Tagesschau verkauft normalen Wintersturm ‚Elli‘ als Katastrophe – sieben Minuten Aufmacher, Hausarrest-Warnungen, Rechtsabteilung im Einsatz. Der Staatsfunker panikt, die Staatsbüttel schlucken’s. Während der Rest einfach Winter kennt.
In einer Welt voller echter Krisen – Ukraine-Krieg, Unterdrückung im Iran, explodierende Energiepreise, Inflation – wählt die Staatstrompete ARD-Tagesschau als Aufmacher: Streusalz und Schnee! Klimaapokalyptiker Sven Plöger erklärt dann – freiwillig oder nicht – mit diesem nur noch schwer zu ertragenden väterlich-überheblichen Ton, Sturm „Elli“ sei ein ganz normaler Wintersturm, an den „wir“ uns einfach nicht mehr gewöhnt hätten. „Wir“? Wer genau, Herr Plöger? Die Menschen, die seit Jahrzehnten mit Schnee und Eis umgehen können, oder Sie und Ihre Kollegen, die aus jedem Flöckchen eine nationale Klimakatastrophe stricken?
Die Ironie ist so dick, dass man sie schneiden könnte: Dieselben Medien, die tagelang Panik schürten – „Bleiben Sie zu Hause!“, „Nicht rausgehen!“, „Gefahr für Leib und Leben!“ –, wundern sich nun über unsere angebliche „Ungewohntheit“. Plöger und Konsorten haben „Elli“ zum siebenminütigen Lead gemacht, holten sogar die Rechtsabteilung ran, um uns zu erklären, wer „darf“ zu Hause bleiben und wer nicht. Und jetzt? Die Realität zeigt das ganze Desaster:
Es liegt nicht am Schnee. Es liegt an diesem kaputten Land: Im Norden fährt die Bahn seit Tagen nicht – Fernverkehr komplett eingestellt, Regionalzüge stecken fest, Verwehungen blockieren Gleise trotz angeblicher Räumung. Straßen werden nicht schnell schneefrei, Winterdienste sind überfordert, Staus und Unfälle häufen sich. Schulen fallen bundesweit aus – nicht nur im hohen Norden, sondern auch in Bayern, Niedersachsen, NRW, Bremen, teils sogar in Teilen Baden-Württembergs. Und in Berlin? Trotz der fettesten Unwetterwarnung und Panikmeldungen fiel dort keine einzige Schneeflocke runter – null Komma null Schnee, null Grund für die Hysterie.
Diese Schnee-Strategie ist kalkuliert: Je banaler und unpolitischer die Themen, desto weniger Aufbegehren. Je unkritischer die Berichterstattung, desto tiefer die Apathie. Je paternalistischer der „Wir passen auf euch auf“-Ton, desto abhängiger die Bevölkerung. Die Tagesschau mutiert zur Narkose der Nation. Während iranische Frauen für ihre Freiheit sterben, füllt sie Sendezeit mit Wetter-Warnungen, die uns entmündigen statt informieren.
Das ist Missbrauch unserer Zwangsgebühren – aktuell 10 Milliarden Euro jährlich, die in eine Maschinerie fließen, die uns klein hält.
(SB)























