U.S. Immigration and Customs Enforcement ICE (Bild: gemeinfrei)
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Gerd Buurmann: Quote von zu Unrecht inhaftierten Menschen durch ICE‑Beamte war unter Obama höher als unter Trump

Wusstet ihr eigentlich, dass die Quote von zu Unrecht inhaftierten Menschen durch ICE‑Beamte unter Obama höher war als unter Trump? Wenn ihr das nicht wusstet, fragt euch, warum. Es kann nicht daran liegen, dass über ICE kaum berichtet wird. Es wird sehr, sehr viel darüber berichtet, allerdings mit einer klaren Agenda. Das sollte euch beunruhigen.

„Es sollte euch stutzig machen, wenn Nachrichten dazu führen, dass ihr euch emotional stark dazu verhaltet. Wenn ihr merkt, dass ihr wütend, entsetzt oder hilflos werdet, fragt euch, warum und warum ihr früher nicht wütend wart, obwohl die Situation damals sogar noch schlimmer war.

Es gibt Akteure, die von eurem Zorn profitieren: Medienunternehmen, Anbieter sozialer Netzwerke, aber auch politische Akteure, die gezielt bestimmte Narrative vorantreiben.

ICE‑Behörden sind keine Gestapo. Sie handeln nach gesetzlich vorgeschriebenen Verfahren und unter Aufsicht. Trotzdem werden sie in vielen Medien und von bestimmten politischen Akteuren dämonisiert. Bilder von ICE‑Beamten werden bewusst ausgewählt, um sie als grausam oder unmenschlich erscheinen zu lassen. Szenen, in denen Beamte Menschen in Handschellen abführen, werden isoliert gezeigt, ohne Kontext, während Informationen über den Hintergrund dieser Personen ausgelassen werden. Diese Dämonisierung soll bewusst Emotionen hochkochen und Gewalt rechtfertigen:

Donald Trump wird immer wieder dämonisiert, daraufhin gab es Anschläge auf ihn. Elon Musk ebenfalls, daraufhin kam es zu Angriffen auf seine Unternehmen. Charlie Kirk wurde massiv verleumdet und dämonisiert, daraufhin wurde er ermordet. All das ist kein Zufall: Menschen werden emotional aufgeladen, damit sie aktiv werden, Gewalt ausüben und Chaos entsteht. Der Nazi‑ und Gestapo‑Vorwurf ist dabei der einfachste Weg der Emotionalisierung. Wer emotional manipuliert wird, wird zum Kanonenfutter für diejenigen, die von diesem Chaos profitieren.

Ein anschauliches Beispiel für die Folgen emotionaler Aufladung ist Renée Good, die in einer Protestaktion ICE‑Beamten in den Weg trat. Good handelte vollständig emotional aufgeladen, überzeugt davon, dass sie „Gutes“ tun und angeblich böse Menschen aufhalten müsse. Sie setzte sich bewusst in Gefahr. Sie hatte keine Freunde, die ihr sagten, dass es keine gute Idee ist, sich bewaffneten Behörden in den Weg zu stellen.

Sie wurde stattdessen darauf konditioniert, emotional aufgeladen zu handeln: „Stell dich dazwischen, sei wütend, empört, emotional!“ Sie wurde zum Kanonenfutter für diejenigen, die von ihrer Wut profitieren.

Fragt euch immer, warum ihr über manche Ereignisse tagelang detailliert informiert seid, während andere, teils weitaus schwerwiegendere Vorfälle, nur am Rande Erwähnung finden.

Nehmen wir Seattle im Sommer 2020: Dort brannten ganze Stadtviertel, es entstand millionenschwerer Sachschaden, es kam zu Gewalt, zu schweren Verletzungen und auch zu Todesfällen. Polizeistationen wurden besetzt, Beamte aus den Stadtteilen verdrängt. Die Anführer erklärten öffentlich, dass sie einen Aufstand starten wollten, dass sie die staatliche Kontrolle ablehnen und einen faktischen Machtbereich errichten. Das war ein geplanter, organisierter Aufstand, ein Putschversuch im direkten Sinne.

Vergleicht man das mit dem 6. Januar 2021, zeigt sich: In seiner Brutalität, seinem organisierten Ausmaß und der Absicht war der 6. Januar bei weitem nicht so gravierend. Dort gab es kein organisiertes Vorgehen über Tage hinweg, keine Besetzung von Stadtvierteln oder Polizeistationen. Dennoch wird der 6. Januar medial stark hervorgehoben und emotional aufgeladen, während Seattle weitgehend heruntergespielt oder ignoriert wird.

All das zeigt: Es wird gezielt mit euren Gefühlen gespielt. Ihr bekommt vermittelt, worüber ihr euch empören sollt und worüber nicht. Die Gewichtung, die euch emotional erreichen soll, ist nicht zufällig. Wer emotional aufgeladen wird, wird zum Werkzeug für diejenigen, die von dieser Emotionalität profitieren.“

Nach Veröffentlichung des Textes schreibt Buurmann zu den abgegebenen Kommentaren:

„Ich habe einen Text darüber geschrieben, wie stark Politik und Medien inzwischen über Emotionen funktionieren, wie Empörung gezielt erzeugt wird und Menschen dadurch steuerbar werden. Wer sich jetzt die Kommentare unter diesem Beitrag anschaut, bekommt ein eindrucksvolles Praxisbeispiel dafür. Statt inhaltlicher Auseinandersetzung dominieren Wut, Unterstellungen und moralische Selbstüberhöhung. Genau das meine ich mit Emotionalisierung: Reflexe ersetzen Denken, Lager ersetzen Argumente. Die Kommentarspalte zeigt ziemlich schonungslos, wie weit diese Entwicklung bereits fortgeschritten ist.“

Quelle: https://x.com/Buurmann/status/2015100545451561146

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