Großbritannien war einst das Musterland der Freiheit in Europa, ist in den letzten Jahren aber zum Gegenteil davon geworden. Der Austritt aus der immer totalitärer werdenden EU hat nicht etwa zu einer Befreiung geführt, sondern zu Gesetzen und einem Regierungshandeln, das die Zustände auf dem Kontinent noch übertrifft. Menschen werden wegen Meinungsvergehen zu Tausenden verhaftet, der Staat überwacht die Kommunikation der Bürger immer rigoroser auf angebliche „Hassrede“ und politisch unliebsamen Ausländern wird die Einreise ins Vereinigte Königreich verweigert, wie nun die reichweitenstarke niederländische Journalistin und konservative Aktivistin Eva Vlaardingerbroek erfahren musste.
Ihre elektronische Reiseautorisierung wurde mit der Begründung abgelehnt, ihre Anwesenheit im Vereinigten Königreich werde „nicht als dem öffentlichen Interesse dienlich angesehen“. Weitere Erläuterungen gab es nicht, ein Einspruch dagegen ist nicht möglich. Dabei plante Vlaardingerbroek noch nicht einmal eine Reise nach Großbritannien, wie sie gegenüber dem US-Moderator Tucker Carlson erläuterte. Ihre bestehende Einreiseerlaubnis sei einfach so aufgehoben worden, wie sie bei einem Blick in E-Mail-Fach erfahren habe.
Totalitäre Zustände
Als Grund für diese Maßnahme vermutet sie ihre Kritik an Starmer, die sie am 9. Januar auf Twitter verfasst hatte. „Keir Starmer möchte unter dem Vorwand der ‚Frauensicherheit‘ gegen X vorgehen, während er selbst die anhaltende Vergewaltigung und Tötung britischer Mädchen durch Migrantenbanden zulässt“. Starmer sei ein „böser, verabscheuungswürdiger Mann“, hatte sie festgestellt. Bei Carlson erinnerte sie daran, dass zwar Tausende illegaler Migranten nach Großbritannien einreisen dürften, ohne dass man danach frage, ob dies im öffentlichen Interesse sei; einer Frau, die sich keines Verbrechens schuldig gemacht habe, aber die Einreise verboten werde, offensichtlich deshalb, weil sie den „Obersten Führer“ des Landes im Rahmen ihres Rechts auf Meinungsfreiheit kritisiert habe. Dies seien totalitäre Zustände.
Überhaupt wehe „ein totalitärer Wind“ über den Kontinent, so Vlaardingerbroek weiter, wobei sie sich auf die Sanktionen der EU gegen einzelne Bürger bezog, die angeblich russische Propaganda betreiben, obwohl auch sie lediglich von ihrem Recht auf Meinungsfreiheit Gebrauch machen. Als Schlüsselfrage für die Zukunft Europas sieht sie das Abschneiden der AfD bei Wahlen in Deutschland. Auf Carlsons Frage, ob sie vorhabe, in Europa zu bleiben, gab sie ihrer Besorgnis Ausdruck, über kurz oder lang in einer Gefängniszelle zu landen, weil dies eindeutig die Richtung sei, in die Europa sich entwickle. Andererseits sei sie trotz allem nicht ohne Hoffnung, denn Hoffnungslosigkeit und Demoralisierung sei genau das, was das „Establishment“ wolle. So schwer es auch sein mag: Man sollte versuchen, sich etwas von Vlaardingerbroeks Optimismus zu erhalten. (TPL)























