Gestern in Connewitz: Linksradikale attackierten auch anwesende Polizisten (Foto:ScreenshotYoutube)
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MDR-Kamerateam in Leipzig-Connewitz angegriffen – kein Problem, Täter waren ja nur Linksradikale

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Gestern wurde in der Antifa-Hochbug Leipzigs, im Stadtteil Connewitz, bei einer der beiden Großdemonstration, bei denen zwei verfeindete Linken-Blöcke (pro- und antiisraelisch) die Straßen belagerten, zu einem Angriff auf ein Kamera-Team des “Mitteldeutschen Rundfunks”. Zum Hintergrund: linksalternative Stadtteil stand im Ausnahmezustand, da ein heftiges Aufeinandertreffen der rund 3.000 Teilnehmer beider linken Lager erwartet worden war. Die beiden verschiedenen Kundgebungen liefen versetzt an.

Zuerst  startete eine mit Israel solidarische Antifa-Gruppe aus Connewitz ihre Demo, später marschierten dann pro-palästinensische Gruppen unter dem Banner der „Migrantifa“ auf, die mit Palästinenser-Flaggen, Friedenstauben und Kalaschnikow-Symbolen mobilisiert hatten. Bundesweit war für die Veranstaltung geworben worden, auch von Gruppen wie der Hamburger „Roten Flora“.

Ellbogenstoß ins Gesicht

Doch bereits kurz nach Beginn der pro-palästinensischen Kundgebung eskalierte die Situation: Zwei Demonstranten verfolgten das MDR-Team und behinderten die Journalisten wiederholt mit Plakaten bei ihrer Arbeit. Als der begleitende Sicherheitsdienst die Personen abzudrängen versuchte, kam es zu einem Handgemenge, bei dem Sicherheitsmitarbeiter einen Ellbogenstoß ins Gesicht erhielt, wie “Bild” berichtet. Die Polizei, mit Großaufgebot inklusive Unterstützung aus anderen Bundesländern, Hubschrauber und dem LKA vor Ort, schritt ein und schützte anschließend das Kamera-Team.

Konsequenzen geschweige denn Verhaftungen gab es keine, lediglich nahm man die Personalien verdächtiger Personen auf. Wichtige Straßen wie die Karl-Liebknecht- und Bornaische Straße waren gesperrt. Der sächsische Verfassungsschutz sieht in den Ausschreitungen eine “Kontroverse innerhalb linksextremistischer Spektren zum Nahost-Konflikt”; dass an diesen Aufmärschen niemand Anstoß nimmt, ist verständlich – schließlich handelt es sich ja um keine „Rechten“. Bei „Linke gegen Linke“ – und zudem noch einem Kamerateam des prinzipiell wohlgesinnten öffentlich-rechtlichen Staatsfunks – wird hier kein größeres Federlesen gemacht. (TPL)

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