Nehmt das, Terroristen und Amokfahrer: Lübeck schützt Weihnachtsmarkt-Zufahrt mit Blitzer!

Man glaubt ja, im kollektiven Irrenhaus Deutschland gerade in Zeiten der militärisch gesicherten Weihnachtsmärkte mit Messerverbotszonen, Merkelpollern und MG-Patrouillen schon alles erlebt zu haben. Doch in Lübecks paart sich in den durch die importierte bunte Vielfalt notwendig gewordene Daueralarmzustand nun auch noch schildbürgerliche Borniertheit: In de dortigen sorgt ein Blitzer am Burgtor derzeit für Kontroversen. Die Stadtverwaltung hat die Zufahrt zur Altstadtinsel durch das Burgtor täglich von 10.30 bis 22 Uhr gesperrt; offiziell begründet wird dies mit „verstärkten Schutzmaßnahmen“ rund um den Weihnachtsmarkt am Koberg.

Seit vorgestern steht dort nun, wie „HL-Live“ berichtet, ein mobiler Blitzeranhänger auf der Burgtorbrücke, der alle Fahrzeuge erfasst, die das Verbot missachten. Verstöße werden mit 50 Euro Bußgeld geahndet. Das wird anschlagswillige Amokfahrer oder fuselbärtige Allahu-Akbar-Traumatisierte aber ganz bestimmt abschrecken, sollten sie vorhaben, ein Zeichen gegen das kolonialistische, rassistische und exkludierende christliche Weihnachtsfest zu setzen!

“Vermeidung gefährlicher Wendemanöver”

Die Verwirrung der Autofahrer nimmt die Stadt dabei offenbar achselzuckend in Kauf. Große Schilder weisen am Gustav-Radbruch-Platz die Zufahrt zum Koberg als frei aus, doch kleinere Verbotszeichen an der Fährstraße widersprechen dem. Taxen und das Weihnachtsmarkt-Shuttle dürfen offenbar passieren, Anwohner und Anlieger jedoch nicht – obwohl diese “per Infobrief” informiert wurden. Anwohner und Autofahrer sind fassungslos: Der Weihnachtsmarkt sei bereits durch Poller und eine Fahrzeugsperre in der Kurve der Großen Burgstraße physisch gesichert. Zudem könne die Straße weiterhin von Seitenstraßen und der Königstraße befahren werden.

In einer Stellungnahme erklärt die Stadt, dass die verstärkten Kontrollen vor allem der “Vermeidung gefährlicher Wendemanöver und Parksuchverkehrs in der Altstadt” dienten, die “in den letzten Wochen gehäuft” aufgetreten seien. Tatsächlich aber ist der Blitzer wohl eher das, was derartige Kontrollen in den meisten Fällen darstellen – kein ordnungspolitisches, sondern ein fiskalisches Instrument als zusätzliche Einnahmequelle. Immerhin: Sollte ein potenzieller Attentäter die Sperrung ignorieren, drohe ihm neben dem Anschlag nun auch ein Knöllchen. (TPL)