Dietmar Woidke (Foto: Uwe Kloessing)
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Danke, Genosse Woidke! Er verpisst sich doch nicht nach Koalitionsbruch in den Urlaub!

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Das kann man nicht erfinden. Brandenburgs Sozen-Ministerpräsident Dietmar Woidke erklärt das Ende der Koalition mit dem BSW und verabschiedet sich dann erst einmal in den Urlaub. Und die Bürger? Egal, um die ging’s sowieso noch nie.

Man kann es wirklich nicht erfinden – aber man kann es erklären, wie Sozialisten funktionieren:  Dietmar Woidke, Ministerpräsident von Brandenburg, Sozenkopf alter Schule, beendet eine Koalition, stürzt sein Bundesland in politische Unsicherheit und denkt im selben Atemzug offenbar: Erst mal ab in den Urlaub. Genau dieses Verhalten ist es, das niemanden mehr überrascht. Denn wenn eines verlässlich ist, dann die Anspruchslosigkeit sozialdemokratischer Machtverwaltung.

Kaum ist das politische Chaos angerichtet, kaum ist die Koalition mit dem BSW Geschichte, kaum stehen offene Fragen, Unsicherheit und Vertrauensverlust im Raum – da will der Herr Berufspolitiker, der Verantwortung tragen soll, einfach verschwinden. Weg. Aus dem Staub. Als sei Brandenburg eine Nebensache, als sei Regierungsarbeit ein Job mit Gleitzeit, den man nach Belieben pausieren kann. Aber gut, was erwartet man von einem SPD-Funktionär, der jahrzehntelang gelernt hat, dass Konsequenzen immer die anderen tragen.

Nun meldet die Bildzeitung, dass Woidke nun doch seinen Urlaub abgesagt habe. Dass Woidke erst nach einem massiven öffentlichen Shitstorm seine Urlaubspläne absagt, macht die Sache noch erbärmlicher. Nicht Einsicht, nicht Pflichtgefühl, nicht Respekt vor den Bürgern haben ihn gestoppt – sondern Angst vor Gesichtsverlust. Klassisch SPD: Erst handeln, dann beleidigt reagieren, wenn die Leute merken, wie egal sie einem sind. Führung? Fehlanzeige. Rückgrat? Abwesend. Stattdessen das übliche sozialdemokratische Wegducken, bis der Druck zu groß wird.

Dieses Verhalten ist kein Ausrutscher, es ist Programm. Die SPD hat sich längst daran gewöhnt, dass Macht kein Dienst an den Menschen ist, sondern ein Selbstzweck. Und Woidke verkörpert das perfekt. Während die Bürger Verlässlichkeit erwarten, liefert er Arroganz. Während Klarheit gefragt ist, kommt Urlaubsplanung. Während ein Ministerpräsident gebraucht wird, bekommt man einen Parteisoldaten mit Freizeitfokus.

Am Ende bleibt nur ein bitteres Fazit: Sozialisten machen, was Sozialisten eben machen. Verantwortung delegieren, Probleme aussitzen, erst reagieren, wenn es laut wird. Dass ausgerechnet in einer politischen Krise zuerst an Erholung gedacht wird, sagt alles. Über Woidke. Über seine Partei. Und darüber, warum immer weniger Menschen glauben, dass diese politische Klasse noch irgendetwas mit ihnen zu tun hat.

(SB)

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