Kaum hat das neue Jahr begonnen, meinte auch Marcel Fratzscher, der Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, sich wieder zu Wort melden zu müssen – und das, mit einer seiner gewohnt hirnrissigen Einlassungen. Diesmal warnt er vor einer „Abschieboffensive“ für syrische Staatsbürger. Sollte diese durchgeführt werden, drohe nämlich eine Rezession in Deutschland, „da kurzfristig mehrere Hunderttausend Jobs verloren gehen würden“. Vor allem in Berufen des Gesundheitswesens und in Pflegeberufen würden die syrischen Arbeitskräfte fehlen. Das wäre ein „schwerer Fehler mit enormen wirtschaftlichen Kosten für Deutschland“, so Fratzscher. Mit diesem wie immer unsinnigen Gefasel reagierte Fratzscher auf ein Positionspapier der CSU, das bei der Winterklausur im Kloster Seeon beschlossen wurde und vorsieht, die meisten syrischen Migranten zurückzuschicken, da der Schutzgrund mit dem Sturz des Assad-Regimes vor über einem Jahr entfallen sei.
Die Syrer würden für den Wiederaufbau des Landes gebraucht, heißt es in dem Papier weiter. Dass eine solche Selbstverständlichkeit überhaupt noch formuliert werden muss und die Rückführungen nicht bereits das ganze vergangene Jahr über forciert wurden, unterstreicht nur das anhaltende Versagen der Regierung in der Migrationspolitik. Aber nicht nur Fratzscher, auch der Ökonom Jens Südekum, der auch SPD-Finanzminister Lars Klingbeil berät, sprach sich gegen die Rückkehr von Syrern aus. „Insgesamt hängt das Beschäftigungswachstum in Deutschland komplett an Menschen mit Migrationshintergrund, während die heimische Erwerbsbevölkerung wegen der Demografie schon schrumpft“, behauptet Südekum.
Kann man sich nicht mehr ausdenken: Syrer als ”Rückgrat“ der Wirtschaft
Bei syrischen Männern, die 2015 nach Deutschland gekommen sind, liege die Erwerbsquote sogar höher als bei Deutschen. In so einer Lage mache es „ökonomisch keinen Sinn, über Rückführungen im großen Stil nachzudenken“. Dass kultur- und sicherheitspolitisch aber sehr wohl Sinn macht, nicht nur darüber nachzudenken, sondern endlich damit anzufangen, sagte er natürlich nicht. Man kann sich das alles nicht mehr ausdenken. Nun versucht man also, mit herbeifabulierten Zahlen die Syrer zum Rückgrat der deutschen Wirtschaft zu erklären. Dies ist eine weitere Kapriole solcher Schwurbel-Ökonomen. Fratzscher hatte sich bekanntlich 2016 mit der Aussage unsterblich gemacht, Migranten würden die Renten der Babyboomer bezahlen. Dies war die nur größte der Absurditäten, die er unablässig absondert. Er scheint geradezu unfähig zu sein, auch nur zufällig etwas zu sagen, das nicht gänzlich lächerlich ist.
Allerdings müssen er und Südekum sich wohl kaum Sorgen um ihre Syrer machen. Angesichts des Verhaltens dieser Regierung werden sie Deutschland für immer erhalten bleiben. Das Papier der CSU ist nur weiteres Gerede ohne praktische Folgen. Dafür wird allein schon der Linksblock sorgen, dem die Brandmauer-Union sich bedingungslos ausgeliefert hat. Dass CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann auf der Klausur in Seeon nun auch noch verkündete, die AfD sei „nichts weniger als der Erzfeind“ und Erzfeinde müssten „bekämpft“ werden, sagt alles, was man über diese Partei wissen muss.























