Legitime US-Maßnahme: Von Linksmedien belächelter „Leerer Russen-Tanker“ diente tatsächlich der Logistik für Iran und Hisbollah
US-Präsident Donald Trump setzt seinen außenpolitischen harten Kurs nun auch gegen Russland fort. Der unter russischer Flagge fahrende Rohöltanker „Marinera“, der am Mittwoch auf halbem Weg zwischen Island und Großbritannien von der US-Küstenwache geentert und beschlagnahmt wurde, ist offenbar seit Jahren für Firmen unterwegs, die dem iranischen Mullah-Regime nahestehen. Dazu gehört auch das 2023 gegründete Unternehmen „Onden General Trading LLC“, das in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) sitzt und laut US-Finanzministerium einem Netzwerk angehört, das illegalen Handel und Drohnen-Lieferungen für das iranische Militär ermöglicht. Deshalb verhängten die USA im April 2024 Sanktionen. Weil das Schiff auch Güter für die vom Iran unterstützte libanesische Terrormiliz Hisbollah transportierte, steht es seit 2024 ebenfalls unter US-Sanktionen. Letzte Woche fuhr der Tanker noch unter der Flagge Guyanas und hieß „Bella 1“. Im vergangenen August wurde es im Iran gesichtet, verschwand dann vom Radar und wurde Monate später im Mittelmeer und bei der Einfahrt in die Karibik gesehen.
Die USA gehen offenbar davon aus, dass kein Öl, sondern tragbare Flugabwehrsysteme aus iranischer oder russischer Produktion an Bord sind. Am 21. Dezember wollte der Tanker die US-Seeblockade gegen Venezuela durchbrechen und konnte einer Enterung noch entkommen. Am 1. Januar tauchte er unter neuem Namen und russischer Flagge im Nordatlantik auf und befand sich anscheinend auf dem Weg nach Russland, das vor einem Jahr eine militärische und wirtschaftliche Zusammenarbeit mit dem Iran für die nächsten 20 Jahre einging.
Russland in der Defensive
Die russische Marine schickte der „Marinera“ ein U-Boot und zwei Kriegsschiffe, vermutlich als Eskorte, entgegen. Das russische Außenministerium
verurteilte den US-Einsatz als „abnormal“. Außenminister Sergei Lawrow forderte von den USA eine „humane und würdige Behandlung“ russischer Staatsbürger an Bord des Schiffes und deren zügige Rückkehr nicht zu behindern. Zuvor hatte Russland bereits vor einer „direkten Konfrontation“ zwischen US- und russischen Streitkräften gewarnt, wenn die Verfolgung des Schiffes fortgesetzt werde. Das russische Transportministerium ließ verlauten, kein Staat habe das Recht, Gewalt gegen Schiffe anzuwenden, die in andere Staaten registriert seien.
Nachdem Trump den russischen Verbündeten Nicolás Maduro gestürzt hat und das Mullah-Regime derzeit ums Überleben kämpft, gerät Russland international in die Defensive. Trumps harter Kurs könnte sich damit auch auf die russische Verhandlungsbereitschaft zur Beendigung des Ukraine-Krieges auswirken – entweder in Form einer größeren Kompromissbereitschaft oder durch eine noch starrere Jetzt-erst-recht“-Haltung. Auf jeden Fall stellt der US-Präsident klar, dass er sehr viel entschlossener und zielgerichteter agiert, als sein amtsunfähiger Vorgänger und im Begriff ist, eine neue Weltordnung zu etablieren. (TPL)