Mit diesem Hintergrund hätte das Porträt Wadepuls wenigstens noch einen realen Bezug zu seiner Politik (Foto: Collage)
[html5_ad]

Je peinlicher, desto geltungssüchtiger: Wadephul lässt in allen deutschen Auslandsvertretungen sein Konterfei aufhängen

f8c0e2202a0a495795e609b600eff00e

Johann Wadephul hat es zwar nach wenigen Monaten Amtszeit als Außenminister geschafft, sich als weiterer peinlicher Totalausfall auf dieser Position zu erweisen und wird sogar in der eigenen Partei nur noch widerwillig geduldet, weil seine Entlassung die Regierung noch weiter beschädigen würde, seiner persönlichen Eitelkeit tut dies jedoch keinen Abbruch. Das Auswärtige Amt wies sämtliche Auslandvertretungen allen Ernstes an, überall ein Porträt des Ministers anzubringen – und zwar direkt neben dem Foto von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Das Schreiben enthielt auch genaue Instruktionen, in welchem Format das beigefügte Bild ausgedruckt und gerahmt zu sein habe! Allein für die Kosten, die dadurch verursacht werden, müsste Wadephul zurücktreten.

Die lächerliche Begründung dafür lautet, man wolle mit dem Verteidigungsministerium gleichziehen, wo es gang und gäbe sei, dass an Bundeswehr-Standorten ein Foto des Verteidigungsministers Boris Pistorius hänge. Zudem sei es für den Minister und sein Haus wichtig, die Auslandsvertretungen enger mit dem Ministerium zu verbinden. Man wolle dem Eindruck entgegenwirken, dass sich manche Auslandsvertretungen wie ferne Satelliten gefühlt und auch so agiert hätten. Vom erlauchten Konterfei Wadephuls an der Wand verspricht man sich offenbar eine Stärkung dieser Verbindung.

Auf dem Müllhaufen der Geschichte

Das Personal in aller Welt soll wohl durch andächtiges Betrachten seines Herrn Kraft und Mut für seine schweren Aufgaben schöpfen. Nicht einmal Wadephuls unsägliche Vorgängerin Annalena Baerbock verfiel in eine solche Hybris. Dieser Vorfall zeigt, aber, worüber er und sein Ministerium sich Gedanken machen. Es ist ein weiteres Dokument der Geltungssucht von Menschen, die nicht die geringste Ahnung von ihrem Amt haben, sich und vor allem Deutschland vor aller Welt mit ihrer Unfähigkeit blamieren, aber dennoch für den Mittelpunkt der Welt halten.

Niemand nimmt Wadephul ernst, wahrscheinlich nicht einmal im Auswärtigen Amt, das ohnehin weithin von Baerbock-Vertrauten durchsetzt ist. Sollten er und seine Regierung die vollen vier Jahre durchhalten, wird sein Porträt ebenso auf dem Müllhaufen der Geschichte landen, wie die des gesamten Kabinetts, und solche Absurditäten werden künftigen Historikern allenfalls dazu dienen, die Verfallserscheinungen Deutschlands zu illustrieren. (TPL)

image_printGerne ausdrucken

Themen