Die AfD schmiedet eine echte transatlantische Achse mit Donald Trumps Republikanern. Vor wenigen Tagen reiste eine rund 20-köpfige Delegation – darunter die Bundestagsabgeordneten Gerold Otten, Jan Nolte, Hannes Gnauck, Europaabgeordnete und sechs Landtagsmitglieder aus Sachsen-Anhalt – in die USA. Die Reise wird vom Bundestag als offizielle Informationsreise bezahlt und führt nach Washington sowie New York.
In Washington tauschen sich die Abgeordneten im Transatlantischen Parlamentarischen Forum mit konservativen US-Kollegen aus. Der Höhepunkt folgt jedoch in New York: Dort wird AfD-Fraktionsvize Markus Frohnmaier am Samstag vom traditionsreichen New York Young Republican Club mit dem Allen W. Dulles Award ausgezeichnet – einer der höchsten Preise der ältesten republikanischen Jugendorganisation Amerikas, die in diesem Jahr ihr 113-jähriges Bestehen feiert. In der Laudatio heißt es, die AfD leiste „herausragenden Widerstand in einem der repressivsten politischen Systeme Europas“.
Besonders die sechs Abgeordneten aus Sachsen-Anhalt nutzen die Reise gezielt als Blaupausen-Tour. Sie wollen konkrete Modelle mitnehmen: Wie hat Ron DeSantis in Florida die Staatsfinanzierung linker NGOs gestoppt? Wie funktioniert Trumps wiederbelebtes „Schedule F“-Dekret, das zehntausende Beamte politisch entlassbar macht? Wie sichert Texas seine Grenze und beschleunigt Abschiebungen? Die Erkenntnisse sollen 2026 direkt in ein mögliches AfD-gefühtes Regierungsprogramm einfließen.
Beatrix von Storch, die seit Jahren Kontakte in die USA pflegt, formuliert die Strategie offen: „Wer uns wegen unserer Haltung zu Massenmigration, Gender-Ideologie, Klimawahn und Islam als ‚rechtsextrem‘ diffamiert, diffamiert damit automatisch auch Donald Trump. Das ist der neuen Administration vollkommen klar.“ Die AfD sieht sich als europäischer Vorposten der MAGA-Bewegung.
Konkret geplant ist ab dem ersten Quartal 2026 ein gemeinsames „Young Leaders Program“, das jährlich 15 bis 20 Nachwuchspolitiker beider Seiten zusammenbringt. Alice Weidel wird im kommenden Jahr selbst auf höchster Ebene nach Washington reisen.
Während Grüne, SPD und Teile der Union von „staatsfeindlicher Diplomatie“ und „Missbrauch von Steuergeldern“ schwadronieren, bleibt die AfD gelassen: Solange die Ampel Milliarden für ukrainische Waffen und Klimaprojekte verbrennt, sei es legitim, Steuergeld für die eigenen Interessen einzusetzen. Mit Trump im Weißen Haus bröckelt die deutsche „Brandmauer“ schneller denn je. Die neue Achse reicht von Magdeburg bis Mar-a-Lago – und sie wird noch sehr viel sichtbarer werden.
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