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Wie moderne Technologie moderne Plattformen zur Online-Unterhaltung antreibt

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Entertainment spielt sich online ab. Sowohl zu Hause als auch im Berufsalltag werden Kanäle auf Social Media befeuert. Moderne Videospiele werden seltener auf einem eigenen Desktop-PC gespielt – sondern in der Cloud gestreamt. Streaming hat den TV mehr oder minder überflüssig gemacht.

Online-Unterhaltung im Wandel: Früher Web 2.0, heute Social Media

Bis Mitte der 2000er Jahre waren Internetseiten statisch: Nur Lesen statt Kommentieren. Web 2.0 brachte die ersten sozialen Netzwerke hervor. Aus dem Leser wurde ein Content Creator, der Kommentare erstellte, Videos produzierte oder an kollaborativen Projekten wie der Wikipedia mitwirkte. Klassische Websites verschwinden zunehmend, werden als veraltet wahrgenommen. Social Media ist ein Muss.

Am Beispiel des Online Casinos lässt sich der Wandel besonders einfach sichtbar machen. In der Anfangszeit mussten User einen Client installieren – ein Programm, über das Spielautomaten erst abrufbar waren. Browser waren nicht imstande, Multimedia-Inhalte darzustellen. Hierfür war mindestens ein Plug-in herunterzuladen. Auf mobilen Geräten wares schwierig zu spielen oder einen Online Casino Bonus abzuholen, da die Darstellung furchtbar war. Betreiber mussten umständliche Apps entwickeln. Mobil war das Spielangebot überschaubar. Heute ist auf dem Smartphone die gleiche Games-Auswahl wie am Desktop-Rechner vorzufinden. Jeder moderne Browser nutzt HTML5, Slots werden ohne Plug-in im Browser geladen.

Allerorts Algorithmen: Wie KI den Lotsen mimt

Mittels Cookies und Analyse-Tools wird Nutzerverhalten unter die Lupe genommen. Durch die gesammelten Daten sind Dienstleister in der Lage, Inhalte zu optimieren. Welche Filme ein Streaming-Anbieter einblendet, entscheidet ein Algorithmus. Dieser bezieht bereits angeschaute Filme und Serien und Sehgewohnheiten anderer User ein, um Empfehlungen auszusprechen. Obgleich Experten entscheiden, welche Lizenzen als Nächstes erworben werden, steht hinter der Startseite kein Team enthusiastischer Cineasten. Stattdessen weist KI den Weg.

Je nach Plattform lassen sich personalisierte Inhalte deaktivieren. Doch jeder User sollte sich klarmachen, dass Algorithmen überall vorkommen. Sich Cookies vollends zu entziehen, ist nicht möglich. Allerdings überwiegen die Vorteile: Intelligente Chatbots antworten zielgerichtet auf gestellte Fragen. Ideal, wenn der Live-Chat gerade nicht menschlich besetzt ist.

Cloud Gaming immer stärker verbreitet

OnLive wagte 2010 den zaghaften Versuch, einen Cloud-Gaming-Dienst bereitzustellen. Bereits 2015 wurde das Unternehmen eingestellt. Doch Sony erwarb das Gros der Assets, woraus schließlich PlayStation Now werden sollte. Heute ist der Markt deutlich breiter aufgestellt. Xbox Cloud Gaming, GeForce Now, Amazon Luna, Shadow und Boosteroid zeigen, wie gut Cloud Gaming funktioniert.

Im Gegensatz zum herkömmlichen Streaming treten beim Cloud Gaming mehr Probleme auf. So müssen Eingaben über einen Controller oder per Maus und Tastatur an einen Server gesendet und umgesetzt werden. Hierbei tritt Latenz auf. Bei einer unruhigen Internetverbindung erfolgen Eingaben ruckartig. Bildartefakte sind ein weiteres Problem, durch die der Stream verwaschen wirkt, weniger ansehnlich als beim lokalen Spielen.

Durch 5G und den Glasfaserausbau bekommt man die meisten Probleme in den Griff. Allerdings sind auch die Cloud-Gaming-Anbieter gefordert. Ist der nächstgelegene Server zu weit entfernt, bringt das schnellste Internet wenig. Dienstleister müssen gewillt sein, den Video-Codec zu optimieren. Aufgrund der starken Konkurrenz wird sich Cloud Gaming unweigerlich verbessern. Das Anfang 2023 eingestellte Google Stadia dürfte Unternehmen eine Lehre gewesen sein.

Streaming ersetzt Fernsehen, Abos den Einzelkauf

Moderne Technologie verändert, wie Medien konsumiert werden. Video-on-Demand hat das Fernsehen abgelöst. Jüngere Generationen begnügen sich allein mit Streaming, wenden sich nur partiell dem Fernsehprogramm zu. Fast im gleichen Atemzug hat die Anzahl der Abodienste zugenommen. Filme und Serien werden immer häufiger im Abo genossen, statt Titel einzeln auf Blu-ray zu kaufen. Gleiches gilt bei Videospielen. Games von Microsoft sind ab Verkaufsstart im Game Pass abrufbar. Auch wenn die Film-, Serien- und Spielauswahl wechselt und Lizenzen mit der Zeit auslaufen, werden die niedrigeren Kosten geschätzt.

VR und AR: Stecken noch in den Kinderschuhen

Seit Jahren wird angenommen, dass VR-Brillen und Augmented Reality (AR) den nächsten technologischen Siegeszug in Fahrt bringen. Obwohl Early Adopter vom Potenzial schwärmen, bleibt der Mainstream zögerlich. Zu teuer, zu kompliziert, zu viel Kabelsalat: Damit sich die Technologie durchsetzt, ist einiges zu tun. Anwendungen wie Pokémon Go haben jedoch unter Beweis gestellt, welche Stärken AR birgt. Pokémon in der freien Natur zu fangen, hat Kinder aus den vier Wänden getrieben – hinaus in die freie Natur, wo sie sich in Arenen duelliert haben.

Herausforderungen, die zu bewältigen sind

Neben technischen Problemen sind ethische Erwägungen zu treffen, je weiter Algorithmen voranschreiten. Zum Beispiel ist bekannt, dass soziale Medien emotionale Inhalte hervorheben. Denn: Sie steigern die Anzahl der geteilten Inhalte, mehr Likes werden generiert, Kommentare geschrieben. Doch Studien zeigen, dass Social Media Echokammern den Weg bereitet und zum Teil spaltet. Aus diesem Grund hat Australien soziale Medien für Personen unter 16 Jahren verboten. EU-Länder wie Frankreich und Deutschland beraten über strengere Regeln.

Auch die Cybersicherheit ist zu vertiefen. Je digitaler der Alltag stattfindet, desto problematischer ist Social Engineering. Ältere Generationen werden mit dem Enkeltrick per SMS um Vermögen gebracht, Jüngere fallen auf betrügerisches Online-Trading herein. Idealerweise ist der kritische Umgang mit Medien zu schulen. Plug-ins und KI könnten Instrumente sein, um Gefahren abzuwenden.

Fazit: Cloud und KI auf dem Vormarsch

Cloud Gaming etabliert sich immer stärker. Wohl auch aufgrund der hohen Preise für Hardware entscheiden sich Gamer des Öfteren für Cloud Computing. Im monatlichen Abo kann ein Dienst jahrelang verwendet werden, bevor sich der Kauf eines Desktop-Rechners amortisiert hätte. KI bindet absurde Ressourcen. Dies bekräftigt, wie viel Vertrauen Investoren der Technologie entgegenbringen. Algorithmen werden sich verfeinern und sowohl Unternehmen als auch Usern unter die Arme greifen.

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