Statt die Konsequenzen aus den bodenlosen Korruptionsaffäre bis in engste Regierungskreise zu ziehen und endlich den Weg für demokratische Wahlen frei zu machen, setzt Ukraine-Warlord Wolodymyr Selenskyj weiterhin auf taktischen Machterhalt – und baut nun zum Jahreswechsel seinen innersten Führungsapparat um. Man kann getrost davon ausgehen, dass auch dies der weiteren Verschleierung von korrupten Seilschaften dient (zumindest drängt sich diese Vermutung im Lichte der Enthüllungen der letzten Monate auf). In einer Videoansprache kündigte der Präsident weitreichende personelle Veränderungen in der Führung des Verteidigungs- und Sicherheitsbereichs an.
So wird der bisherige Verteidigungsminister Denys Schmyhal nunmehr entlassen und durch den 34-jährigen Mychajlo Fedorow ersetzt, wie der ”Deutschlandfunk” berichtet. Fedorow leitet seit 2019 das Ministerium für Digitale Transformation und ist derzeit stellvertretender Ministerpräsident. Er ist maßgeblich für das ukrainische Drohnenprogramm verantwortlich und gilt als innovativer Technik-Experte. Zugleich ernennt Selenskyj im Zuge der Rochade den bisherigen Chef des Militärgeheimdienstes (HUR), Kyrylo Budanow, zum neuen Stabschef im Präsidialamt. Budanow, bekannt für seine harte Linie gegen Russland, übernimmt dort die Position von Andrij Jermak.
Die Wagenburg wird enger gezogen
Dieser galt als engster Vertrauter Selenskyjs und war im November 2025 wegen Korruptionsvorwürfen im Energiesektor zurückgetreten – Vorgänge, von denen Selenskyj behauptet, nichts gewusst zu haben, obwohl er zuvor wiederholt versucht hatte, die Antikorruptionsbehörde kaltzustellen oder wenigstens seiner unmittelbaren Kontrolle zu unterstellen.
Als Nachfolger Budanows an der Spitze des Militärgeheimdienstes wird der Leiter des Auslandsgeheimdienstes (SZRU), Oleh Iwaschtschenko, eingesetzt. Selenskyj begründete die Umbesetzungen offiziell mit der Notwendigkeit, den Fokus stärker auf Sicherheit, die Weiterentwicklung der Streitkräfte und diplomatische Bemühungen zu legen – insbesondere im “anhaltenden Krieg gegen Russland”. Die Veränderungen sollen die “Effizienz der ukrainischen Führung” steigern. Kritiker befürchten, dass hier wohl in Wahrheit eher die Wagenburg gegen externe und interne Ermittler enger gezogen werden soll, um unbequeme Fragen nach der weiteren Veruntreuung beispielloser ausländischer Geld- und Waffentransfers wirksam zu unterbinden. (TPL)























