In dieser Folge spricht Sigrid Herrmann, Biologin und langjährige Islamismus-Expertin, über ihre Arbeit bei der Analyse islamistischer Netzwerke. Sie erklärt den Unterschied zwischen privatem muslimischem Glauben und Islamismus als politischer Ideologie – und warum sie „politischer Islam“ für einen zu schwachen Begriff hält. Islamismus definiert sie als Versuch, göttliches Gesetz über die demokratische Souveränität zu stellen – sei es gewaltsam durch Dschihad oder „legalistisch“ über demokratische Mittel, mit Hilfe von Wahlen und Institutionen, um liberale Strukturen auszuhöhlen und Parallelgesellschaften aufzubauen. Sie warnt vor langfristigen Unterwanderungsstrategien, insbesondere der Muslimbruderschaft, die eine ernsthafte Gefahr für die offene Gesellschaft darstellen. Die Finanzierung solcher Strukturen läuft über Mitgliedsbeiträge, Herkunftsländer und religiöse Abgaben, und insbesondere die öffentliche Förderung islamisch geprägter Jugendarbeit sieht sie kritisch. Begriffe wie „Islamophobie“ würden gezielt als Propagandawaffe eingesetzt, um legitime Kritik am Islamismus zu unterdrücken, und auch die sogenannte Kontaktschuldhypothese werde missbraucht, um Kritiker mundtot zu machen. Ein offenes Gespräch über Strategien, Netzwerke und reale Herausforderungen für die Demokratie, das offenbart, warum Aufklärung so wichtig ist.























