Im Schlafanzug aus dem Bett gezerrt, wird nur, wer wirklich nervt. – und abgeholt vom US-Reiseservice wird, wer international stört. So wie Maduro 2025 oder Noriega 1990.
Der Reisende wird dabei direkt an der Haustür abgeholt und sofort ins Urlaubsparadies mit Vollpension gebracht. Kein Schlange stehen am Flughafen. Kein Warten am Förderband. Keine Diskussionen. Alles geregelt. Diskret. Fast freundlich. Wer auf dieser Liste steht, sollte den Bademantel griffbereit haben.
Darum wird Merz von Trump nicht abgeholt werden
Und genau hier liegt der Unterschied. Merz stört durchaus. Er stört die eigenen Leute mehr, denen er an die Wäsche und den Geldbeutel geh. Er stört die eigene Partei, das Gerechtigkeitsgefühl im Lande. Aber transatlantisch stört er niemanden. Dort hat er nichts zu melden. Kein Hebel nach Kiew. Kein Gewicht. Kein Zugriff auf etwas, das für andere interessant wäre. Und deshalb bleibt über dem Kanzleramt alles ruhig. Dabei wäre die Lage ideal. Ein Hubschrauberlandeplatz, mitten in Berlin, symbolträchtig bis zum Abwinken. Bequemer ginge es kaum. Aber bei Friedrich Merz passiert nichts. Kein lauter Rotor. Kein Klingeln. Merz wird nicht abgeholt. Man lässt ihn uns. Zur Strafe.
Wozu also ein Gefangener Friedrich Merz?
Gegen was ließe er sich eintauschen? Für welchen Deal wäre er ein Pfand? Die Antwort ist schlicht. Für keinen. Wenn rund 81,98797 Prozent der schon länger hier Lebenden ihn ohnehin loswerden wollen, dann erledigt sich jede weitere Überlegung. Was das eigene Land nicht haben will, dafür schickt niemand einen Hubschrauber. Man lässt ihn uns. Zur Strafe.
Nicolás Maduro. Das war eine andere Liga. Maduro sagte, er wäre Präsident. Doch selbst die EU erkannte diese Präsidentschaft nicht an. Wahlfälschung und so. Illegitim im Amt. Er war das verkörperte System der Sozialisten, der bekannte Stillstand, die Versorgung der Elite, die Armut der Menschen, wovon 7 Millionen flüchteten. Seine Person hatte deshalb Gewicht. Seine Abwesenheit macht jetzt einen Neuanfang möglich. Darum lohnte sich der Aufwand. Darum wurde aus einem Namen ein Ereignis. Maduro störte international die Ölförderung. Die größten Ölreserven der Welt, aber hungernde Bürger. Sozialismus eben, alle gleich arm, bis auf die Kader. Irgendwoher kennen wir das doch.
Merz stört bloß intern – das ist der ganze Unterschied
Friedrich wird nicht abgeholt. Man lässt ihn uns. Zur Strafe. Dass dieses Denken inzwischen offen ausgesprochen wird, zeigte eine Wortmeldung von Dmitri Medwedew aus Russland. Nach der Maduro-Geschichte spielte er öffentlich mit dem Gedanken, ob auch westliche Politiker auf solchen Reise-Listen stehen könnten. Er nannte Merz. Er nannte andere. Denn Donald Trump und sein Umfeld denken einfach. Die holen niemanden ab, der nur im eigenen Garten Krach macht. Für interne Querelen wird kein Treibstoff verbrannt. Wer international nichts auslöst, bleibt, wo er ist. Merz wird nicht abgeholt. Man lässt ihn uns. Zur Strafe.
Die größte Kränkung ist nicht der Abflug. Es ist das Ausbleiben, Merz wird ignoriert, er wird nicht abgeholt. Solche Aktionen werden nach simplem Nutzen entschieden. Dabei ist interne Störerei kein Grund für internationales Eingreifen. Er wird nicht abgeholt. Man lässt ihn uns. Zur Strafe.























