Ausgesessene Plagiatsvorwürfe: Thüringens CDU-Ministerpräsident “Mett-Mario" Voigt (Foto:Imago)
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Mario Voigt tritt zurück – aber wie?

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Ein Politiker mit Anstand, Ehre und Gewissen würde sofort zurücktreten, nachdem man ihn als Plagiator entlarvt hat. Der Thüringer Ministerpräsident Mario Voigt ist scheinbar so ein Politiker.  Er tritt zurück – juristisch, versteht sich. Und bleibt im Amt, versteht sich. Er ist ja auch kein zu Guttenberg.

Die Technische Universität Chemnitz hatte Mario Voigt (CDU), dem derzeitigen Ministerpräsidenten von Thüringen, bekanntlich seinen Doktortitel (Dr. phil.) aberkannt. Die Entscheidung der Philosophischen Fakultät fiel am 28. Januar 2026 und wurde Voigt mitgeteilt. Grund sind Vorwürfe im Zusammenhang mit seiner Dissertation aus dem Jahr 2008 (Thema: „Der amerikanische Präsidentschaftswahlkampf. George W. Bush gegen John F. Kerry“), die seit Sommer 2024 geprüft wurde – ausgelöst durch eine Anzeige eines selbsternannten „Plagiatsjägers“ (Stephan Weber).
Die beanstandeten Stellen machen nach Angaben von Voigts Anwälten nur ca. 2,58 % der Arbeit aus und betreffen hauptsächlich die Nutzung von Sekundärquellen statt Originalquellen, nicht unbedingt klassische ungekennzeichnete Übernahmen (Plagiate im engeren Sinne).Mario Voigt hat die Entscheidung als nicht nachvollziehbar bezeichnet und Klage vor dem zuständigen Verwaltungsgericht angekündigt. Er will sich juristisch gegen die Aberkennung wehren und betont, der wissenschaftliche Kern seiner Arbeit sei nicht betroffen. Bis eine rechtskräftige Entscheidung vorliegt, darf er den Titel vorerst weiter führen (laut TU Chemnitz), hat aber angekündigt, ihn vorerst nicht mehr zu nutzen.
Die Universität verteidigt ihre Entscheidung und betont, sie habe alle Unterlagen sorgfältig geprüft. Es gab Kontroversen um das Verfahren: Voigt kritisiert, dass nach einem externen Gutachten (Februar 2025, das gegen einen Entzug sprach) im Mai 2025 neue Bewertungsmaßstäbe eingeführt und rückwirkend angewandt wurden.
Das Urteil der Bürger steht allerdings bereits fest:
Torben Braga schreibt:
Voigt bleibt nur deshalb im Amt, weil in seiner Koalition ohne Parlamentsmehrheit niemand aufzumucken wagt. Der Grund ist simpel: BSW und SPD müssen bei Neuwahlen um den Einzug in den Landtag bangen. Dass er es nicht schafft, die AfD-Werte zu drücken – die mittlerweile Richtung 40 % steuern –, zeigt das Scheitern seiner „Brombeere“. Er ist durch seine eigene Arroganz gedemütigt, doch die nackte Angst seiner Partner vor dem Wähler hält ihn auf dem Sessel. Ein erbärmliches Schauspiel auf Kosten des Bürgers.
Dr. Christoph Bernd schreibt:
Hätte nicht gedacht, dass meine Verachtung für den Plagiator „Prof. Dr.“ Mario #Voigt noch gesteigert werden könnte. Die vergangenen drei Tage haben mich eines Anderen belehrt.
Georg Pazdersky schreibt:
Selbst ein Theodor zu Guttenberg hatte den Anstand zurückzutreten, nachdem man ihn des Betrugs überführt hat. MARIOVOIGT wird nicht zurücktreten. CHARAKTER KANN MAN HALT NICHT KAUFEN
Marcel Luthe (Good Governance) schreibt:

Es ist erbärmlich, wie viele fadenscheinige Relativierungen des Sachverhalts fast alle Zeitungen von einander abschreiben…Fakt ist: Mario „Mettbrötchen“ Voigt ist ein politisches und intellektuelles Leichtgewicht – das nun wie Blei alle nach unten zieht. Ihm selbst muss das nicht peinlich sein – fake it ‚til you make it – wohl aber all denen, die ihm bisher nachgelaufen sind. Das macht es so schwer: die Abgeordneten müssen damit das eigene Versagen eingestehen. Aber entweder lösen sie sich von ihm – oder gehen mit unter.

