Friedrich Merz in Magdeburg „rausgepfiffen“

Den Aufritt hätte sich der Bundeskanzler wohl besser sparen sollen.

Gestern (dem ersten Jahrestag des Anschlags auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt) tauchte Friedrich Merz in Magdeburg auf, um der Opfer zu gedenken. Er nahm gemeinsam mit Ministerpräsident Rainer Haseloff an einer ökumenischen Gedenkstunde in der Johanniskirche teil und hielt dann sogar noch eine Rede:
„Wir trauern heute gemeinsam in Magdeburg. Wir denken an jeden Einzelnen und jede Einzelne: an die Opfer, Verletzten, Angehörigen, Ersthelferinnen und Ersthelfer. Wir sind an ihrer Seite, heute und in Zukunft. Stehen wir als Land zusammen.“
Er versprach anhaltende Unterstützung der Bundesregierung für die Opfer und Hinterbliebenen und betonte die Bedeutung von Zusammenhalt und dass Deutschland das Leben jedes Einzelnen höher stelle als alles andere.
Schöne Worte, leere Worte, die bei den Magdeburgern aber nicht so gut ankamen. Merz wurde sozusagen aus der Stadt gejagt, die Ossis lassen sich eben nicht so leicht einlullen und machten ihrem Ärger über die Politik, die so einen islamischen Terroranschlag erst möglich gemacht hat (war ja nicht der erste und wird nicht der letzte sein) Luft.
Sprüche wie: „Wir wollen Dich hier nicht“ „Lügenkanzler“ „Geh nach Hause“ „Hau ab“ und grellende Pfiffe hallten über den Marktplatz. Merz suchte mit den Seinen so schnell er konnte das Weite, hatte nicht mal – laut Augenzeugen – mehr die Zeit, einen Blumenstrauß oder ähnliches abzulegen.
Julian Adrat schreibt:
„Unfassbar: wie kann er es wagen? Merz, der die Massenmigration weiter forciert, taucht in Magdeburg auf – dort, wo Menschen starben, darunter Kinder und hunderte Menschen gebrochen wurden. Die Stadt hat ihn verjagt. Zu Recht.“
Dabei hat Merz etwas ganz Entscheidendes gesagt, nämlich, dass Wut und Zorn angesichts solch grausamer Verbrechen legitim seien, also den Gesetzen entspricht. Also auch die Wut und den Zorn auf diejenigen, die für solche Gräueltaten eine Mitschuld tragen.
Und genau das kann man als Freibrief interpretieren. Und genau auf diesen Satz sollte man sich berufen, wenn mal irgendein Polizist die Haustür eintritt, oder linke Anwälte einen vor Gericht zerren wollen, denn solch oder ähnliche grausame Verbrechen finden ja mittlerweile fast überall und fast jeden Tag in Deutschland statt.
„Mein Wut und Zorn ist legitim, verdammt noch mal!“