Es gibt wohl nur wenige Menschen, die dieser „Bundeskrampfler“ mit seiner Neujahrsansprache noch enttäuschen konnte. Sie war der passende Abschluss eines dank seiner miserablen Politik verlorenen Jahres. In der Ansprache von Kanzler Merz werden folgende rhetorische Mittel eingesetzt: – Etikettierung: Kritiker als „Angstmacher und Schwarzmaler“ abtun, um sie zu diskreditieren (Ad-hominem-Argument). – Appell an Emotionen: Mut und Vertrauen wecken durch positive Framing der Lage. Peinlich, billig, durchschaubar. Man kann nur hoffen, dass das die letzte Neujahrsansprache von Merz war.
Entsprechend sind die Reaktionen:
Julian Reichelt schreibt:
Meine zwei Take-Aways von der Merz-Neujahrsansprache, die nichts Gutes verspricht:
Erstens, der Bundeskanzler ist vollkommen besessen von der Idee seiner selbst als grandiose Schicksalsfigur der Weltgeschichte. Er sieht sich als Bändiger und Bezwinger der ganz großen Linien, er kann keinen einzigen simplen Gedanken ohne die Frontverläufe in der Ukraine denken. Er ist vollkommen unfähig geworden, zu erkennen, dass die wichtigsten Entscheidungen fürs Land im Land liegen, zum Beispiel in einer Umkehr der wahnwitzigen Energie-Politik ohne Rücksicht auf das Bürokratiemonstrum EU.
Zweitens, Merz sieht nicht, dass die wichtigste Sicherheit der Deutschen die innere Sicherheit ist. Er beschwört in diesem Zusammenhang ein „sicheres Land“ und die „Abschreckung“ (die sehr wichtig ist), übersieht dabei aber vollkommen, dass die Gewaltkriminalität in Deutschland außer Kontrolle ist, dass niemand an „Abschreckung“ und „Kriegstüchtigkeit“ glaubt, solange die Bundesregierung weiterhin eine feindselig-islamistische Armee junger Männer, eine Invasion zulässt.
Wenn Merz an Bedrohung denkt, denkt er an Putin, während die Bürger an ihren Bahnhof denken. Totale Entkoppelung schon nach wenigen Monaten im Amt. Nichts, was für die deutsche Wirtschaft und unsere Gesellschaft 2026 überlebenswichtig ist, hat Merz durchdrungen oder innerlich akzeptiert. Seine Neujahrsansprache ist hoffnungslos gescheitertes Eliten-Rumgemurkse im dröhnend-markigen Merz-Großmannssound.
Marcel Luthe (Good Governance) schreibt:
Friedrich Merz wirft in seiner Neujahrsansprache mit leeren Worthülsen – bar jeder Realität – nur so um sich und illustriert mit dieser Vogel-Strauss-Rede, warum er in einem Jahr nicht mehr Bundeskanzler sein wird.
Eine kurze Erwiderung:
Allein die massive Instabilität des Euro – die einzigen Länder, die die Maastricht-Kriterien noch einhalten sind Estland, Luxemburg und Litauen (!) – muss schon mehr als nur besorgen. Die Staatsschulden in Griechenland, Italien, Frankreich, Belgien und Spanien liegen deutlich über 100 % des BIP – Griechenland bei etwa 150 % – und somit weit jenseits der Schulden“grenze“, die damit ebenso sicher ist wie die deutschen Außengrenzen oder Neukölln in der Silvesternacht.
Schulden sind das Versprechen auf eine zukünftige Leistung, auf deren Erbringung der Kreditgeber vertraut. Warum sollte er das noch tun, wenn die Schulden aus neuen Schulden „bezahlt“ werden, nicht durch volkswirtschaftliche Leistung?
Die Folge ist, dass die Staaten, die diesem Währungssystem nicht angehören, weniger von ihrer eigenen Währung anbieten und mehr Euro für ihre Waren verlangen, was für Sie alle all das weiter verteuern wird, was wir nicht selbst erzeugen. Stabile Energie zum Beispiel. Rohstoffe. Viele Lebensmittel. Nur Ideologie haben wir im Übermaß.
Von „Sicherheit“ zu sprechen ist eine schiere Unverfrohrenheit: nie zuvor in der bundesdeutschen Geschichte wurden so viele Menschen Opfer von Gewalt- und Sexualverbrechern wie im vergangenen Jahr. Ich wette, dass diese Entwicklung sich auch 2025 so fortgesetzt hat. Auch das gibt objektiv Grund zur Sorge.
