Das grauenhafte Massaker an Juden am Bondi-Strand in Australien am Wochenende durch zwei pakistanischstämmige Muslime zeigt nicht nur einmal mehr, dass Juden nirgendwo auf der Welt sicher sind, sie sind auch das Resultat eines judenfeindlichen Klimas in Australien. Zwar besaß man dort die bewundernswerte Konsequenz, eine mit aller Härte betriebene Migrationspolitik zu betreiben, die nicht vor der internationalen Schleppermafia kapitulierte und sich von Millionen illegaler Migranten überrennen ließ wie es in Europa seit zehn Jahren der Fall ist; man schlug sich aber dennoch auf die Seite derer, die unablässig auf Israel einschlugen, weil es sich gegen den Hamas-Terror aus dem Gazastreifen zur Wehr setzt.
Auch deshalb mussten 15 Menschen sterben, die von einem Vater-Sohn-Gespann eiskalt abgeschlachtet wurden. Im August hatte die australische Regierung sich den Staaten angeschlossen, die einen Palästinenserstaat anerkannten. Premierminister Anthony Albanese erklärte damals, eine Zwei-Staaten-Lösung sei „die beste Hoffnung der Menschheit, den Kreislauf der Gewalt im Nahen Osten zu durchbrechen und den Konflikt, das Leid und den Hunger in Gaza zu beenden“. Zudem habe er von der Palästinensischen Autonomiebehörde die Zusicherung erhalten, dass „die Terroristen der Hamas in einem zukünftigen palästinensischen Staat keine Rolle spielen werden“. Australien werde mit der internationalen Gemeinschaft zusammenarbeiten, um diese „günstige Gelegenheit“ zu nutzen. „Solange die israelische und palästinensische Eigenstaatlichkeit nicht dauerhaft ist, kann Frieden nur vorübergehend sein“, schwadronierte er und sonderte damit das gleiche weltfremde Gerede ab, wie die meisten seiner europäischen Kollegen. Im Mai hatte Albanese Israel beschuldigt, den Menschen im Gazastreifen Hilfe zu verweigern und Massenverhungern und zivile Todesfälle zu verursachen. Innenpolitisch stand er unter Druck, Sanktionen gegen Israel zu verhängen.
“Du wirst sterben und in die Hölle gehen”
Wie in weiten Teilen Europas gab es auch in Australien israelfeindliche Demonstrationen und eine tiefsitzende Abneigung gegen den jüdischen Staat. Wohin das führt, zeigte sich im Februar, als ein Krankenpfleger und eine Krankenschwester -beide Muslime- aus einem Vorort von Sydney in einem TikTok-Video erklärt hatten, israelische Patienten töten zu wollen. Das Video zeigte den TikTok-Nutzer Max Veifer in einem Gespräch mit der Krankenschwester Sarah Abu Lebdeh und dem Krankenpfleger Ahmad Rashad Nadir. Als die beiden erfuhren, dass Veifer Israeli ist, sagte Nadir: „Ich bin verärgert darüber, dass Du Israeli bist. Du wirst sterben und in die Hölle gehen“. Nachdem Veifer nach dem Grund dafür fragte, entgegnete Abu Ledbeh: „Es ist Palästina und nicht Dein Land, Du Stück Scheiße!“. Auf Veifers Frage, was sie machen würden, wenn ein israelischer Patient in ihre Klinik käme, kündigte die Krankenschwester an, sie würde ihn töten. Nadir sagte: „Du hast keine Ahnung, wie viele israelische Hunde schon hergekommen sind und getötet wurden“. Albanese erklärte damals. „Ich habe dieses antisemitische Video gesehen. Es ist von Hass getrieben und widerlich. Die Kommentare sind abscheulich, das Filmmaterial ist ekelhaft und beschämend“. Dass auch er mit seiner undifferenzierten Dauerkritik an Israel zu diesem Klima beigetragen hat, will er offenbar nicht wahrhaben.
Nach dem Massaker vom Wochenende hatte die israelische Regierung Albanese Untätigkeit gegen den grassierenden Antisemitismus in Australien vorgeworfen, obwohl man ihn mehrmals gewarnt hatte. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte einen direkten Zusammenhang zwischen der Tat und der australischen Nahostpolitik hergestellt, insbesondere der Anerkennung eines Palästinenserstaates. Dies wies Albanese nun zurück. Seine Aufgabe sei es, „die jüdische Gemeinde zu unterstützen und deutlich zu machen, dass die Australier in dieser schwierigen Zeit überwältigend hinter der jüdischen Gemeinde stehen“, sagte er allen Ernstes. Solche peinlichen Phrasen waren das Einzige, was ihm nach der Ermordung von 15 Juden einfiel. Genau wie seine europäischen Gesinnungsgenossen wird er die Geister, die er rief, nicht mehr los, lehnt aber jede Mitverantwortung ab. (TPL)























