Dem iranischen Mullah-Regime scheint es offenbar gelungen zu sein, den seit Ende Dezember tobenden Volksaufstand mit bestialischer Grausamkeit niedergeschlagen zu haben. Genaue Nachrichten über die Zahl der Toten und Verletzungen liegen derzeit nicht vor. Man muss aber von mehreren Tausend Toten und zahllosen Verletzungen ausgehen. Der von US-Präsident Donald Trump in Aussicht gestellte Angriff blieb bislang aus. Die Gründe dafür sind unklar und reichen von Befürchtungen, dass der multiethnische Iran nach einem abrupten Sturz der Mullahs in Chaos und Bürgerkrieg versinken wird bis zu innenpolitischen Erwägungen in den USA, wo Trumps Anhänger wenig begeistert davon sind, dass man sich in ein weiteres unkalkulierbares Abenteuer im Ausland stürzt.
Ein Ende dieser ständigen Einmischungen hatte Trump immer wieder angekündigt. Dennoch stellte er klar, es sei Zeit, „nach einer neuen Führung im Iran zu suchen“. Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat die USA indessen vor den drastischen Folgen eines Angriffs auf den obersten Führer, Ajatollah Ali Chamenei, gewarnt. „Jede Aggression gegen den obersten Führer unseres Landes ist gleichbedeutend mit einem umfassenden Krieg gegen die iranische Nation“, tönte er auf Twitter. Anscheinend ist der Aufstand damit nun erledigt; Irans Außenminister wurde vom Davoser WEF ausgeladen.
Ausgefeiltes Täuschungsmanöver
Ein US-Angriff scheint jedoch noch nicht vom Tisch zu sein. Der Flugzeugträger USS Abraham Lincoln befindet sich nach wie vor auf dem Weg vom Südchinesischen Meer in den Nahen Osten. Manche Beobachter halten die plötzliche Absage des US-Luftschlages letzte Woche für ein ausgefeiltes Täuschungsmanöver, da Trumps Drohung so glaubwürdig gewesen sei, dass die Mullahs ihr komplettes geheimes Protokoll für den absoluten Ernstfall in Gang gesetzt hätten. Dadurch seien die USA und Israel nun genauestens über Bunkeranlagen, Notfallfrequenzen und die gesamten Abläufe informiert, die das Regime für seinen Überlebenskampf geplant hat. Da dies alles nun offenliege und es nicht möglich sei, kurzfristig Alternativen zu schaffen, sei der Weg für einen wirklich effektiven Angriff frei. Das alles sind bislang nur mehr oder weniger plausible Spekulationen.
Allerdings hatte Trump auch vor seinem Angriff auf die iranischen Atomanlagen einen Streit mit dem israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu als Ablenkungsmanöver simuliert, um dann überraschend zuzuschlagen. Dass die USA und Israel sich diese beispiellose Chance entgehen lassen, das taumelnde Regime, das so geschwächt wie nie ist, zu beseitigen, erscheint zumindest unwahrscheinlich. Ob sie dieses Zeitfenster nutzen, werden die nächsten Tage zeigen. (TPL)























