Diese Enthüllungen der „Financial Times“ (FT) haben es wahrlich in sich: Die inzwischen 70-jährige Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, hat im Jahr 2024 insgesamt rund 726.000 Euro verdient – und damit etwa 56 Prozent mehr als das offiziell angegebene Grundgehalt von 466.000 Euro. Die Differenz resultiert aus – natürlich schamlos mitgenommenen – “zusätzlichen Leistungen”: Geschätzte 135.000 Euro gibt’s für geldwerte Vorteilen wie z. B. Wohnkosten.
Nochmals 125.000 Euro kassiert Lagarde für ihre Tätigkeit im Verwaltungsrat der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ). Pensionbeiträge und Versicherungen sind in der Summe noch nicht einmal eingerechnet. Zum Vergleich: Lagarde verdient damit fast viermal so viel wie der Chef der US-Fed, Jerome Powell, der umgerechnet nur auf vergleichsweise bescheidene 173.000 Euro kommt, und auch mehr als EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, deren Grundgehalt laut FT 21 Prozent niedriger ist.
6,5 Millionen für acht Jahre
Diese Tendenz zu Überversorgung entspricht einem Geltungsdrang der supranationalen europäischen Behörden, der umgekehrt proportional zur tatsächlichen Relevanz ist (man kennt den Effekt auch von überdimensionierten Regierungssitzen, etwa dem Brüsseler Kommisionsgebäude oder auch dem achtmal größer als das Weiße Haus dimensionierten Bundeskanzleramt in Berlin). Über ihre achtjährige Amtszeit könnte Lagarde somit insgesamt bis zu 6,5 Millionen Euro erhalten, Übergangszahlungen inklusive.
Ab 2030, wenn sie mit dann 75 in den seligen Ruhestand entschwindet, erwartet sie eine Luxuspension von rund 178.000 Euro jährlich – zusätzliche Nebenverdienste aus Mandaten nicht eingerechnet. Die EZB wollte die Berechnungen der FT übrigens nicht inhaltlich kommentieren; die BIZ lehnte eine Stellungnahme gleich ganz ab. Ironischerweise wurde Lagarde Im Dezember 2016 wegen des “fahrlässigen Umgangs mit öffentlichen Geldern” gerichtlich schuldig gesprochen… (TPL)























