Brandmauersünden bestraft der Fußballgott sofort... (Symbobild/Montage:Grok)
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Karma is a bitch: Nach Chrupalla-Ticketstornierung kassiert RB Leipzig fette 1:5-Heimklatsche gegen Bayern

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Obwohl der Fußball-Club RB Leipzig und auch der 2022 verstorbene Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz seit jeher ein glühendes Hassobjekt der Linken war, beugt man sich trotzdem der allgemeinen Anti-AfD-Hysterie. Für das Spitzenspiel gegen Bayern München am Samstag waren kurz vor Beginn und völlig überraschend 12 VIP-Tickets storniert worden, die für die Geburtstagsfeier eines sächsischen Unternehmers reserviert worden waren, zu deren Gästen auch der AfD-Co-Vorsitzende Tino Chrupalla gehörte. Dieser hatte die Karten im Wert von 4.000 Euro über einen Vermittler geordert. Da Chrupalla als Schutzperson des Bundeskriminalamts (BKA) gilt, nahmen dessen Personenschützer Kontakt zur Stadionsicherheit von RB Leipzig auf. Weniger als eine Stunde später wurden die Karten storniert. Das Schicksal verschaffte Chrupalla Satisfaktion: Der Verein ging im eigenen Stadion gnadenlos mit 1:5 unter.

In einer E-Mail an den Vermittler gab der der Verein eine „Überbuchung“, aber auch „Teilnahme Tino Chrupalla“ als Grund an. Laut „Nius“ befürchtete die Führung eine „AfD-Party“. Chrupalla bezeichnete die Stornierung als „hochnotpeinlich“ und als Reputationsverlust, den er seinen Freunden gegenüber erfahre. Diese gestandenen Unternehmer aus Sachsen verstünden die Welt nicht mehr. „Warum soll es uns unmöglich sein, ein Fußballspiel für teuer erstandene Tickets zu besuchen?“ Die angebliche „Überbuchung“ sei eine Schutzbehauptung. „Ich bin verwundert, dass die Eintrittskarten seitens des Veranstalters in dem Moment annulliert wurden, als ich im Buchungssystem meinen Namen hinterlegt habe. Enttäuschend bleibt, dass uns RB Leipzig keine Ersatztermine angeboten hat. Man wirbt damit, dass jeder willkommen sei – anscheinend nicht alle“, so Chrupalla weiter.

“Keine Geschäftsbeziehung” mit Chrupalla

Ein Fragenkatalog von „Achgut“, der unter anderem wissen wollte, wer die Stornierung veranlasst habe; ob diese erfolgte, weil Chrupalla in der AfD sei; ob Anhänger oder Mitglieder von bestimmten Parteien oder Religionsgruppen das Stadion nicht betreten dürften und ob Chrupalla Stadionverbot habe, beantwortete der Verein nicht. „Sollten Tickets aufgrund von Überbuchungen storniert werden müssen, unterbreiten wir dem Käufer selbstverständlich ein entsprechendes Kompensationsangebot.

Zwischen Chrupalla und RB Leipzig habe zu keinem Zeitpunkt eine Geschäftsbeziehung bestanden. Grundsätzlich könne es bei besonders stark nachgefragten Heimspielen in den VIP-Bereichen zu Überbuchungen kommen. Bei mehr als einer Million Besuchern pro Saison in der Red Bull Arena ließen sich Fehler im Ticketingsystem, „die dann entsprechend unserer AGBs umgehend korrigiert werden, nicht gänzlich vermeiden“. Man werde „sicher Verständnis dafür haben, dass wir in dieser Angelegenheit vorsorglich unseren Medienanwalt Christian Schertz in cc setzen“, lautete die verschwurbelte Antwort von RB Leipzig.

Offenkundige Ausreden

Dabei handelt es sich um offenkundige Ausreden. Da das Vereinskonstrukt ohnehin unter Dauerkritik von Fußball-Traditionalisten und linken Clubs wie St. Pauli steht, wollte man sich offenbar nicht auch noch das Etikett „AfD-Club“, „Nazi-Club“ oder Ähnliches anheften lassen und fürchtete Bilder von Chrupalla im Stadion. Diese hätte man dann als weitere Munition gegen RB verwendet. Das ist der ganze Hintergrund dieser Aktion, die man nun mit allerlei völlig unglaubwürdigen Vorwänden verbrämt. Gerade in Sachsen, wo die AfD ebenso populär ist, wie im Rest Ostdeutschlands, dürfte dies jedoch auf wenig Verständnis stoßen. Auch zahlreiche RB-Fans und Stadionbesucher werden AfD-Wähler sein. Zusätzlich zur krachenden 1:5-Niederlage gegen die Bayern hat man sich also auch noch ein zusätzliches Eigentor geschossen, das sich langfristig als folgenreicher erweisen dürfte als die drei verlorenen Punkte. Facebook-Kommentare wie etwa

„Ich bin weder AfD-Wähler noch AfD Sympathisant aber der Sport sollte Sport bleiben und nicht durch, wie hier, RB Leipzig instrumentalisiert werden“; „RB Leipzig hat jetzt angefangen sich ihre Zuschauer auszusuchen demnach werden wir ab sofort dieses Stadion nicht mehr betreten und auch keine Tickets dort mehr kaufen“; „Wir als Gruppe (24 Menschen) werden in Zukunft nach Berlin zu Union fahren um dort die Bundesliga zu schauen“; „Daran sieht man Demokratie. Ein AfD Wähler würde jetzt niemals sagen, Chrupalla geht zu RB, den wähle nicht mehr. Ein AfD Wähler ist tolerant und sagt, ist seine Entscheidung und gut ist es“, sprechen jedenfalls eine eindeutige Sprache. (TPL)

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