr um 19, sondern nur noch um 17 Prozent zurückgehen, und die jährlichen globalen Klimaschäden bis 2050 sollen plötzlich nicht mehr sechs-, sondern nur noch fünfmal so groß wie die Vermeidungskosten zur Begrenzung der globalen Erwärmung auf zwei Grad sein. Hier fügten die PIK-„Experten“ aber den Hinweis hinzu, dass dies “noch nicht überprüft” worden sei. Das eine ist natürlich so lächerlich wie das andere und beruht auf nichts als arbiträren Annahmen und Computersimulationen, die grundsätzlich genau das ausspucken, was man bestätigt haben möchte.
Das vom Bund und dem Land Brandenburg finanzierte Institut, das ausschließlich vom Klima-Alarmismus lebt und in der Vergangenheit wiederholt durch Fehleinschätzungen und -prognosen auffiel, ist nun einmal mehr – und diesmal besonders eindrucksvoll – als hochgradig unseriöse Propagandaschleuder entlarvt worden. Aber auch das Magazin „Nature“ hat leider viel von seinem guten Ruf eingebüßt, weil es diesen haarsträubenden Unsinn so lange stehen ließ. (TPL)
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Dieser Beitrag erschien zuvor bei Ansage.org























