Während ein Angriff der USA auf das iranische Mullah-Regime offenbar noch immer eine reale Option ist und die US-Truppenbewegungen in die Region anhalten, kursierten in den letzten Tagen Meldungen auf Twitter und in alternativen Medien, dass 16 chinesische Militärtransporter im Iran gelandet seien, um das taumelnde Regime mit allerlei Rüstungsgütern zu unterstützen. Dies hat sich jedoch als Irrtum erwiesen. Jedenfalls wurde die Landung dieser chinesischen Maschinen nirgendwo registriert, was bei dieser Größenordnung eigentlich unvermeidlich gewesen wäre. Auch sonst wurden nirgendwo Beweise dafür geliefert. Zudem hätte US-Präsident Donald Trump eine derart massive chinesische Hilfsaktion für die Mullahs sicherlich öffentlich verurteilt. Die vielfach aufgegriffenen Meldungen darüber müssen also nach derzeitigem Kenntnisstand als falsch angesehen werden.
Allerdings unterstützt China den Iran tatsächlich massiv beim Wiederaufbau ballistischer Kapazitäten. Mitte letzten Jahres hat das Regime Tausende Tonnen Ammoniumperchlorat bei chinesischen Anbietern bestellt, was nach westlichen Schätzungen ausreichen würde, um mehrere hundert ballistische Feststoffraketen zu entwickeln. Auch Militärtransportflugzeuge Waffen, Luftabwehrgeräte und Raketen wurden aus China in den Iran geliefert, damit dieser seine Luftabwehr und raketenbezogene Infrastruktur nach den Angriffen der USA und Israels wiederaufbauen kann.
Immerhin massive ballistische Unterstützung
Um Konflikte mit den USA und den Gegnern der Mullahs in der islamischen Welt zu vermeiden, werden zwar keine kompletten Raketen geliefert, wohl aber die Mittel, um diese zu bauen. Oft erfolgt dies auch über Umwege durch mit dem Iran verbundene Unternehmen. Das Reich der Mite unterstützt das iranische Raketenprogramm bereits seit den 1980er-Jahren. Da man in Teheran offenbar enttäuscht über die zu geringe Hilfe aus Russland ist, haben sich die Kontakte nach Peking in den letzten beiden Jahren noch intensiviert.
China hat dem Iran zudem bereits die Mitgliedschaft im Bündnis der Schwellenstaaten BRICS, das allerdings kein Militärbündnis ist, und in der Shanghai Cooperation Organisation (SCO) ermöglicht. Die Volksrepublik ist der größte Handelspartner des Iran und kauft geschätzte 90 Prozent von dessen Öl. Die Kontakte zwischen beiden Ländern sind also in der Tat sehr eng und die Landung chinesischer Militärmaschinen im Iran ist grundsätzlich nicht ungewöhnlich. Die in der vergangenen Woche lancierten Meldungen scheinen aber keine Grundlage zu haben. (TPL)























