Ausbesserungswerk-Bedienstete der Bahn müssen schon wieder ran (Foto:ScreenshotYoutube)
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Nächster Linksterror gegen kritische Infrastruktur? Anschlag auf S-Bahn-Glasfaserkabel in Berlin

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Die Angriffe auf Bahnstrecken und Infrastruktur in Berlin setzen sich fort: Am Sonntag wurden Glasfaserkabel an der Nord-Süd-Strecke der Berliner S-Bahn durchschnitten. Der Verkehr auf fünf S-Bahn-Linien ist seither eingeschränkt, soll aber ab dem heutigen Mittwoch wieder funktionieren. Ein Bahnsprecher sprach von einem „erheblichen Schaden“. Teils wären „armdicke Glasfaserkabel“ durchtrennt worden. Laut Bundespolizei haben die Täter zudem „einige Meter Kabel entwendet und ein weiteres beschädigt“. Zur Motivlage lägen „derzeit keine Erkenntnisse“ vor, hieß es gestern gegenüber „Nius“. Tags zuvor hatte man noch erklärt, man gehe von einem Anschlag aus.

Ob dieser plötzliche Sinneswandel auf eine politische Anordnung zurückgeht, weil man knapp drei Wochen nach dem katastrophalen Stromausfall infolge eines Anschlags der linksextremen Vulkangruppe nicht schon wieder zugeben will, wie verwundbar die kritische Infrastruktur der Hauptstadt ist, ist derzeit noch unklar. Verwunderlich wäre die Herabstufung des Vorfalls zum Vandalismus und Kabeldiebstahl angesichts der desolaten Zustände in Berlin jedenfalls nicht.

Zurück zur Tagesordnung – kein Wort mehr von der “Vulkangruppe”

Bereits im letzten April hatten bis heute unbekannte Täter mehrere Kabel zwischen den S-Bahnhöfen Humboldthain und Nordbahnhof durchschnitten und ein 50 Zentimeter langes Stück gestohlen. Auch damals war der Verkehr auf vier S-Bahn-Linien tagelang unterbrochen worden. Die Bundespolizei ging von einem „gezielten Vorgehen“ der Täter aus. „Die Kabel liegen an der Stelle nebeneinander. Fünf Stück. Und dort gehen Impulse für die Signalanlagen durch. Die Kabel sind alle durchgeschnitten. Und nun funktionieren die Anlagen nicht“, erklärte eine Sprecherin.

Wie üblich wurden die Täter nicht gefasst. Auch zu den Ermittlungen über den Anschlag der “Vulkangruppe”, die ohnehin seit 15 Jahren ungestört ihr Unwesen treiben kann, hört man nichts. Die Bekämpfung linken Terrors, den man ohnehin am liebsten unter den Teppich kehrt, hat in diesem Land keine Priorität, schon gar nicht im Shithole an der Spree. Ob es sich nun um einen weiteren Anschlag oder tatsächlich um bloßen Vandalismus und Kabelklau handelt – die Zustände in Berlin sprechen für sich. (TPL)

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