Und ein letztes Beispiel: nie zuvor – die Zahlen für 2025 in der Grafik beziehen sich nur auf die erste Jahreshälfte – war deutsche Arbeitsmarktpolitik zu katastrophal, weil weit über 2.600.000 ausländischer Staatsbürger ohne Erwerbstätigkeit von der Leistung mitfinanziert werden, die immer weniger Erwerbstätige erbringen. Eine allein politische Fehlentscheidung, denn ohne einen absurden Mindestlohn, Arbeitsverbote und Alimentierung würden die allermeisten dieser Leute arbeiten und zur volkswirtschaftlichen Leistung – siehe oben – beitragen, statt diese zu schmälern.
Diese Probleme bestehen objektiv. Sie sind hausgemacht. Von Frau Merkel, Herrn Scholz, Herrn Merz und ihren Bundesregierungen.
Angst muss das nicht machen, denn noch haben Sie es in der Hand, das zu korrigieren. Bei den Parlamentswahlen in 2026 ebenso wie bei den Wahlen zu Betriebs- und Personalräten.
Angst müssen Sie nur haben, wenn Sie nichts unternehmen und auf Herrn Merz und andere hoffen.
Sie haben es selbst in der Hand. Das ist das Menschenbild des Grundgesetzes.
Bringen Sie sich ein!
Nehmen Sie Einfluss!
Rufen Sie – der Souverän – diesen Staat zur Ordnung!
Gerne auch mit uns.
Dann wird 2026 besser als es 2025 war.
In diesem Sinne einen guten Rutsch und die besten Wünsche!
Neverforgetniki schreibt:
Friedrich Merz sagt in seiner Neujahrsansprache, er habe Deutschland sicher gemacht. Jedes Opfer der regelmäßigen Messer-Attacken muss sich doch verhöhnt vorkommen. Steinmeier sagt in seiner Rede, wir müssen für die Ukraine noch mehr entbehren. Der durchschnittliche Deutsche tut sich mittlerweile schwer, den Wocheneinkauf zu bezahlen. Können wir bitte neue Eliten haben? Die alten sind offensichtlich keine…
MisterJoGermany schreibt:
#Merz will eine Art Napoleon und Bismarck in einer Person sein, der #Russland besiegt, dann die „inneren Feinde“, in Wirklichkeit aber nichts erreicht und als Bettvorleger der Geschichte endet, nachdem er Adenauers und Kohls Erbe zugunsten eines armen islamischen Staates auf deutschem Boden ganz verspielt hat. Sollten die #USA noch den geheimen 2+4-Vorbehalt haben, den Kanzler in Deutschland absetzen zu können, so mögen sie diese Trumpfkarte jetzt ziehen und jemand Umsichtigen einsetzen!
Aber Friedrich Merz ist nicht der einzige CDU-Politiker, der mit seinem Geschwafel nervt. NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst gehört auch zu den „Große-Töne-Spuckern:
Zehn Jahre nach der Kölner Silvesternacht ist klar: Wir haben seit dem Regierungswechsel 2017 die Sicherheitsarchitektur in #NRW grundlegend erneuert und gezeigt: verlorenes Vertrauen kann man durch kluges und umsichtiges Handeln wieder zurückgewinnen.
Mehr Polizistinnen & Polizisten auf unseren Straßen sorgen für mehr Sicherheit: Mehr als 3.000 Nachwuchspolizisten haben allein in diesem Jahr ihren Dienst angetreten.
Mit dem größten Sicherheitspaket in der #NRW-Geschichte haben wir entschieden gehandelt: Wir haben Maßnahmen zur Stärkung von Polizei, Justiz & Verfassungsschutz umgesetzt oder auf den Weg gebracht. Damit zeigen wir auch: Gute Politik kann einen Unterschied machen…
Dafür gibt es eine klare Antwort von Julius Böhm:
19% mehr Gewaltstraftaten, 237 (!) Prozent mehr Sexualdelikte im NRW – ich frage mich, wie man als Ministerpräsident auf die Idee kommen kann, diesen Beitrag zu veröffentlichen, ohne die Bürger für gehirnamputiert zu halten. Ohne Worte.























