ADAC (Bild: ADAC: Frank C. Müller; siehe Link; CC BY-SA 4.0;  Gerhard Hillebrand: ADAC)
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Protest wirkt: ADAC-Verkehrspräsident tritt nach Wut- und Austrittswelle zurück!

Der Verrat an den ADAC-Mitgliedern zeitigt nun Konsequenzen: Der aufgeblasene ADAC-Chef Hillebrand begrüßte die CO2-Bepreisung als Instrument im Kampf gegen den Klimawandel. Nun tritt er nach einer Austrittswelle zurück.

Der Rücktritt von Gerhard Hillebrand als Verkehrspräsident des ADAC ist eine richtige und längst überfällige Konsequenz aus den jüngsten Ereignissen innerhalb des größten deutschen Automobilclubs. Hillebrand, der dieses Amt nahezu sieben Jahre innehatte, hatte mit seinen bodenlosen Aussagen Ende letzten Jahres eine heftige Empörungswelle ausgelöst und damit dem Ansehen des Vereins erheblichen Schaden zugefügt.

In einem Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ hatte er sich für eine CO₂-Bepreisung bei Kraftstoffen ausgesprochen und diese – trotz unzureichender Alternativen für viele Autofahrer – als „richtiges Instrument“ zur Erreichung von Klimazielen bezeichnet. Diese bodenlose Anbiederung an den grün-woken Zeitgeist, der Verrat an den ADAC-Mitgliedern führte zu massiver Ablehnung, weil sie das Gefühl hatten, der Automobilclub verliere seinen Kernauftrag als Vertreter der Interessen von Autofahrern.

Dass in den vergangenen Wochen nach Veröffentlichung des Interviews rund 60.000 Mitglieder ihre ADAC-Mitgliedschaft kündigten, spricht eine deutliche Sprache und zeigt, wie stark die Loyalität der Mitglieder zum eigentlichen Zweck des Vereins – der Unterstützung, Mobilität und Interessenvertretung von Autofahrern – ausgeprägt ist. Hillebrand selbst hat eingeräumt, dass seine Äußerungen zu Verunsicherung, Ärger und einem Vertrauensverlust geführt haben, und erklärt nun, Verantwortung zu übernehmen, indem er sein Amt niederlegt. Mutmaßung: Der nächste Posten könnte bei den Grünen oder der Umwelthilfe sein.

Diesen Schritt begrüßen viele. In einer Organisation mit über 22 Millionen Mitgliedern muss die Stimme der Basis zählen – und wenn Aussagen der Führungsebene dazu führen, dass sich so viele Menschen missverstanden oder nicht mehr vertreten fühlen, ist ein personeller Neuanfang nicht nur wünschenswert, sondern notwendig. Der ADAC muss sich auf seine Kernaufgaben konzentrieren: bezahlbare Mobilität für alle, zuverlässige Pannenhilfe und sachkundige Produkttests.

Kommissarisch übernimmt nun ADAC-Technikpräsident Karsten Schulze die Aufgaben von Hillebrand.

(SB)

 

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