PR-Bilder mit Senioren in Turnhallen: Kai Wegner ist eine Schande für Berlin
Unfähiger und gewissenloser als die schwarz-rote Senatsregierung von Berlin unter Kai Wegner (CDU) kann sich eine politische Führung gar nicht verhalten als in der aktuellen beispiellosen Krise der Blackout-Katastrophe im Südwesten der Hauptstadt, die durch einen terroristischen Anschlag verursacht wurde. Was Kai Wegner am Wochenende gezeigt hat, stellt sogar die dilettantische “Krisenpolitik” der rheinland-pfälzischen Landesregierung unter Malu Dreyer (SPD) und ihrer (später dann als Familienministerin zu Recht zurückgetretenen) grünen Umweltministerin Anne Spiegel bei der Ahrtal-Flutkatastrophe 2021 in den Schatten. Denn Wegner duckte sich zunächst komplett weg, war am Samstag, als die Krise auftritt, praktisch ganztägig abgetaucht – und behauptete dann später als (durchschaubare) Ausrede, er habe sich privat zurückgezogen, um von daheim, quasi per Home-Office, die Maßnahmen zu koordinieren. Selbst wenn das stimmen sollte, was praktisch auszuschließen ist, wäre es das genau falsche Signal gewesen.
Denn: Führung von vorne, Präsenz zeigen, Zuversicht vermitteln und unbürokratisch tatkräftig helfen – das ist es, was Krisenmanagement ausmacht, und es wäre das mindeste, was von einem regierenden Bürgermeister zu erwarten wäre; das exakte Gegenbeispiel zu dem, was Wegner hier tat (oder besser nicht tat), war übrigens Helmut Schmidts unermüdlicher Einsatz als Hamburger SPD-Innensenator 1961 bei der großen Sturmflut. Wegner war stattdessen lange unsichtbar; dafür sorgte er dann gestern umso markiger für peinliche PR-Auftritte – zum Beispiel dem, wo er in einer Sporthalle alte Menschen aufsuchte, die dort untergebracht wurden (!). Wieso eine solche Einquartierung in Turnhallen überhaupt notwendig war und der Senat stattdessen nicht auf kurzem Dienstweg, Hotels oder Unterkünfte anmietete, um Senioren, Kranke und sozial Schwache unterzubringen, ist eine der vielen Fragen, über deren nicht Beantwortung man sich in diesem Land allerdings auch nicht mehr zu wundern braucht. Denn auch hier zeigt sich das Dogma des Deutschlandhasses, der Verachtung für die eigenen Bürger durch eine politische Klasse, die in jedem Einsatz für die eigenen Landleute einen Verrat und „Diskriminierung” von Anderen, Minderheiten oder des Auslands erblicken. Diese psychopathische Grundhaltung hat das ganze Elend erst erzeugt, das dieses Land auf allen Ebenen erfährt.
Lohnende Fotomotive für ein Schmierentheater
Denn wenn es darum geht, identitätslose, illegale, kriminelle, mutmaßlich terroristische und islamistische asylmissbräuchliche Glücksritter – vielfach junge, gesunde, kräftige und wehrfähige Männer aus aller Herren Länder – „willkommen“ zu heißen und sie mit Kost und Logis auszustatten, scheut der Senat weder Mühe noch Kosten, und mietet auch gerne großflächige Hotels oder leerstehende Einrichtungen an. Hier aber, wo es ja „nur“ um die alten Menschen des eigenen Landes geht, jene, die Deutschland mit aufgebaut haben und hier ihr Leben lang Steuern, Beiträge und Abgaben bezahlt haben, gelten natürlich andere Maßstäbe. Das zeigte sich bereits schon am Samstag, als in Eiseskälte vor ihrem Häusern auf Hilfe wartende Anwohner fassungslos mit ansehen mussten, wie benachbarte Flüchtlingsheime fürsorglich und eilig mit Bussen evakuiert wurden, während sie selbst stehengelassen wurden. Die Stammtischparole „dieser Staat kümmert sich nur um die Ausländer, nicht um die Deutschen” wurde hier einmal mehr real unter Beweis gestellt – ebenso wie die Behauptung erneut als Lüge widerlegt wurde, durch die Massenmigration werde “niemandem etwas weggenommen”.
Dass hochbetagte Menschen in kalten Turnhallen unter der Betreuung des technischen Hilfswerks nächtigen müssen, darunter sogar eine 97-jährige Pflegebedürftige, die Wegner als besonders lohnendes Fotomotiv für sein Schmierentheater aussuchte (siehe oben), ist mindestens ebenso ein Skandal wie die Tatsache, dass Hilfsmittel viel zu knapp sind. Das wiederum ist kein Wunder: Deutschland – auch Berlin – hat in den letzten vier Jahren großflächig Infrastruktur, die nun für eben sollte Ereignisse benötigt wurde, an die Ukraine verschenkt, und zwar offenbar ohne sich um ausreichend Ersatz zu kümmern.
Die Reichen ins Luxushotel, die Armen in die kalte Turnhalle
Die Folge: Nun fehlt es überall an Notstromaggregaten, Feldbetten, Transportfahrzeugen und – trotz des fraglos engagierten Einsatzes von freiwilligen Helfern, Polizisten und THW – viele Anwohner fühlen sich in ihren Wohnungen alleine gelassen. Besonders pervers: Sofern dieser linksextreme Anschlag dem Ziel galt, die wohlhabenden Villenbesitzer in Zehlendorf und am Wannsee und Umgebung zu treffen, ging dies gründlich schief: Denn diese Klientel, wie Julian Reichelt heute früh in “Nius live” treffend einordnete, ist von den Folgen des Stromausfalls noch am wenigsten betroffen. Für sie ist es kein Problem, sich in die Luxuskarossen und SUVs zu setzen und in ein Luxushotel zu fahren, um dort die Krise auszusitzen. Zurück im gespenstisch verdunkelten Krisengebiet bleiben die prekären, maladen und einkommensschwachen Bewohner, die Alten und Kranken, die nicht einmal mehr per Handy um Hilfe rufen können und in ihren Wohnungen frieren müssen.
Das alles hätte Wegner schon am Samstag wissen müssen. Dieser dilettantische Kasper von Bürgermeister muss nach diesem unfassbaren Skandalsofort zurücktreten – und mit ihm im Prinzip die Bundesregierung gleich mit, die – wohlgemerkt vor der eigenen Haustür, einen Steinwurf vom Regierungsviertel entfernt – solche apokalyptischen Zustände duldet und anscheinend nicht einmal dafür sagen kann, dass die Behebung der Schäden durch massenhaften Einsatz von Bundeswehr und von Experten, die eben notfalls aus China oder irgendwoher sonst eingeflogen werden müssen, wenn sich dafür keine einheimischen Spezialisten finden – deutlich schneller als erst in blamablen fünf oder sechs Tagen (frühestens) erfolgen kann. Man fragt sich wirklich, in welcher Bananenrepublik man hier lebt. (TPL)