Wird hier ein Kollege ins Krankenhaus gebracht? Foto: Gorodenkoff/Shutterstock
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Schlachtfeld öffentlicher Raum

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Apollo-News (ein Medium, dass die Arbeit der Mainstream-Medien übernommen hat, weil diese mit Regierungspropaganda beschäftigt sind) hat mal wieder eine Meldung herausgebracht, die entsetzen muss:

Von Kunstprojektor

Nach der offiziellen Polizeimeldung der Berliner Polizei und mehreren Berichten kam es am Sonntagabend gegen 21:20 Uhr am U-Bahnhof Hermannplatz in Berlin-Neukölln zu einem Angriff auf vier Mitarbeiter des BVG-Sicherheitspersonals.
Die Sicherheitskräfte hatten eine Gruppe von Männern (Berichte sprechen von etwa sieben Personen) angesprochen, weil diese auf dem Bahnsteig geraucht hatten. Sie forderten die Gruppe auf, das Rauchen zu unterlassen. Daraufhin kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung, bei der die BVG-Mitarbeiter angegriffen und geschlagen wurden.
Zwei der vier Mitarbeiter mussten stationär im Krankenhaus behandelt werden (u. a. wegen Hämatomen, Hautabschürfungen und einer Platzwunde), die anderen beiden wurden ambulant versorgt. Die Täter flüchteten unerkannt.
Wahrlich kein Einzelfall. Und wir nehmen diesen Fall zum Anlass, GROK zu fragen, wie es überhaupt mit Angriffen auf Personen des öffentlichen Lebens ausschaut. Hier die Liste des Grauens:
Die Quellen stammen hauptsächlich von Behörden wie dem Bundeskriminalamt (BKA), dem Bundesinnenministerium (BMI) und Branchenverbänden. Beachte, dass nicht für jede Gruppe equally detaillierte Langzeitdaten vorliegen, und Dunkelziffern (nicht angezeigte Fälle) spielen eine Rolle.
Polizeibeamte
Es gibt einen klaren Aufwärtstrend. Das BKA berichtet in seinem Bundeslagebild „Gewalt gegen Polizeivollzugsbeamte“ (BLB) von steigenden Zahlen seit 2015. Für 2024 wurde ein leichter Anstieg verzeichnet, aber der Langfristtrend ist signifikant.

Jahr
Gewalttaten (Fälle)
Betroffene Beamte (Opfer)
Veränderung zu Vorjahr
2020
ca. 38.000 (Schätzung basierend auf Trend)
ca. 80.000
2023
46.218
105.708
+8 % (Fälle)
2024
46.367
106.875
+0,3 % (Fälle), +1,1 % (Opfer)
  • Seit 2015: +38,5 % bei Fällen, +67,2 % bei Opfern.
  • Häufige Delikte: Widerstand und tätliche Angriffe (87 %). Jeder dritte Tatverdächtige ist nichtdeutsch (34,9 %, +1,3 % zu 2023).
  • Tägliche Durchschnitt: Ca. 300 betroffene Polizisten 2024.

Feuerwehrleute

Auch hier ein Anstieg, allerdings stabilisiert sich der Trend in den letzten Jahren. Das BKA erfasst Gewalt gegen Feuerwehr und Rettungsdienste separat.

Jahr
Gewalttaten (Fälle)
Betroffene (Opfer)
Veränderung zu Vorjahr
2020
ca. 500–600 (basierend auf früheren Trends)
ca. 800
2023
687
1.069
+5,7 % (Fälle), +13,7 % (Opfer)
2024
683
1.012
-0,6 % (Fälle), -5,3 % (Opfer)
  • Langfrist: Zwischen 2011 und 2017 verdoppelt, seitdem leichter Rückgang, aber 2024 immer noch hoch.
  • Gesamt mit anderen Einsatzkräften: 2024 ca. 117.548 Opfer (inkl. Polizei, +5,1 % zu 2023).

