Sechs Jahre nach Ausbruch des staatlich orchestrierten Corona-Wahnsinns hat der Medizinprofessor und Arzt René Gottschalk, der von 2009 bis zu seiner vorzeitigen Pensionierung 2021 Leiter des Frankfurter Gesundheitsamts war, einen erschütternden Insider-Bericht über das Ausmaß an Verantwortungslosigkeit und Skrupellosigkeit gegeben, den die Politik an den Tag legte. Die Politik habe gemeint, sie könne Infektiologie betreiben, so Gottschalk. Aber nur wenige Fachleute hätten wirklich Erfahrung mit Seuchenbekämpfung gehabt. Diese hätten die Politiker eigentlich beraten müssen. Dies habe aber nicht stattgefunden. Bereits im Februar 2020 hätten erste epidemiologische Daten vorgelegen, als der Corona-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff „Diamond Princess“ gezeigt habe, welche Personengruppen gefährdet waren und wie hoch die Sterblichkeit gewesen sei. Die „Heinsberg-Studie“ habe diese Ergebnisse bestätigt. Man habe also sehr früh gewusst, in welcher Altersgruppe Personen schwer erkranken, wie viele davon stationär behandelt werden müssten und welcher Anteil wahrscheinlich sterben werde. Doch anstatt einen Plan auf Grundlage dieser Daten zu machen, habe man gar nichts getan.
Gottschalk kritisiert auch die Propaganda, die mit den Bildern der Corona-Toten aus Bergamo gemacht wurde. Diese seien „gefühlt 1.000-mal“ gezeigt worden. Dabei hätte man sehr leicht herausfinden können, wie es dazu gekommen sei: Fast alle Verstorbenen dort seien alte Menschen gewesen, die von Jüngeren angesteckt worden seien, die sich ihrerseits beim Skifahren in Skiorten infiziert und das Virus dann zum Beispiel nach Bergamo eingeschleppt hätten. Weil im Krankenhaus kein Platz für die erkrankten Senioren gewesen sei, habe man sie in Altersheime verlegt, wo sie andere Bewohner angesteckt hätten. Es sei ein „fataler Kreislauf zwischen Spital und Heim“ gewesen. Das vom hessischen Gesundheitsminister Kai Klose gebilligte Vorhaben, Fachleute nach Bergamo zu schicken, um die dortigen Vorgänge zu untersuchen, sei „vor allem von bayerischer Seite“ hintertrieben worden, berichtete Klose in einem Vortrag.
Eine verbrecherische und völlig fehlgeleitete Politik
Weiter erklärte er, die Politik habe die Gesundheitsämter dann dazu gezwungen, ihre gesamten Kapazitäten für die zu diesem Zeitpunkt bereits völlig sinnlose Kontaktpersonennachverfolgung zu verwenden. In seiner Behörde habe die Arbeitsauslastung dafür bei 100 Prozent gelegen. Wichtige andere Aufgaben, wie etwa die Schuleingangsuntersuchungen der Kinder, sozialpsychiatrische Beratungen, Sprechstunden und Hygieneberatungen in Altersheimen, hätten nicht mehr erfüllt werden können. Noch immer versetzte ihn die politische Einflussnahme und das Versagen von Kollegen im eigenen Fachgebiet in Rage, so Gottschalk. 2021 sei er dann vorzeitig aus dem Dienst ausgeschieden, weil er nicht mehr habe mitansehen können, „wie auch einfachste seuchenhygienische Maßnahmen“ falsch umgesetzt worden seien. Heute sei er froh, das alles nicht mehr mitverantworten zu müssen. In der Enquete-Kommission zur Aufarbeitung der Corona-Pandemie würden nun die Fachleute sitzen, „die schon damals unhaltbare Dinge von sich gaben“. Jetzt würden sich alle auf die Schulter klopfen, wie gut sie gewesen seien.
Gottschalks Ausführungen bestätigen einmal mehr, welch eine verbrecherische und völlig fehlgeleitete Politik den Menschen aufgezwungen wurde. Erkenntnisse, die viele Leben hätten retten können, wurden einfach ignoriert, stattdessen scharte man die immer gleichen Experten um sich, die die falsche Politik dann die wissenschaftlichen Weihen gaben. Einmal mehr gilt, dass die Verantwortlichen dafür endlich zur Rechenschaft gezogen werden müssen. Aber das wird aller Wahrscheinlichkeit nicht passieren, denn das Corona-Kartell hält weiterhin unerbittlich zusammen und schützt sich gegenseitig. (TPL)























