Die ebenso richtige wie banale Feststellung der der SPD angehörenden Juristin und Schriftstellerin Juli Zeh, dass die Brandmauer auf ganzer Linie gescheitert ist und AfD-Wähler weder Demokratiefeinde noch Nazis sind, hat im linken Spektrum die erwartbare erbitterte Ablehnung ausgelöst. Der ehemalige ultralinke ZDF-Mitarbeiter Mario Sixtus, der für seine hysterischen Ausbrüche seit Jahren berüchtigt ist, hat sich in seiner Reaktion darauf jedoch noch einmal selbst überboten. „Wenn die Gestapo in Juli Zehs Dorf in Brandenburg einfällt, und nach ihr fragt, weil sie in einen Güterwagen verfrachtet werden soll, werden ihre Nachbarn, die zwar AfD wählen, aber selbst gar keine Rechtsextremisten sind, der Gestapo den Weg zu ihrem Haus weisen und einen guten Tag wünschen“, schrieb er.
Dieser selbst für Sixtus` Verhältnisse völlig irrsinnige Erguss zeigt dennoch, wie sein Milieu sich in seiner ständigen Anti-Nazi-Hysterie suhlt und allen Ernstes glaubt, die AfD sei die Wiedergängerin der NSDAP. Der Kampf gegen eine imaginäre rechte Gefahr ist der einzige Lebensinhalt- und zweck solcher Gestalten, die sich auch folgerichtig auf dem linken Biotop Bluesky tummeln, weil ihnen Twitter zu hasserfüllt ist, seit Elon Musk dort die volle Meinungsfreiheit wiederhergestellt hat und sie dort plötzlich mit Gegenpositionen konfrontiert wurden.
Heldenhaft im eingebildeten Widerstand
Zeh hatte nichts anderes getan, als in einem Interview mit der „taz“ zu erklären, dass der Versuch, die AfD kleinzuhalten, in den vergangenen zehn Jahren nichts gebracht habe und die Partei immer weiter zulege. Außerdem bewege man sich „ja selbst oft in der Grauzone des Verfassungsrechts. Zum Beispiel, wenn AfD-Mitglieder kategorisch vom Staatsdienst ausgeschlossen werden sollen“, so Zeh. In dem brandenburgischen Dorf, in dem sie lebt, wählen 54 Prozent die AfD – und zwar, weil sie „nicht das geringste Vertrauen in die herkömmlichen Parteien“ hätten, so Zeh. „Die Leute, die AfD wählen, die wollen ja zum Teil mehr Demokratie“, sagte sie weiter.
Diese simple Wahrheit ist für Sixtus und seine Genossen aber unerträglich. Sie reden sich lieber ein, im eingebildeten Widerstand heldenhafte Kämpfer gegen die Rückkehr des Nationalsozialismus zu sein. Wesentlich wahrscheinlicher als ein Besuch der imaginären Gestapo aus den kranken Hirnen von Leuten wie Sixtus ist es, dass Zeh sich wegen ihrer klaren und vernünftigen Worte den Schikanen des realen und alltäglichen linken Terrors der Antifa gegenübersehen wird. Diese -und ihre islamistischen Freunde- sind die größten Bedrohungen in diesem Land, sicher aber nicht die AfD, die nur das logische Resultat eines epochalen Elitenversagens ist. (TPL)























