Die Vorbilder zehntausender Syrer in Deutschland: Die neuen islamistsichen Machthaber in Damaskus (Foto:Imago)
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Einbürgerung in Deutschland bevorzugt: „Unsere“ Syrer denken nicht daran, in die Heimat zurückzugehen

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Seit dem Sturz Baschar al-Assads im Dezember 2024 durch die Islamistenmiliz HTS, deren „Interminspräsident” und Folgediktator Ahmed al-Schaara morgen skandalöserweise auf Staatsbesuch in Berlin weilt, obwohl er nach wie vor einer der größten Terrorunterstützer ist, hat sich die Debatte über die Zukunft syrischer Geflüchteter in Deutschland zugespitzt. Ende November 2025 lebten noch 940.401 Syrer hier – ein Rückgang, doch dieser wurde nicht etwa durch Rückkehr, sondern vor allem durch Einbürgerungen erreicht wurde. Nur 3.707 nahmen vergangenes Jahr freiwillige Ausreisehilfen in Anspruch.

Neue Asylanträge sanken zwar stark – von 76.765 in 2024 auf 23.256 im Jahr  2025 –, was aber rein gar nichts mit irgendeiner “Migrationswende” der Merz-Lügenregierung zu tun hat, sondern einer allgemeinen Entspannung der Migrationszahlen in die EU geschuldet war und zudem einen bereits zu Zeiten der früheren Ampel begonnenen Trend fortsetzte.

Hochwechselhafte Lage

Die Lage in Syrien bleibt indes hochvolatil: Die Übergangsregierung unter Ahmed al-Scharaa, dem bis letztes Jahr noch immer von den USA mit einem Kopfgeld von 10 Millionen US-Dollar gesuchten HTS-Führer, bemüht sich offiziell um Westannäherung – doch gleichzeitig fährt es einen ultrakonservativen Islamisierungskurs. Das Land ist zwar  zerstört und offiziell brauchen fast 70 Prozent der Bevölkerung humanitäre Hilfe – doch gleichzeitig sind bereits 1,7 Millionen geflüchtete Syrer aus anderen Aufnahmeländern als Deutschland wieder in die Heimat zurückgekehrt und beteiligen sich am Wiederaufbau. Das Regime kämpft zudem gegen die kurdischen Einheiten der SDF und setzt damit den Kampf des blutrünstigen IS von vor zehn Jahren fort.

Viele Syrer in Deutschland – insbesondere mit “Schutzstatus” – bevorzugen angesichts der hier weiter unbefristet winkenden Vollversorgung klar die Einbürgerung statt einer Rückkehr – umso mehr, als der unfähigste Außenminister seit Annalena Baerbock Johann Wadephul großflächige Rückkehr kurzfristig für unrealistisch erklärte – weil Städte wie Damaskus teilweise noch zerstört sind. Hingegen fordert die  CSU, namentlich Bundesinnenminister Alexander Dobrindt, eine „Abschiebeoffensive“ für 2026 und verweist darauf, dass der Bürgerkrieg für viele formal beendet sei. Daraus wird unter der linksdominierten Regierungspolitik und Abhängigkeit von Merz von der SPD absehbar wohl nichts werden. (TPL)

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