Die Nazi-Gespenser lauern überall: "Verfängliche" sächsische Nummernschilder (Foto:ScreenshotX)
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Verfassungsschutz außer Rand und Band: Freiberger KFZ-Abkürzung „FG“ soll für “Führers Geburtstag“ stehen

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Welche Ausmaße die grenzenlose Nazi-Hysterie in diesem Land angenommen hat, zeigt sich auch daran, dass die Verfassungsschutzämter von Niedersachsen und Brandenburg tatsächlich meinen, das Kürzel „FG“ auf Autokennzeichen sächsischen Landkreis Freiberg könnte auch für „Führers Geburtstag“ stehen und auf eine mögliche rechte Gesinnung hindeuten, wie es allen Ernstes in einem Faltblatt heißt. Ein Autofahrer mit einem derart verdächtigen Kennzeichen wandte sich deswegen an den mittelsächsischen Landrat Sven Krüger, weil er die Brandmarkung als rechtsextrem fürchtete – allein das spricht Bände über den Wahnsinn, der in diesem Land herrscht. Der sächsische Verfassungsschutz gab dann immerhin Entwarnung. Ortskennungen am Anfang eines Kennzeichens unterlägen keinem Extremismusverdacht, da sie von Kommunen beantragt und vom Bundesverkehrsministerium genehmigt werden.

Laut David Hagenbäumer, dem Sprecher des sächsischen Verfassungsschutzes, werden rechtsextreme Codes nahezu ausschließlich im frei wählbaren hinteren Teil von Kennzeichen genutzt. „FG“ sei eine Kombination, die in rechtsextremen Kreisen nur selten verwendet werde. Andere Codes, wie etwa Zahlenfolgen, die Buchstaben und bekannte Parolen abbilden, seien eindeutiger. Krüger zeigte sich überrascht über die Nazi-Phantasien bezüglich des Ortskennzeichens „FG“ und verwies auf eine Bürgerabstimmung von 2009, bei der sich die Bevölkerung Mittelsachsens für dieses Kürzel entschieden hatte. „Ebenso steht HH für Hansestadt Hamburg – ohne jeglichen verfassungsfeindlichen Kontext“, so Krüger. Eine Änderung des Kennzeichens stehe nicht zur Debatte.

Grüne Warnzettel an Autos hinterlassen

Das Faltblatt des brandenburgischen Verfassungsschutzes hat aber noch weitere schwer verdächtige Kennzeichen ausfindig gemacht,

Autokennzeichen-Irrsinn in Brandenburg: Vor diesen Buchstaben und Zahlen warnt der Verfassungsschutz


die die „rechtsextremistische Szene“ missbrauche, „um ihre Gesinnung codiert nach außen zu tragen“, wie etwa „MR“, was für „Masterrace“ („Herrenrasse“) stehe. „WK“ stehe für „Weltkrieg“, „WP“ für „White Power“ oder „White Pride“ und „VL“ für „Vernichtungslager“. Aber nicht nur Buchstaben-, auch Zahlenkombinationen können die finstersten Codes enthalten. So soll „444“ „Deutschland den Deutschen“ bedeuten, da D der vierte Buchstabe des Alphabets ist. Und „2004“ weise nicht etwa auf das Geburtsjahr des Fahrers, sondern auf den Geburtstag Hitlers hin.
Was eigentlich Stoff für eine Satire über Bürokraten mit Verfolgungswahn hergäbe, ist in Deutschland längst bittere Realität. Wohin dieser Irrsinn führt, zeigte sich letztes Jahr in Dresden, als ein Bürger an seinem Fahrzeug einen grünen Zettel mit der Aufschrift „Diese Autokennzeichen bevorzugen Nazis und Rassisten … Bist Du einer?“ fand.

Eine Rentnerin aus Herne, die SPD-Mitglied ist, berichtete, dass sie seit rund 20 Jahren ein Kennzeichen mit ihren Initialen „HH“ sowie zweimal der „8“ wegen eines wichtigen privaten Datums habe. Damals sei dies öffentlich nicht politisch gedeutet worden; sie selbst habe sich nichts dabei gedacht. Inzwischen erlebe sie deswegen jedoch Feindseligkeit und persönliche Distanzierungen. „Muss ich demnächst an eine Namensänderung denken? Ich habe keinen zweiten Ersatzvornamen“, fragte sie. Mit ihren Sorgen sollte sie sich an ihre Partei wenden, die in Brandenburg seit Jahrzehnten regiert und ihren Anteil daran haben dürfte, dass der Landesverfassungsschutz überall Nazi-Codes sieht. Solche Vorfälle zeigen, wie tief der linke Irrsinn den gesamten Staatsapparat infiltriert hat. Der Inlandsgeheimdienst, der die Bürger eigentlich vor Terroristen und anderen realen Gefahren schützen soll, wurde zur Gedankenpolizei umfunktioniert, die die AfD bespitzelt, absurde Pseudo-Gutachten liefert, um sie auf Wunsch der Politik als angeblich „gesichert rechtsextrem“ einstuft und auch sonst nur noch dazu da ist, im Auftrag des Linkstaates vermeintlichen Rechtsextremismus aufzuspüren. Man könnte über solche Lächerlichkeiten lachen, wenn die Folgen für das gesellschaftliche Klima nicht so gravierend wären. (TPL)

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