Duo infernale: Epstein mit seiner Kupplerin Maxwell (Foto:FBI)
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Degenerierte Eliten: Epstein-Akten zeigen immer weitere unfassbare Abgründe

Die Veröffentlichung von mehr als drei Millionen Seiten neuer Akten über die bestialischen Umtriebe des verstorbenen US-Milliardärs Jeffrey Epstein und seiner Freunde in höchsten Kreisen offenbaren neue, unfassbare Abgründe über die grenzenlose Verkommenheit der Elite in den USA und Großbritannien. „Heute veröffentlichen wir über drei Millionen Seiten, darunter mehr als 2000 Videos und insgesamt 180.000 Bilder. Das bedeutet, dass das Ministerium gemäß dem Gesetz rund dreieinhalb Millionen Seiten erstellt hat“, erklärte der stellvertretende Justizminister Todd Blanche. Der beispiellose Skandal ist aber nicht nur auf die USA beschränkt. Auch der degradierte Windsor-Prinz Andrew ist wieder einmal prominent in den neuen Akten vertreten. Fotos zeigen ihn, auf allen Vieren auf dem Boden herumkriechen, Epstein und seine aus England stammende Frau und Komplizin Gislaine Maxwell sollen ihm junge Frauen für sexuelle Kontakte zugeführt haben, zudem deuten E-Mails darauf hin, dass er eine intime Beziehung zu Maxwell unterhielt, die er sogar um Erlaubnis bat, Zeit mit seiner Ex-Frau Sarah Ferguson und seinen Kindern verbringen zu dürfen.

Der selbsternannte Philanthrop Bill Gates taucht ebenfalls wieder in den Akten auf. Dessen Kontakte zu Epstein sollen bereits einer der Gründe gewesen sein, warum seine Ex-Frau Melinda sich von ihm scheiden ließ. Nun sind zwei E-Mails aus dem Jahr 2013 aufgetaucht, in denen Epstein Gates vorwirft, ihre „Freundschaft“ zu missachten. Weiter heißt es, Gates habe ihn angeblich gebeten, frühere E-Mails zu einer angeblichen Geschlechtskrankheit des Milliardärs zu löschen und zu Antibiotika, die Epstein ihm deswegen besorgt habe. Epstein schrieb die Mails an sich selbst, möglicherweise als Entwürfe. Gates ließ die Vorwürfe von einer Sprecherin zurückweisen. „Diese Behauptungen – von einem erwiesenen, verärgerten Lügner – sind absolut absurd und völlig falsch. Das Einzige, was diese Dokumente belegen, ist Epsteins Frustration darüber, dass er keine Beziehung zu Gates hatte, und, was er bereit war zu unternehmen, um Gates zu verleumden und in eine Falle zu locken“, sagte sie. Die Beziehungen des britischen Milliardärs Richard Branson zu Epstein waren offenbar auch wesentlich enger als von diesem behauptet. 2013 bedankte Epstein sich per E-Mail für Bransons Gastfreundschaft. Dieser antwortete: „Freue mich immer, Dich zu sehen, wenn Du in der Gegend bist.

Der hypermoralische Wohltäter

Vorausgesetzt, Du bringst Deinen Harem mit!“ Nachdem er bereits eine einjährige Haftstrafe wegen der Aufforderung von Minderjährigen zur Prostitution verbüßt hatte, bat er Branson um Tipps, wie man die Strafe medienwirksam verharmlosen könne. Branson empfahl: „Ich denke, wenn Bill Gates bereit wäre zu sagen, dass Du ein brillanter Berater warst, der vor vielen Jahren einen Fehler begangen hat, weil er mit einer 17½-Jährigen geschlafen hat, und Du dafür bestraft wurdest, dass Du Deine Lektion mehr als gelernt und seitdem nichts mehr getan hast, was gegen das Gesetz verstößt, und ja, Du scheinst eine Vorliebe für Frauen zu haben, aber daran ist als Single nichts auszusetzen … irgendwie so etwas in der Art.“ Dass Branson ausgerechnet Gates als Leumundszeugen für Epstein empfahl, lässt tief blicken.

Es offenbaren sich also ungeheure Abgründe und Verflechtungen einer Elite, die sich an keinerlei ethische Werte mehr gebunden fühlt, während sie nach außen als hypermoralische Wohltäter der Menschheit auftritt. Der AfD-Bundestagsabgeordnete Matthias Moosdorf erklärte nach Durchsicht der Akten mittels KI-Abfragen, man müsse sich den Epstein-Fall in seiner ganzen Größe vergegenwärtigen: Über Generationen habe sich hier „im Prinzip eine Elite über Recht und Gesetz hinweggesetzt. Wir reden ja noch gar nicht mal von dem ganzen Geld, was dort im Hintergrund geflossen ist. Wir reden nicht davon, dass politische Entscheidungen teilweise in der Unterhose oder sogar ohne getroffen worden sind. Das Ganze hat in der führenden westlichen Macht stattgefunden. Ich stelle mir vor, dass dann bei manchen Treffen der Atomkoffer gleich im Nachbarzimmer geparkt war, weil der amtierende Präsident sich nebenan seinen Neigungen hingegeben hat“. Mit Abstand betrachtet, stehe viel auf dem Spiel: „Unser Zusammenleben. Und sogar der Glaube an eine Welt wie wir sie kennen“, so Moosdorf. (TPL)

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