Der Publizist, Erzheuchler und Hetzer Michel Friedman hat den gestrigen Holocaust-Gedenktag wieder einmal dazu missbraucht, seinem Hass auf die AfD freien Lauf zu lassen. Im niedersächsischen Landtag bezeichnete er sie als „Partei des Hasses“. Er wisse „ehrlich gesagt nicht, was ich mit Ihnen anfangen soll“, sagte er in Richtung der AfD-Fraktion. Der erste Satz im ersten Artikel des Grundgesetzes sei „die Lehre aus dem Nationalsozialismus“. „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Jeder ist jemand. Aber die ‚Partei des Hasses‘ erklärt: ‚Einige Menschen sind niemand‘“, so Friedman. Die AfD könne nicht für sich reklamieren, eine demokratische Partei zu sein, nur weil sie demokratisch gewählt worden sei, faselte er und behauptete, ihr Alleinstellungsmerkmal, ihr „Unique Selling Point“ sei Menschenhass. Jeder, der diese Partei wähle, wähle den „USP des Hasses“. Die AfD-Abgeordneten müssten sich fragen, welchen Schmerz sie manchen Menschen antäten, wenn sie etwa über Remigration sprächen. Heutige rechtsextremistische Bewegungen hätten „vieles aus der Nazi-Zeit“ übernommen, behauptete Friedman. Damit meine er zwar nicht direkt die AfD, dennoch sei auffällig, dass sich die Partei allenfalls „sehr weich“ von derartigen Parallelen distanziere. „Ich hätte mir das nie vorstellen können, dass eine rechtsextremistische Partei in allen Parlamenten sitzt. Ich hätte mir auch nicht vorstellen können, wie hilflos die Demokraten und Demokratinnen mit dem Ergebnis seit Jahren umgehen“, fabulierte er weiter.
Zum wiederholten Male überschüttete Friedman die AfD mit solchen niederträchtigen Lügen und Verleumdungen. In seiner Rede beklagte er auch, ausnahmsweise einmal zu Recht, dass jüdisches Leben seit Jahrzehnten nicht mehr so gefährdet, noch nie so schwierig gewesen sei, wie in der Gegenwart. Dass dies ausschließlich auf die millionenfache Massenzuwanderung muslimischer Judenhasser zurückzuführen ist, sagte er aber nicht. Dass die AfD diesen Zustand durch eine umfassende Remigration zum Besseren wenden will, scheint außerhalb von Friedmans geistiger Reichweite zu liegen. Es sind jedenfalls keine AfD-Politiker oder Wähler, die Juden verbal und körperlich attackieren und Hassdemonstrationen gegen Israel organisieren. Nicht aus Angst vor der AfD trauen Juden sich nicht mehr, einen Davidstern oder eine Kippa zu tragen. Die AfD ist nicht nur keine Gefahr für sie, sie ist auch die einzige Partei, die die von Friedman angesprochene Lektion des „Nie wieder“ aus dem Holocaust wirklich begriffen hat. Aber für Friedman und Co. scheint die Lehre des Holocaust darin zu bestehen, Millionen von Antisemiten nach Deutschland zu importieren und diejenigen, die diesen Wahnsinn beenden wollen, als Wiedergänger der Nazis zu verunglimpfen.
Schillernden Vergangenheit mit Kokain und Prostituierten
Diese schizophrene Verdrehung der Realität zeigte sich auch umgehend wieder in den Reaktionen auf Friedmans Tiraden. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Stefan Politze sagte, Friedman habe klargemacht, dass die Demokratie derzeit in großer Gefahr sei. „Wir dürfen uns auch 81 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz nicht daran gewöhnen, dass Rassisten und Antisemiten die Menschlichkeit anderer infrage stellen.“ Landtagspräsidentin Hanna Naber dankte Friedman für seine aufrüttelnden Worte. Das schiere Ausmaß nationalsozialistischen Verbrechens in Auschwitz und an weiteren Orten lasse auch heute noch vor Entsetzen und vor Abscheu erstarren. Die Demokratie ist jedoch nur durch die antidemokratischen Machenschaften des gescheiterten Parteienkartells in Gefahr, und die Konsequenz aus dem Holocaust kann nur ein unerschütterliches Bekenntnis zum Existenzrecht des Staates Israel und die Bekämpfung von Antisemitismus sein, nicht aber die Massenzuwanderung von Millionen Judenhassern, wie es in Deutschland geschieht.
Und abgesehen von alledem ist, ausgerechnet Friedman mit seiner, gelinde gesagt schillernden Vergangenheit mit Kokain und Prostituierten, einer der Letzten, der sich zur moralischen Instanz aufwerfen sollte. Ohne diesen eingebildeten Status kann der hysterische Selbstdarsteller aber offensichtlich nicht leben. Klaus Wichmann, der AfD-Fraktionsvorsitzende im niedersächsischen Landtag, stellte fest: „Der millionenfachen Opfer des Nationalsozialismus zu gedenken, ist Pflicht und Mahnung zugleich. Der 27. Januar sollte für jeden ein Tag der Erinnerung und der Trauer sein. Das macht ihn so besonders. Der Redner steht hier ganz besonders in der Pflicht. Michel Friedmann hat sie heute ganz bewusst missachtet“. Wer AfD und Nationalsozialismus gleichsetze, handele geschichtsvergessen und relativiere in abstoßender Weise das Nazi-Unrecht. Die Schoah sei ein ungeheuerliches Menschheitsverbrechen, und sie sei im deutschen Namen verübt worden. Die Verantwortung, die daraus erwachse, sei Teil der Deutschen Staatsräson. Auch die AfD habe sich dazu immer wieder bekannt. Sie stehe „wie keine zweite Partei hinter Israel“. Im Landtag hätten AfD-Vertreter die Sanktionspläne der EU aus Anlass des Gaza-Krieges verurteilt, und es sei auch die AfD-Fraktion gewesen, die 2019 als erste einen Landesbeauftragten gegen Antisemitismus gefordert habe. Friedmanns Auftritt, der doch den Opfern der Nazi-Herrschaft gelten sollte, habe die Würde des Landtages beschädigt. Hanna Naber habe „einem düsteren Demagogen“ das Wort erteilt und damit „der Demokratie, dem Judentum in Deutschland und dem verantwortungsvollen Umgang mit unserer Vergangenheit hat einen schlechten Dienst erwiesen“. Treffender kann man Friedmans unsäglichen Hetzauftritt und die Schmeicheleien seiner Claqueure kaum auf den Punkt bringen. (TPL)























