Felix Lobrecht (Foto:ScreenshotYoutube)
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Nanu: Comedian Lobrecht verteidigt „Stadtbild“-Aussage von Merz!

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Felix Lobrecht, der erfolgreichste Comedian Deutschlands, hat sich im Podcast „Hotel Matze“ in für jemanden in seiner öffentlichen Position ungewöhnlich kritischen Worten zur deutschen Politik geäußert. Anstatt das in seinen Kreisen übliche linke Geseiere abzusondern, bezog Lobrecht erstaunlich deutlich Stellung. Zur absurden Kritik an der „Stadtbild“-Aussage von Friedrich Merz sagte er: „Also jeder, der mit offenen Augen durchs Leben läuft, alle wissen doch, was der meint. Es gibt Gegenden in Städten, da ist es scheiße, da willst du nicht länger sein als unbedingt nötig. Und dann nicht darüber zu reden, sondern einfach nur zu gucken, wie man das auf ’ner semantischen Schlauberger-Art und Weise thematisieren kann, das ist doch Quatsch“, sagte er.

Auch zu den linken Demonstranten gegen Merz fand er klare Worte. „Guckste dir diese Demos an, da halten sie da irgendwelche Schilder hoch: Wir sind das Stadtbild. Dann sind da nur irgendwelche Almans! Entschuldigt Leute, da muss ich mich mal selber zitieren: Linke Demos sehen so aus, wie Nazis sich Deutschland wünschen. Nirgendwo sind mehr Deutsche versammelt als auf so linken Demos“.

Eingeständnis politischen Vertrauensverlustes

Lobrecht kritisierte, dass durch das ständige Hü und Hott in der Politik viel Vertrauen verlorengehe. „Die Leute müssen euch vertrauen weiterhin, ihr müsst euch dieses Vertrauen erarbeiten, und das funktioniert nicht mit so offensichtlichen Widersprüchlichkeiten, das macht mir richtig Sorgen“, appellierte er. Auch für Nicht-Wähler habe er Verständnis. Ihm selbst falle es bei jeder Wahl aufs Neue schwer, sich zu entscheiden, weil man das Gefühl habe, dass es „eh nicht um die Sache“ gehe. Zum Thema Abstiegsangst sagte Lobrecht, dies bedeute nicht, „dass man irgendwie proaktiv weniger hat, sondern, dass das, was man hat, einfach für weniger reicht, weil alles teurer wird. Miete wird teurer, Essen wird teurer, alles wird teurer. Du kommst nicht hinterher und hast quasi Angst, dass obwohl du nichts verändert hast, du noch genauso viel und hart arbeiten gehst, und alles ist wie immer, aber die Löhne steigen nicht im gleichen Maße wie die Inflation kickt, und dann steigt dir das Wasser immer höher – ich glaub’ dieses Gefühl haben Leute“.

Lobrechts erstaunlich realistische Aussagen heben sich wohltuend von dem einfältigen Geschwafel ab, den man gewöhnlich von Comedians und aus der stramm linken Blase der „Kulturschaffenden“ hört. Man kann ihm nur wünschen, dass von dieser Seite nun nicht noch der Vorwurf einer mindestens latenten Rechtslastigkeit auf ihn einprasselt und seine Programme gecancelt werden. (TPL)

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