Bekanntlich wird in Großbritannien die Meinungsfreiheit nochmal weitaus härter bekämpft als in der EU (wobei letztere erpicht ist, den Rückstand um jeden Preis aufzuholen): Bereits 2023 gab es im Königreich im Schnitt 30 Verhaftungen pro Tag wegen Nachrichten auf Social-Media-Plattformen, die von ihren Adressaten oder den kritisierten öffentlichen Personen als „Belästigung“ oder „Unannehmlichkeit“ beanstandet wurden oder angeblich „Angst“ auslösen könnten. Nicht weniger als sagenhafte 12.183 Verhaftungen (!) wurden seither von nicht weniger als 37 Polizeieinheiten großbritannienweit durchgeführt. Diese zunehmend dystopischen Verhältnisse rufen jeden alarmierte Grundrechts- und Freiheitsverteidiger auf den Plan. Zugleich regt sich auch ziviler Widerstand in der anonymen Netzszene – und der sorgt nun dafür, dass der Überwachungs- und Zensurstaat plötzlich von völlig unerwarteter Seite in die Mangel genommen wird.
Denn die subversive Guerilla der Meinungsfreiheits-Verfechter wenden nun die eigenen Waffen des Systems gegen selbiges. Ausgerechnet ein staatlich finanziertes Indoktrinierungsspiel, das vermeintlichen “Extremismus” bekämpfen sollte, erweist sich nun als Bumerang für die Starmer-Regierung: Eine der Figuren des Spiels ist die KI-generierte Jugendliche „Amelia“. Die junge Frau sollte eigentlich eine rechtsnationale finstere Schurkin und Hasspredigerin verkörpern, vor der stellvertretend gewarnt wird, – weil sie unter anderem Massenmigration ablehnt und gegen die Vielfaltsdoktrin steht, also hässliche Meinungsverbrechen des linken Regimes verübt. Gerade dadurch aber wurde Amelia nicht als Feindbild, sondern Ikone wahrgenommen – und wurde in kürzester Zeit zur Heldin, die die sterbende britische Kultur gegen ihre Vernichtung durch den linkswoken Wahn verteidigt.
Bekenntnis zu Großbritannien
Eigentlich sollte der Hauptprotagonist „Charlie“ in dem Spiel anschaulich lernen, eben gerade nicht solchen Figuren wie Amelia zu folgen – weil dies, so die als Einschüchterung gedachte Regierungsbotschaft des Spiels, zu einer Meldung an die Anti-Terror-Behörden führen könne. Doch genau das Gegenteil ist der Fall: Alle lieben die toughe Amelia, die zur Symbolfigur für all jene geworden ist, die nicht widerstandslos zusehen wollen, wie das eigene Land im Multi-Kulti-Irrsinn zugrunde geht. Die Eigendynamik in KI-Zeiten ist nicht mehr aufzuhalten: Es hagelt förmlich kreative neue Videos, in denen sich Amelia etwa mit Sätzen wie: „Hi, ich bin Amelia, ich bin Engländerin, und ich liebe England!“, zur eigenen Geschichte und Nation bekennt. In einem Pub wollen pakistanische Muslime ihr Fish and Chips und Bier verbieten, weil dies „haram“, also aus Islamperspektive verboten ist. Warum sind die Pakistaner dann überhaupt hier, wenn sie doch ihr eigenes Land haben?, fragt Amelia frech zurück – und spricht zahllosen Briten damit aus der Seele.
Sie bekennt sich außerdem stolz zu William Shakespeare, Charles Dickens, Robin Hood, den Tempelrittern, Harry Potter und vielen anderen britischen Kulturinhalten und warnt eindringlich davor, dass diesen durch die voranschreitende Islamisierung die Vernichtung droht. „Unsere Höflichkeit ist berühmt, aber deswegen müssen wir nicht in kulturellen Selbstmord einwilligen“, sagt sie.
Als anonyme Figur vor “Volksverhetzungs”-Vorwürfen erstmal sicher
Abgesehen davon, dass die von der Regierung genau gegenteilig konzipierte Rolle Amelias hier in bester kreativer Widerstandsmanier karikiert wird, gibt es noch einen praktischen Grund, warum Amelia so dermaßen viral geht: Das Aussprechen der eigentlich selbstverständlichen Wahrheiten, die aus ihrem KI-generierten Schmollmund kommen, hätte reale Menschen in Großbritannien längst ins Gefängnis gebracht. Auch in Deutschland wäre inzwischen vielen, die sich in der Realität so äußern wie Amelia, die Verfolgung wegen „Volksverhetzung“ sicher. Die Umfunktionierung der KI-Figur zur Widerstandsikone ist äußerst clever – denn nicht einmal die britische Regierung und ihre freiheitsfeindlichen Gesinnungsgenossen auf dem Kontinent können eine KI-Figur verhaften, deren Umtriebe zudem selbsterklärend unter die Kunstfreiheit fallen.
Ein Wermutstropfen allerdings der Hinweis von Grok – der KI von Elon Musk, mittels der die Amelia-Clips erstellt werden –, dass leider solche fortan solche KI-Videos aufgrund des totalitären Digital Services Act der EU nicht mehr erstellt werden dürfen. Gerade dadurch allerdings wird ihre Notwendigkeit noch mehr unterstrichen – und das Ausscheiden Großbritanniens aus der EU erweist sich hier als Glücksfall, denn hier können die Clips sehr wohl KI-generiert werden Zudem zeigt der Erfolg von Amelia, wie die unsäglichen staatlichen Belehrungen darüber, vor welchen Meinungen und Denkweisen die Bürger sich zu immunisieren haben, wenn sie nicht auf vermeintliche moralische Abwege geraten und Ärger mit der Justiz bekommen wollen wollen, nach hinten losgehen. Als abschreckendes Negativexempel zeigt eben ihre Propaganda den Menschen auf, welche Ansichten wichtig, richtig und schützenswert sind – abgesehen davon, dass sie ohnehin das Recht haben, jede Meinung zu vertreten, die ihnen beliebt – und zwar auch dann, wenn eine wahnsinnig gewordene Politik es ihnen verbieten will. Notfalls springt eben Amelia für sie in die Bresche. Die Zukunft der Opposition liegt wahrscheinlich in solchen digitalen Figuren, die als einzige vor staatlicher Willkür sicher sind – so lange bis man ihren digitalen Schöpfern ans Leder geht. (AS)























