Zerstörungen in Aleppo Stadtteil Sheik Maksud nach Kämpfen zwischen dem syrischen Islamistenregime und kurdischen Kräften (Foto:ScreenshotYoutube)
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Deutschlands neue Freunde: Syrisches Regime verübt Massaker an Kurden

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Während dem neuen syrischen Regime im Westen überall der rote Teppich ausgerollt wird, zeigt es zuhause weiterhin sein wahres Gesicht. In Aleppo, der zweitgrößten Stadt des Landes, geht es seit vergangenem Dienstag mit grausamer Härte gegen die Kurden vor. Die Regierung beschießt die Stadt, 140.000 Menschen sollen bereits vertrieben worden sein, wie viele Tote und Gefangene es gibt, ist unklar. Insider sprechen von Massakern und öffentlichen Demütigungen. Die Regierung wirft den kurdisch geführten Syrischen Demokratischen Kräften (SDF) vor, die Stadtviertel als Rückzugsort für ihre Kämpfer zu nutzen, dort Geschütze zu stationieren und sich nicht wie vereinbart in die reguläre syrische Armee einzugliedern. Beim Beschuss durch die Armee handle es sich um eine gezielte Operation gegen diese Stellungen.

Laut SDF-Oberbefehlshaber Masloum Abdi hat die syrische Regierung die Voraussetzungen für eine Eingliederung der kurdischen Kräfte bislang nicht erfüllt. Die Vorwürfe der syrischen Regierung wies er zurück. Diese erhält natürlich Unterstützung aus der Türkei, die behauptet, die SDF unterstütze die Terrororganisation PKK. Dies ist der übliche Vorwand zur Unterdrückung Kurden. „In Aleppo wurde die kurdische Bevölkerung gezielt angegriffen. Menschen wurden lebendig aus hohen Stockwerken heruntergeworfen. Krankenhäuser wurden angegriffen und Menschen, die sich in ihren Wohnungen oder in Krankenhäusern aufhielten, wurden hingerichtet. Einige dieser Menschen habe ich persönlich gekannt und im April 2025 besucht. (…) Ihr einziges Verbrechen war, dass sie in ihrer Heimat frei leben wollten. Dafür werden sie vom syrischen Regime getötet, verletzt oder vertrieben“, schrieb Dr. Kamal Sido von der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV).

Deutschlands feiges Schweigen

Auch Christen werden durch die Vorgänge in Aleppo in Mitleidenschaft gezogen. „Schulen, Universitäten und öffentliche Einrichtungen sind geschlossen, nur die Krankenhäuser arbeiten noch. Christliche Familien sitzen fest, weil ihre Wohnungen an der Kampflinie liegen“, hieß es von christlicher Seite. Das Ausmaß der Bombardierungen und des Beschusses deute darauf hin, dass „beide Seiten etwas Größeres zu planen“. Der österreichische Jesuit Gerald Baumgartner berichtet: „Das Gros der Flüchtlinge sind Kurden. Die Christen trifft es insofern, wenn sie in der Nähe der beschossenen Viertel wohnen. Aber sie sind nicht direkt im Visier. Die Situation ist noch viel zu instabil und chaotisch. Also wir wissen nie, was jetzt gleich passiert, ob es morgen aufhören wird oder ob es noch länger dauert“. Von der Bundesregierung ist zu alledem wieder einmal nichts zu vernehmen. Während man sich mit öffentlicher Kritik an Israel während des Gazakrieges überbot, lässt man das syrische Regime nach Belieben gewähren.

Erst am Freitag machten EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident António Costa dem syrischen Präsidenten Ahmed al-Scharaa in Damaskus ihre Aufwartung und sagten ihm für dieses und nächstes Jahr insgesamt 620 Millionen Euro für humanitäre Hilfe und den Wiederaufbau zu. „Europa wird alles in seiner Macht Stehende tun, um Syriens Erholung und Wiederaufbau zu unterstützen”, schrieb von der Leyen dazu. Dass al-Scharaa sich, in gut-islamischer Tradition weigerte, ihr die Hand zu geben, störte sie offensichtlich nicht. Über solche Petitessen sieht man schon lange hinweg. Mit der Unterstützung sei die Hoffnung verbunden, dass die Syrer wieder in ein sicheres Heimatland zurückkehren können und dass es eine „sichere, würdevolle und freiwillige Rückkehr” gebe, schwafelte von der Leyen weiter. Kurden und Christen werden dem islamistischen Regime also zum Fraß geworden, ohne dass der Wertewesten ein Wort darüber verliert. Stattdessen mästet man es noch mit hunderten Millionen Euro. Es ist eine weitere Bankrotterklärung der europäischen Totalversager. (TPL=

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