Thüringens „Mettbrötchen“ Mario Voigt wird der Doktortitel von der TU Chemnitz wegen Plagiatsvorwürfen aberkannt. Zu Guttenberg musste für dasselbe Vergehen zurücktreten! Noch-CDU-Ministerpräsidenten Voigt ist übrigens auch derjenige, der verwirkbare Socialmedia-Lizenzen für Bürger fordert. Aber jetzt will er erst einmal gegen die TU klagen.
Plagiatsvorwürfe, monatelange Prüfungen, schließlich der Entzug des Doktortitels: Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt ist über seinen eigenen akademischen Werdegang gestolpert. Seine Dissertation wurde nach umfangreicher Untersuchung als wissenschaftlich unredlich bewertet – ein Schritt, den Universitäten nur in gravierenden Fällen gehen. Damit ist klar: Es ging nicht um Flüchtigkeitsfehler, sondern um systematische Verstöße gegen wissenschaftliche Standards.
Trotzdem versucht „Mettbrötchen“ Voigt, den Vorgang herunterzuspielen. Er spricht von wenigen Prozent problematischer Stellen und greift das Prüfverfahren an, statt die Verantwortung bei sich zu suchen. Doch wissenschaftliche Redlichkeit ist nicht verhandelbar. Wer fremde Gedanken ohne korrekte Kennzeichnung übernimmt, täuscht – unabhängig davon, wie oft oder wie lang die Passagen sind. Der Versuch, den Skandal kleinzurechnen, verschärft ihn nur.
Mitte 2024 hatte sich der österreichische Kommunikationswissenschaftler Stefan Weber an die Hochschule gewandt und Voigt wegen vermeintlicher Plagiate in dessen Doktorarbeit angezeigt. Der selbsternannte „Plagiatsjäger“, machte sich in der Vergangenheit unter anderem dadurch einen Namen, dass er akademische Arbeiten von Prominenten und Politikern auf Plagiate prüfte.
Besonders schwer wiegt der Fall, weil Voigt als Ministerpräsident politische Verantwortung trägt. Wieder ist ein CDU-Politiker als Doktorschwindler aufgeflogen. Wieder zeigt sich ein problematisches Verhältnis zu Transparenz und Ehrlichkeit. Wer bereit ist, beim eigenen Titel zu tricksen, wirft zwangsläufig Fragen nach seiner Integrität im Amt auf.
Der CDU-Politiker will nun gegen die Entscheidung der TU klagen. Die Entscheidung der Universität sei nicht nachvollziehbar. Na klar!
Vertrauen ist die wichtigste Währung der Politik – und Voigt hat sie verspielt. Thüringen braucht eine Regierung, die glaubwürdig handelt und Vorbild ist, nicht eine, die sich mit Ausflüchten und Relativierungen über Wasser hält.
Wer möchte von solchen Täuschern regiert werden? AfD-Fraktionschef Björn Höcke hat Voigt zum Rücktritt aufgefordert. Voigt habe nicht nur seine Wähler getäuscht und die Würde der Universität Chemnitz beschädigt, sondern vor allem dem Land schweren Schaden zugefügt.
(SB)























