Austausch gegen tschechisches Modell: Dienstpistole der Bundeswehr (Foto:Imago)
[html5_ad]

Balla-balla? Die Bundeswehr bestellt ihre Dienstpistolen jetzt in Tschechien

36b6d3d6441143d5b421ec6d73cb01e0

Mittlerweile dürfen die maximal geschröpften und systematisch durch grünen Energie- und Klimawahn ruinierten deutschen Unternehmen nicht einmal mehr von hoheitlichen Staatsaufträgen profitieren – auch und gerade im Bereich Waffen; und das, obwohl der Rüstungsboom durch die sklavische Ukraine-Unterstützung samt propagandistischer Kriegstreiberei doch eigentlich zumindest in dieser Branche (als einziger) einen Aufschwung bedeuten sollte. Tatsächlich darf die heimische Industrie nicht mal mehr bei der Ausrüstung der eigenen Streitkräfte eine Rolle spielen. Die vorgestern von der Bundeswehr lapidar verkündete Umrüstung der Standard-Pistolen ist dafür ein erschreckendes Beispiel: Die Standardwaffe der Soldaten wird nun nicht mehr, wie seit den 90er-Jahren, vom deutschen Hersteller Heckler & Koch stammen, sondern vom tschechischen Konkurrenten Česká zbrojovka (CZ).

„Die Pistole P13 wird der Nachfolger der Pistole P8. Sie hat ergonomische Vorteile, das Griffstück der Pistole P13 kann z.B. an die Größe der Hand des Schützen angepasst werden“, hieß es weiter. Heckler & Koch konnte sich in der internationalen Ausschreibung nicht durchsetzen. CU-Geschäftsführer Jan Zajic erklärte, man fühle sich geehrt, von der deutschen Bundeswehr zum Partner gewählt worden zu sein. „Unser Erfolg bei dieser Ausschreibung zur Neubeschaffung einer Dienstpistole ist einer der Bedeutendsten in der modernen Geschichte von CZ“, sagte er. Der Auftrag bestätige den hervorragenden Ruf, den die Handwaffen von CZ durch den aktiven Einsatz unter realen Kampfbedingungen erworben hätten. Die P13 sei eine moderne Dienstpistole mit Schlagbolzenschloss, die für den professionellen Einsatz entwickelt worden und für ihre Zuverlässigkeit, Haltbarkeit und intuitive Bedienung bekannt sei.

Fadenscheinige Vorwände

Das mag zwar alles sein und ist aus Sicht des tschechischen Betriebes auch verständlich – doch es ist ein Schlag ins Gesicht des einheimischen Traditionsunternehmens Heckler & Koch, und ein fatales Signal auch im Ausland generell, wie Deutschland zu sich selbst und seinen Betrieben steht. Patriotismus ist in blanken Selbsthass umgeschlagen, nicht mal mehr bei klassisch inländischen Aufträgen im Kontext des Gewaltmonopols wird mehr vor der Globalisierung und Abwertung des Eigenen hartgemacht. Bis zu 203.000 Pistolen sollen für die Bundeswehr bereitgestellt werden. Das Gesamtvolumen des Auftrages liegt bei bis zu 56 Millionen Euro. Formal war dem Verteidigungsministerium der von Heckler & Koch aufgerufene Preis zu hoch – als ob ausgerechnet diese Behörde nicht für irrwitzige Geldverschwendung durch Bürokratismus und unklare Zuständigkeiten berüchtigt wäre.

Was auch immer ausschreibungsrechtlich einer deutschlandinternen Auftragsvergabe im Weg gestanden haben mag: Schon aus Prestige- und Symbolgründen hätte man sich für einen Hersteller aus dem eigenen Land entscheiden müssen, – sofern dessen Produkt nicht völlig inakzeptabel gewesen wäre, was bei weltweit renommierten Unternehmen wie Heckler & Koch definitiv nicht der Fall ist; im Gegenteil. So vermittelt man nun den Eindruck, dass deutsche Firmen nicht einmal mehr gut genug sind, um die Streitkräfte des eigenen Landes auszurüsten. Dies ist ein weiteres verheerender und bewusst herbeigeführter Imageschaden nach außen, der den ganzen moralischen Verfall Deutschlands ausdrückt. In Russland und anderen zum neuen Großfeind aufgeblasenen Staaten wird man dies amüsiert zur Kenntnis nehmen, in befreundeten Ländern aber wieder einmal den Kopf schütteln. (AS)

image_printGerne ausdrucken

Themen