Notärzte und Rettungskräfte

Zunehmend, mit Rekordwerten bei Opfern. Notärzte fallen unter „sonstige Rettungskräfte“ (z. B. Rettungsdienste, THW).

Jahr
Gewalttaten (Fälle)
Betroffene (Opfer)
Veränderung zu Vorjahr
2020
ca. 1.500–2.000
ca. 2.000–2.500
2023
2.050
2.902
+6,8 % (Fälle), +8,4 % (Opfer)
2024
2.042
2.916
-0,4 % (Fälle), +0,5 % (Opfer, Höchststand seit 2018)
  • Trend: +13,7 % bei Feuerwehr/Rettung 2023, stabil 2024, aber Opferrekord.
  • 2023: Insgesamt 2.740 Gewalttaten gegen Feuerwehr/Rettung (drittes Jahr steigend).

Krankenhauspersonal

Hier liegt der Fokus auf Umfragen und Sonderauswertungen, da keine einheitliche BKA-Statistik existiert. Es gibt einen spürbaren Anstieg, besonders verbal und körperlich.

  • 2024 (DKG-Umfrage): Ca. 70 % der Beschäftigten berichten von verbalen Übergriffen, 25 % von körperlicher Gewalt.
  • 66 % der Krankenhäuser melden mäßigen bis deutlichen Anstieg (2025-Umfrage).
  • Seit 2020: >1,5 Mio. Straftaten in Krankenhäusern bundesweit, inkl. gegen Personal (Polizeistatistik).
  • Spezifisch: 2023 ca. 173 Pfleger und 33 Ärzte als Opfer (teilweise regional, aber indikativ für Trend); 126 Körperverletzungen in Kliniken.
  • Gesamtentwicklung: Zunahme seit 2020, getrieben von Gewaltkriminalität (+11,5 % 2022, +? 2023).

Mitarbeiter der Stadtreinigung

Hier sind Daten rar. Es gibt keine bundesweite, einheitliche Statistik wie beim BKA. Berichte deuten auf vereinzelte Fälle hin, aber keinen klaren Vermehrungstrend. Branchenberichte (z. B. BDE-Statusbericht 2024) fokussieren sich auf Wirtschaft, nicht Gewalt. Mögliche Dunkelziffer, aber keine quantifizierbaren Zahlen für 2020–2025 gefunden.
Ähnliche Berufe (z. B. Kommunalmitarbeiter) zeigen Anstiege bei Angriffen auf Mandatsträger (+70 % 2024), was indirekt relevant sein könnte.
Mitarbeiter des Öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV)
Deutlicher Anstieg, besonders bei der Deutschen Bahn und regionalen Verkehrsbetrieben.

  • Bahn: 2025 (erste 10 Monate): Ca. 5 Angriffe pro Tag (körperlich), insgesamt 9.329 Opfer (davon 7.529 Körperverletzungen).
  • 2024: +6 % Übergriffe zu 2023; Hamburg: +10 %, >1 Angriff pro Tag.
  • Erste 4 Monate 2025: 1.244 Taten.
  • Seit 2015: +36 % Körperverletzungen (bis 2019, Trend setzt sich fort).
  • Umfragen: 123 Fälle pro 1.000 Beschäftigte jährlich (2024).

Zusammenfassend:

Bei Polizei, Feuerwehr, Rettungskräften, Krankenhauspersonal und ÖPNV-Mitarbeitern gibt es dokumentierte Zunahmen, oft mit Höchstständen in den letzten Jahren. Für Stadtreinigung fehlen spezifische Daten, was nicht unbedingt auf Fehlen von Angriffen hindeutet, sondern auf mangelnde systematische Erfassung. 
Jetzt wissen wir einiges mehr über die Opferzahlen. Bei den Tätern hingegen scheint es keine nachweislichen Fakten zu geben.
Irgendwie merkwürdig. Es gibt nur immer wieder solche Schlagzeilen:
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Aber das ist natürlich wieder nur so ein Einzelfall…
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