Dr. Markus Krall schreibt:

Wir könnten einen neuen Dr.-Grad für Politiker einführen, die man beim Bescheissen erwischt hat: Dr. ex. Anwendungsbeispiel: Dr. ex. Mario Mettwurst Voigt.

Gerhard Papke schreibt:

Mario Voigt hat das Recht, juristisch gegen den Entzug seines Doktortitels durch die TU Chemnitz vorzugehen. Aber was macht er, wenn er verliert? Kann jemand Ministerpräsident bleiben, dessen Doktortitel aberkannt wird, weil er Leistungen anderer als eigene ausgegeben hat? Nein!

Natürlich springt die Schleumbeutel-Faktion der Medien dem armen Mario bei:

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Carsten Jahn (Team Heimat) dazu:

Charakter kann man halt nicht kaufen. Man hat ihn oder wie dieser CDU Ministerpräsident #Voigt, halt NICHT! Selbstverständlich wird er nicht freiwillig aus Anstand und Respekt vor dem Amt und Freistaat #Thüringen zurücktreten. Das würde #Neuwahlen und eine krachende Niederlage, dieser Armutskoalition bringen.

Der beste Kommentar stammt von Voigt selbst:
„Die Arbeit hier in Thüringen, die wartet nicht und die geht morgen wieder mit voller Kraft weiter“

Hat sich Björn Höcke schon vorbereitet?

Vom AfD-Mann gibt es zumindest schon mal ein Statement:

Nun ist er weg – der Doktortitel des Herrn Mario Voigt. Nach einem ungewöhnlich langen Prüfverfahren der TU Chemnitz füllt die Meldung die Medien, doch der »23-Prozent-Ministerpräsident« gibt sich empört und will klagen. Die Regeln seien mitten im Prüfungsverfahren geändert worden, moniert er. Dabei waren die strittigen Passagen seiner Dissertationsschrift schon seit geraumer Zeit für jeden einsehbar im Netz zu finden. Methodische Fehler kamen noch hinzu, so ist es in einer wissenschaftlichen Arbeit generell verpönt, Quellen aus »zweiter Hand« zu verwenden, es sei denn, man forschte an antiken Texten, deren Originale dem Lauf der Zeit zum Opfer gefallen sind. Mario Voigt jedoch widmete sich vor 20 Jahren dem Präsidentschaftswahlkampf in den USA und mußte hierzu gewiß nicht als Archäologe tätig werden. Schnell mal zum Doktorgrad für das eigene Image?

Das ist nicht nur für die TU Chemnitz peinlich, der diese Mängel offenbar schon im Dissertationsverfahren nicht aufgefallen sind. Sondern es wirft auch ein schlechtes Licht auf die Arbeitsmoral des jetzigen Ministerpräsidenten. Fleiß, Selbstdisziplin und Aufrichtigkeit zählen zu den Eigenschaften, die ein Staatsmann mitbringen muß. Und vor allem der Wille, den eigenen Egoismus zurückzustellen.

Die Thüringer wollten Voigt nie und quittiertem ihm das mit 23 Prozent bei der letzten Wahl. Voigt kümmerte das nicht. Er schmiedete rasch ein Bündnis ohne eigene Mehrheit, das zusammengenommen aktuell auf weniger Zustimmung kommt als die AfD alleine. Ein Stillhalteabkommen mit der »Linken« war das I-Tüpfelchen und besiegelte das »Weiterso« in der Thüringer Politik gegen den Veränderungswunsch der Thüringer.

Mario Voigt redet zu jeder Gelegenheit von staatspolitischer Verantwortung. Diese würde ihm nun gebieten, unverzüglich zurückzutreten. Er ist ein politischer Blender und nun nach auch als akademischer Blender aufgeflogen. Er ist nicht mehr tragbar und immer mehr Thüringer ertragen ihn nicht mehr. 

Unser Standpunkt als AfD-Fraktion ist klar: Rücktritt sofort! Neuwahlen jetzt!

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