Martin Sichert: Vehementer Widerspruch gegen die Uniospläne (Foto:Jouwatch)
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AfD-Gesundheitspolitiker Martin Sichert: ”CDU-Pläne gefährden die Zahngesundheit von Millionen Menschen!”

CDU-Wirtschaftsrat schockt aktuell mit Kahlschlag-Plänen: Zahnarztbesuche sollen aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen gestrichen werden (Jouwatch berichtete). Der Wirtschaftsrat der CDU hat mit seiner „Agenda für Arbeitnehmer“ einen Paukenschlag gelandet. Betroffene müssten Zahnarztbesuche, Füllungen, Kronen, Kieferorthopädie und sogar Fahrtkosten zu Terminen künftig privat finanzieren. Der Verband begründet dies mit der Notwendigkeit, explodierende Sozialbeiträge zu stoppen und die Wirtschaft zu entlasten. Weitere Vorschläge umfassen die Begrenzung des Arbeitslosengeldes auf ein Jahr, Abschaffung der Mütterrente, Rente mit 63 und eine Anhebung des Rentenalters.

AfD schießt scharf gegen CDU-Pläne

Die AfD reagiert mit scharfer Ablehnung. Der gesundheitspolitische Sprecher der AfD- Bundestagsfraktion, Martin Sichert, veröffentlichte am 2. Februar 2026 eine klare Pressemitteilung: „CDU-Pläne gefährden die Zahngesundheit von Millionen Menschen“. Darin heißt es wörtlich: „Zentrale Forderung ist dabei, dass Versicherte Zahnarztleistungen künftig aus eigener Tasche zahlen sollen. […] Zähne sind Spiegel der Gesundheit des Menschen. Zahngesundheit ist kein Luxus, sondern ein zentraler Bestandteil der medizinischen Grundversorgung. […] Bei der eigenen Bevölkerung wird jedoch immer mehr gespart. Das kann so nicht weitergehen.“ Sichert fordert die CDU/CSU-Bundestagsfraktion auf, „sich klar zur solidarischen Finanzierung einer umfassenden medizinischen Grundversorgung für alle Beitragszahler und deren Familien zu bekennen – einschließlich der zahnärztlichen Leistungen.“

In einer früheren Stellungnahme zum Thema (vom September 2025) hatte Sichert die CDU bereits hart attackiert: „Die CDU führt sich in der Gesundheitspolitik auf, wie ein tollwütiger Fuchs im Hühnerstall. […] Nun will die CDU die Leistungen der Zahnheilkunde für alle Deutschen streichen. Hätte die CDU das den Menschen vor der Wahl erzählt, hätte sie wohl kaum jemand gewählt.“

Breite Kritik und soziale Folgen

Die AfD positioniert sich damit klar gegen weitere Kürzungen im Gesundheitsbereich. Sichert kritisiert generell, dass das teuerste Gesundheitssystem Europas trotz hoher Ausgaben und Schulden immer mehr Leistungen streicht, während Wartezeiten wachsen und die Qualität sinkt. Statt Kürzungen bei den Bürgern fordert die AfD massiven Bürokratieabbau und Priorisierung deutscher Versorgung vor Auslandsausgaben.
Für Millionen gesetzlich Versicherte würde die Umsetzung massive Mehrkosten bedeuten – besonders für Familien mit Kindern (Kieferorthopädie) und Geringverdiener. Kritiker sprechen von drohender Zwei-Klassen-Medizin: Wer zahlen kann, bekommt gute Zähne; wer nicht, leidet unter gesundheitlichen Folgen.

Die AfD nutzt die Debatte geschickt, um sich als Verteidigerin des solidarischen Systems zu profilieren und warnt vor sozialer Spaltung durch CDU-nahe Vorschläge. Ob die Union die radikalen Ideen des Wirtschaftsrats übernimmt, bleibt abzuwarten – die Reaktionen zeigen jedoch: Der Vorstoß polarisiert massiv.

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