Amazon (Bild: shutterstock.com/Von Jonathan Weiss)
Amazon (Bild: shutterstock.com/Von Jonathan Weiss)
[html5_ad]

Und es geht weiter: Amazon baut 30.000 Stellen ab

e569da695e1f4cffab92f2fc1d0e8c1c

Amazon steht vor einer der größten Umstrukturierungen der letzten Jahre: Der Konzern will weltweit etwa 30.000 Stellen streichen – fast ausschließlich im Verwaltungs- und Bürobereich. 

Vor allem die Cloud-Sparte AWS, die als wichtigste Gewinnmaschine gilt, der Streamingdienst Prime Video, das klassische Online-Handelsgeschäft sowie die Personalabteilung und diverse zentrale Support-Teams sind betroffen. Amazon-Chef Andy Jassy erklärt den radikalen Schritt damit, dass das Unternehmen in den vergangenen Jahren zu kompliziert und schwerfällig geworden ist. Zu viele Hierarchieebenen, unklare Verantwortlichkeiten und ein endloses Netz aus Meetings hätten Entscheidungen gebremst und Kosten unnötig in die Höhe getrieben.
Das große Ziel lautet jetzt: Amazon soll wieder agiler, schneller und kosteneffizienter werden. Abläufe sollen gestrafft, Zuständigkeiten klarer geregelt und die gesamte Organisation deutlich verschlankt werden – ohne das operative Tagesgeschäft zu gefährden.

Der Abbau läuft bereits schrittweise. Im Oktober 2025 wurden schon rund 14.000 Verwaltungsstellen gekürzt. Die zweite, viel größere Welle startet voraussichtlich Ende Januar 2026 und zieht sich bis etwa Mai 2026 hin. Viele Übergangsfristen und befristete Verträge laufen gerade aus, was den Prozess zusätzlich beschleunigt.
Amazon beschäftigt global etwa 1,58 Millionen Menschen. Der Großteil davon arbeitet in den riesigen Logistikzentren und im Versand. Die 30.000 Kürzungen treffen vor allem die rund 300.000 Büromitarbeiter – das sind ungefähr zehn Prozent dieser Gruppe. Es wäre damit der massivste bekannte Verwaltungsabbau in der Unternehmensgeschichte, deutlich umfangreicher als die Sparrunden 2022 und 2023.

Künstliche Intelligenz und Automatisierung spielen zwar eine Rolle, sind aber nicht der eigentliche Treiber. Im Kern geht es um eine Rückbesinnung auf schlankere Strukturen und mehr Tempo im Unternehmen.
Amazon selbst hat die exakte Zahl von 30.000 bislang nicht öffentlich bestätigt. Die Zahlen stammen aus Insiderberichten sowie Medien wie Reuters und Business Insider (Stand Ende Januar 2026).

(SB)

image_printGerne ausdrucken

Themen